Das Schlaf-Fitness-Startup Eight Sleep, dessen smarte Matratzenauflage Pod prominente Fans wie Elon Musk und Mark Zuckerberg gewonnen hat, hat in einer Serie-D-Finanzierungsrunde 100 Millionen US-Dollar erhalten, um seine teure Technologie zugänglicher zu machen. Die in dieser Woche bekannt gegebene Finanzierung versetzt Eight Sleep in die Lage, über die frühen Anwender hinaus in Einzelhandelsausstellungsräume, den Medizinprodukte-Markt und möglicherweise in die Kostenübernahme durch Versicherungen zu expandieren.
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Unterstützt von Spitzeninvestoren und mit Expansionsplänen
Die jüngste Finanzierungsrunde von Eight Sleep bringt die Bewertung des Unternehmens laut Wall Street Journal in die Nähe von 1 Milliarde US-Dollar, und damit nahezu eine Verdoppelung seit 2021. Zu den Investoren gehören Founders Fund, Valor Equity Partners, Y Combinator, HSG und der Formel-1-Fahrer Charles Leclerc.
Das Unternehmen teilte mit, dass es in wichtigen Märkten physische Ausstellungsräume eröffnen werde, damit Verbraucher den Pod ausprobieren können, den es als „Schlaf-Fitness“-Tool vermarktet. Außerdem strebt das Unternehmen eine FDA-Zulassung an, um das Produkt für Menschen mit Erkrankungen wie Schlafapnoe und durch die Menopause bedingten Hitzewallungen zu vermarkten. Auch die Kostenübernahme durch Versicherungen steht auf der Roadmap.
Premiumfunktionen und Premiumkosten
Die wichtigste Attraktion des Pod ist die dynamische Temperaturregelung – er kann jede Bettseite unabhängig voneinander erwärmen oder kühlen, biometrische Daten wie Herzfrequenz und Schlafphasen erfassen und Nutzer sogar durch Vibrationen oder Temperaturänderungen wecken.
Diese Innovation hat ihren Preis: Der Einstiegspreis für einen Pod 5 Core in der Größe Full Size liegt bei 2.849 US-Dollar.
Wettbewerb im Markt für vernetzte Wellnessprodukte
Die Expansion von Eight Sleep verdeutlicht das rasch wachsende „Quantified Self“-Segment, in dem Verbraucher vernetzte Geräte nutzen, um Schlaf, Bewegung und biometrische Daten zu erfassen. Zu den Konkurrenzprodukten gehören:
- Oura Ring: Ein tragbarer Ring, der Schlafphasen, Herzfrequenz und Bereitschaftswerte erfasst.
- Whoop: Ein abonnementbasierter Fitness-Tracker für Sportler.
- Apple Watch: Bietet Schlaftracking und von der FDA zugelassene EKG-Funktionen, integriert in Apple Health.
- Peloton: Hat Fitnessabonnements etabliert, die an Hardware gekoppelt sind – ein Geschäftsmodell, an das Eight Sleep anknüpft.
Anders als Wearables integriert Eight Sleep seine Technologie direkt in die Schlafumgebung. Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal ist die Temperaturregelung, während sich die Wettbewerber stärker auf Messwerte und Erkenntnisse zur Aktivität konzentrieren.
Fragen zu Datenschutz und Compliance
Wie bei anderen vernetzten Wellnessprodukten wirft die biometrische Erfassung des Pod Fragen zum Datenschutz auf. Wenn das Gerät in medizinischen Anwendungsfällen und Erstattungsmodellen von Versicherungen zum Einsatz kommt, müssen die Daten gemäß HIPAA und möglicherweise den Standards der DSGVO verarbeitet werden.
Das bedeutet, dass IT-Systeme Folgendes gewährleisten müssen:
- Datensicherheit: Schutz sensibler Informationen wie der Herzfrequenzvariabilität, von Schlafphasen und Temperaturdaten.
- Integration von Drittanbietern: Gewährleistung einer sicheren Datenübertragung, wenn das System mit elektronischen Gesundheitsakten oder betrieblichen Wellnessplattformen verbunden ist.
- Kontrolle durch die Nutzer: Verbrauchern transparent darlegen, wie ihre Schlafdaten gespeichert, weitergegeben und monetarisiert werden.
Diese Bedenken spiegeln die umfassenderen Herausforderungen der Unternehmens-IT beim Management vernetzter Geräte und Data Lakes wider.
Hürden bei der Akzeptanz durch die Verbraucher
Eight Sleep hat seit 2019 einen Umsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar gemeldet und in den vergangenen Quartalen die Gewinnzone erreicht. Dennoch könnte die Akzeptanz im Massenmarkt schwierig werden. Eine Matratze für mehr als 5.000 US-Dollar plus Abonnement ist im Vergleich zu Wearables wie dem Oura Ring oder der Apple Watch eine hohe Investition. Anders als bei diesen Geräten müssen Verbraucher beim Pod einen großen Haushaltsgegenstand ersetzen oder aufrüsten.
Auch Generationentrends könnten eine Rolle spielen: Jüngere Verbraucher, die mit vernetzten Geräten und Abonnementmodellen vertrauter sind, stehen einer Anschaffung möglicherweise offener gegenüber, während ältere Verbraucher wiederkehrenden, technologiebedingten Kosten für den Schlaf möglicherweise weniger Wert beimessen.
Was das für IT-Führungskräfte und Verbraucher bedeutet
- Wellnesstechnologie und Gesundheitswesen wachsen zusammen: Lifestyle-Geräte dringen in Gesundheitsmärkte vor und erfordern IT-Systeme, die eine klinische Überwachung unterstützen können.
- Abonnement-Geschäftsmodelle breiten sich weiter aus: IT-Führungskräfte müssen Systeme entwickeln, die laufende Abrechnungen, Geräteaktualisierungen und die Kundenbindung verwalten können.
- Die Akzeptanz hängt vom wahrgenommenen Nutzen ab: Für Eight Sleep wird das Vertrauen der Verbraucher sowohl in den Datenschutz als auch in konkrete gesundheitliche Vorteile darüber entscheiden, ob sich der Pod von einem Luxusprodukt für eine Nische zu einem Produkt für den Massenmarkt entwickelt.
Das große Ganze
Die Expansion von Eight Sleep zeigt, wie sich vernetzte Wellnessgeräte von High-End-Gadgets zu potenziell erstattungsfähigen Gesundheitsprodukten entwickeln. Der Erfolg wird von Erschwinglichkeit, der Psychologie der Verbraucher und der behördlichen Zulassung abhängen.
Wenn der Pod eine FDA-Zulassung und Unterstützung durch Versicherungen erhält, könnte er sich neben der Apple Watch und anderen Wearables als Bindeglied zwischen Verbrauchertechnologie und medizinischer Nutzung etablieren. Andernfalls droht er trotz der neuen Finanzierung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar ein Luxusprodukt für die Tech-Elite zu bleiben.


