Google hat sich mit dem Imperial College London und der Fleming Initiative zusammengeschlossen, um einen sogenannten „KI-Kowissenschaftler“ zu entwickeln, der die wissenschaftliche Forschung beschleunigen soll. Das auf Googles Gemini-2,0-Framework basierende Multi-Agenten-KI-System soll für mehr Effizienz im Labor sorgen und Forschende in mehreren Forschungsbereichen unterstützen. Das Unternehmen hat bislang nur erste Testergebnisse veröffentlicht, doch bereits jetzt sorgt das Produkt weltweit für Schlagzeilen.
„Laborforschung ist ressourcenintensiv“, sagte Professor José Penadés, Mitglied des Department of Infectious Diseases am Imperial College London und Co-Leiter des jüngsten KI-Kowissenschaftler-Projekts. „Angesichts globaler Herausforderungen wie der drohenden antimikrobiellen Resistenz ist klar, dass wir mit weniger mehr erreichen und neue Entdeckungen beschleunigen müssen.“
Entwicklung des KI-Kowissenschaftlers

Google entwickelte seinen KI-Kowissenschaftler in einer Partnerschaft mit dem Imperial College London und der Fleming Initiative. Die Multi-Agenten-KI-Plattform basiert auf dem Gemini-2,0-Framework, das Googles Platz unter den führenden KI-Unternehmen bereits gefestigt hatte. Wichtig ist jedoch, dass Google das System nicht einsetzen will, um den traditionellen wissenschaftlichen Prozess zu automatisieren. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen darauf, eines der leistungsfähigsten KI-Kollaborationstools bis heute zu entwickeln.
Der KI-Kowissenschaftler wurde zwar im Laufe der vergangenen Monate entwickelt, doch das Google-Team hat die ersten Testergebnisse erst kürzlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Konkret testeten die Teams von Google, Imperial und der Fleming Initiative die von der KI generierten Hypothesen in drei verschiedenen biomedizinischen Anwendungsbereichen:
- Neuverwendung von Arzneimitteln
- Entdeckung neuartiger therapeutischer Zielstrukturen
- Verständnis der Mechanismen der Evolution des Gentransfers
Das System lässt sich auf vielfältige Weise einsetzen. Forschende können den KI-Kowissenschaftler nicht nur nutzen, um ihre eigenen Ausgangsideen auszuarbeiten, sondern auch Feedback zu den von der Plattform generierten Ergebnissen geben. Außerdem kann Googles KI-Kowissenschaftler bei Bedarf Online-Suchen durchführen und auf andere Arten von KI-Modellen zugreifen.
Teilnahme am Trusted Tester Program
Forschende und Organisationen, die Googles neuen KI-Kowissenschaftler in seinen frühen Entwicklungsphasen nutzen möchten, können ihr Interesse bekunden, indem sie sich für Googles Trusted Tester Program anmelden. Die Plattform ist zwar derzeit nicht zugänglich, doch wer in das Programm aufgenommen wird, erhält regelmäßig Updates, sobald neue Teile des KI-Kowissenschaftlers verfügbar werden.
Beschleunigung künftiger Durchbrüche
Das übergeordnete Ziel von Googles neuem KI-Kowissenschaftler ist zweifacher Natur: die kollaborative Forschung zu verbessern und künftige wissenschaftliche Durchbrüche zu beschleunigen. Auch wenn es noch einige Einschränkungen und Unzulänglichkeiten zu beheben gibt, hat das Multi-Agenten-System in seiner ersten Testphase bereits vielversprechende Ergebnisse gezeigt.
Erfahren Sie mehr über die Rolle generativer KI im Gesundheitswesen.


