Anthropic hat Claude for Education vorgestellt, einen neuen Modus und eine neue Initiative zur Integration generativer KI in die Hochschulbildung. Claude for Education ist ab sofort verfügbar.
Anthropic hat außerdem Partnerschaften mit der Northeastern University, der London School of Economics and Political Science und dem Champlain College geschlossen, damit alle Studierenden Zugang zu Claude for Education erhalten.
Der Lernmodus fordert Studierende auf, Fragen zu beantworten, statt ihnen die Antworten vorzugeben
Die USA haben generative KI-Bildungsinitiativen nach und nach in den einzelnen Bundesstaaten eingeführt – ein langsamer Prozess im Vergleich zu Chinas nationaler KI-Bildung im frühkindlichen Bereich. Einige befürchten, dass US-amerikanische Schülerinnen und Schüler zurückfallen werden; Kritiker von KI warnen dagegen, dass sie sich negativ auf das Erinnerungsvermögen und die Fähigkeiten von Kindern zum logischen Denken auswirken wird. Der Lernmodus von Anthropic ist ein Versuch, auf die letztgenannten Bedenken einzugehen.
Der Lernmodus passt Claude so an, dass das System Fragen stellt, statt eine Anfrage direkt zu beantworten, Studierende auffordert, Belege für ihre Schlussfolgerungen vorzulegen, und auf die grundlegenden Konzepte eines Themas hinweist. Außerdem kann er Vorlagen für „Forschungsarbeiten, Lernhilfen und Gliederungen“ erstellen.
Der Lernmodus von Anthropic ist innerhalb der Claude-Projekte-Funktion verfügbar.
Anthropic wendet sich an Organisationen, die Hochschulen mit technischen Ressourcen versorgen
Anthropic setzt auf mehrere Partnerschaften, um die Nutzung von Claude im akademischen Umfeld zu erleichtern. Dazu gehören:
- Der Beitritt zu Internet2, einem gemeinnützigen Anbieter von Netzwerk- und Cloud-Lösungen für Forschungs- und Bildungseinrichtungen.
- Die Zusammenarbeit mit Instructure, einem Unternehmen für Bildungstechnologie, um „den gleichberechtigten Zugang zu Tools zu verbessern, die Hochschulen bei der Integration von KI in Lehre und Lernen unterstützen.“
„KI verändert, was es bedeutet, bereit für die Arbeitswelt zu sein. Als zukunftsorientierte Hochschule bietet Champlain Studierenden Möglichkeiten, KI zu nutzen, damit sie nach ihrem Abschluss sofort durchstarten können“, sagte Alex Hernandez, Präsident des Champlain College, in einer Pressemitteilung von Anthropic.
Anthropic startet die Marketinginitiativen Claude Campus Ambassadors und Student Builders
Bei der Initiative Claude for Education handelt es sich nicht nur um eine weitere Version von Claude. Vielmehr ist sie ein Tool, das Hochschulen dabei unterstützt, „KI-gestützte Ansätze zu entwickeln und umzusetzen“. Viele Unternehmen verfolgen den Ansatz, generative KI einzusetzen, um den Umgang mit generativer KI zu vermitteln. Denn wenn Menschen nicht wissen, wie sie generative KI nutzen, oder sich dabei nicht wohlfühlen, könnte die schrittweise Heranführung sie dazu bewegen, generative KI auszuprobieren. Nun unterstützt Anthropic Bildungseinrichtungen dabei, diesem Beispiel zu folgen.
Anthropic kündigte beispielsweise das Programm Claude Campus Ambassadors an, eine Marketinginitiative, bei der Studierende „ein paar Stunden pro Woche“ Outreach-Programme für das Unternehmen durchführen.
Studierende können außerdem im Rahmen des Programms Student Builders eine kurze Umfrage dazu einreichen, wie sie die Claude API nutzen wollen, und dafür kostenlose API-Guthaben erhalten. Projekte im Rahmen einer Stelle oder eines Praktikums sind von der Förderung durch Student Builders ausgeschlossen.


