Apple gibt älteren Geräten etwas mehr Kaufkraft und erhöht die geschätzten Inzahlungnahmewerte in seinen wichtigsten Produktkategorien – genau zu dem Zeitpunkt, an dem Kunden beginnen, den Blick auf die nächsten Hardware-Neuheiten zu richten.
Der iPhone-Hersteller hat die geschätzten Inzahlungnahmewerte für die meisten iPhone-, iPad-, Mac- und Apple-Watch-Modelle in den USA erhöht. Kunden erhalten dadurch höhere Gutschriften, wenn sie ältere Geräte gegen neue eintauschen.
Die aktualisierte Inzahlungnahmetabelle, über die zuerst 9to5Mac, raises values for several products by up to nearly 30%. Die Änderungen traten am 6. August 2026 in Kraft und umfassen ausgewählte Android-Smartphones von Samsung, Google und OnePlus.
Der höchste Inzahlungnahmewert für ein iPhone gilt bei Apple jetzt für das iPhone 16 Pro Max, für das Kunden bis zu 720 US-Dollar erhalten können – zuvor waren es 695 US-Dollar. Das iPhone 16 Pro verzeichnete eine der größeren Erhöhungen: von 560 auf 630 US-Dollar.
Auch andere aktuelle iPhones erhielten höhere Werte. Das iPhone 15 Pro Max stieg von 490 auf 530 US-Dollar, während das iPhone 14 Pro Max von 375 auf 405 US-Dollar zulegte. Nicht jedes Modell wurde höher bewertet. Das iPhone 16e, iPhone 14 Plus, iPhone SE der zweiten Generation, iPhone X und iPhone 8 Plus blieben unverändert.
Macs verzeichnen einige der größten Zuwächse
Apples Mac-Produktpalette erhielt im neuesten Update einige der größten Erhöhungen.
Der geschätzte Inzahlungnahmewert des MacBook Pro stieg von 690 auf 855 US-Dollar, während der Mac Studio von 1.045 auf 1.305 US-Dollar zulegte. Auch der Mac mini verzeichnete eine deutliche Erhöhung: von 375 auf 480 US-Dollar. Andere Mac-Modelle erhielten kleinere Erhöhungen. Das MacBook Air stieg von 520 auf 580 US-Dollar, der iMac von 355 auf 380 US-Dollar. Der iMac Pro blieb unverändert.
Die höheren Mac-Werte könnten besonders für Kunden nützlich sein, die ein teures Gerät aufrüsten möchten und bei denen eine Inzahlungnahmegutschrift im Verhältnis zu den Kosten eines Ersatzgeräts einen spürbar größeren Unterschied machen kann.
Apple erweitert Optionen für die Android-Inzahlungnahme
Apple hat sein Android-Inzahlungnahmeprogramm außerdem um weitere Geräte konkurrierender Marken erweitert.
Zu den neu teilnahmeberechtigten Modellen gehören Googles Pixel-9-Serie, Samsungs Galaxy S21 Ultra 5G sowie OnePlus 13 und OnePlus 13R. Die Anpassungen bei Android-Geräten fielen jedoch unterschiedlich aus: Einige ältere Geräte verloren an Wert.
Das Galaxy S22 Ultra 5G fiel von 130 auf 125 US-Dollar, während das Google Pixel 8 Pro von 165 auf 155 US-Dollar sank. Auch die Pixel-7-Modelle verzeichneten leichte Abschläge. Apples Android-Inzahlungnahmeprogramm soll den Wechsel zu einem iPhone vor allem erleichtern. Kunden, die zwischen Plattformen wechseln, finden bei Mobilfunkanbietern oder im Privatverkauf möglicherweise dennoch bessere Angebote.
Warum Apples Änderungen bei der Inzahlungnahme wichtig sind
Höhere Inzahlungnahmewerte könnten Apple dabei helfen, die Hürden für Kunden zu senken, die sich auf ein Upgrade vorbereiten – insbesondere, da Käufer auf dem gesamten Elektronikmarkt mit höheren Gerätepreisen konfrontiert sind.
Inzahlungnahmen werden ebenfalls zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Smartphone-Aufrüstungszyklus. Statt ältere Geräte ungenutzt zu lassen oder separat zu verkaufen, können Kunden den Wert ihrer bisherigen Hardware direkt auf einen Neukauf anrechnen lassen.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert, da die Erhöhungen auf jüngste Berichte über steigende Komponentenkosten in der Elektronikbranche folgen. Einige Analysten haben höhere Speicherpreise mit dem Druck auf die Gerätepreise in Verbindung gebracht, Apple hat jedoch keinen Grund für die Anpassungen bei den Inzahlungnahmewerten genannt.
Kunden sollten vor der Inzahlungnahme ihre Optionen prüfen
Apples höhere Schätzwerte sind zwar eine gute Nachricht für Gerätebesitzer, doch bei den angegebenen Beträgen handelt es sich um Höchstwerte und nicht um garantierte Auszahlungen.
Apple weist darauf hin, dass die endgültige Inzahlungnahmegutschrift vom Modell und Zustand des Geräts abhängt und einige Geräte möglicherweise nicht teilnahmeberechtigt sind. Ein beschädigtes Display, Hardwareprobleme oder Abweichungen zwischen den übermittelten Angaben und dem tatsächlichen Zustand des Geräts können das endgültige Angebot verringern.
Für Kunden, denen Bequemlichkeit wichtig ist, bietet Apples Programm eine einfache Möglichkeit, die Kosten eines Upgrades zu senken. Wer jedoch den höchstmöglichen Erlös erzielen möchte, kann durch den Direktverkauf über einen anderen Marktplatz möglicherweise mehr verdienen.
Das neueste Update gibt Apple-Kunden einen stärkeren Anreiz, ältere Hardware in Zahlung zu geben. Die beste Entscheidung hängt jedoch davon ab, ob Schnelligkeit und Einfachheit wichtiger sind als die Maximierung des Wiederverkaufswerts.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien ursprünglich in unserer Schwesterpublikation TechRepublic.


