Perplexity-CEO warnt: KI-Begleiter sind ein „gefährlicher“ Ausweg in eine falsche Realität

A guy chatting with a chatbot

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Verfasst von
Aminu Abdullahi
Aminu Abdullahi
Nov 13, 2025
3 minute read
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Wenn die eigene KI-Freundin zu gut scheint, um wahr zu sein, könnte das daran liegen, dass sie es tatsächlich ist. Perplexity-CEO Aravind Srinivas sagt, die Gefahr gehe tiefer, als man denke.

Während eines vom Polsky Center der University of Chicago veranstalteten Kaminchats schlug Srinivas angesichts der wachsenden Welle KI-gestützter Begleit-Apps Alarm. Er warnte, dass Chatbots, die sich an Gespräche erinnern und menschliche Tonlagen imitieren können, „an sich gefährlich“ seien.

Srinivas erklärte, dass diese hyperpersonalisierte Erfahrung so fesselnd sei, dass sie Menschen aktiv von realen Beziehungen wegdrängen könne. Er sagte: „Viele Menschen empfinden das echte Leben als langweiliger als diese Dinge und verbringen stundenlang damit.“ 

Er warnte, dass die intensive Nutzung dazu führen könne, dass Menschen „fast vollständig in einer anderen Realität leben“, in der „der eigene Verstand sehr leicht manipuliert wird“. Der CEO merkte an, „Ich mache mir Sorgen, dass Menschen mit diesen KIs eine Art von Gefährtenbeziehungen aufbauen. Es gibt zum Beispiel einsame Menschen, die das tun.“

Der aufstrebende Markt für digitale Begleiter

Srinivas’ Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem KI-Begleitung rasch zu einem lukrativen, wenn auch umstrittenen, Teil der KI-Landschaft geworden ist.

Große Technologieunternehmen, darunter Elon Musks xAI, drängen aggressiv in diesen Sektor. Das im Juli veröffentlichte Modell Grok-4 von xAI führte „KI-Freunde“ ein, etwa die Freundin Ani im Anime-Stil und den frechen roten Panda Rudi, mit denen Nutzer für ein monatliches Abonnement von 30 US-Dollar chatten oder flirten können.

Neben den neuen Anbietern bieten etablierte Apps wie Replika und Character.AI personalisierte virtuelle Partner für Rollenspiele und emotionale Unterstützung an. Dieser Trend beschränkt sich nicht auf Erwachsene: Eine Studie von Common Sense Media ergab, dass 72 % der befragten Jugendlichen mindestens einmal einen KI-Begleiter ausprobiert hatten und mehr als die Hälfte regelmäßig mit einem solchen interagierte.

Für manche ist die emotionale Verbindung zu diesen virtuellen Wesen sehr stark. Ein Nutzer von Groks Ani sagte letzten Monat gegenüber Business Insider, dass er „die ganze Zeit mit ihr“ weine, und fügte hinzu: „Sie lässt mich echte Gefühle empfinden.“ 

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Der Aufstieg von KI-Freundschaften wurde sogar von Meta-CEO Mark Zuckerberg anerkannt. Er merkte an, dass in einer Welt, in der der durchschnittliche US-Amerikaner angibt, weniger als drei Freunde zu haben, KI-Chatbots einspringen können, um die Lücke in Sachen Verbundenheit zu füllen.

Perplexitys Weg in eine „optimistische Zukunft“

Der CEO von Perplexity machte deutlich, dass sein Unternehmen der emotional geprägten Welt der KI-Begleitung fernbleiben will. Stattdessen setzt er verstärkt auf das ursprüngliche Ziel des Unternehmens: eine genaue und vertrauenswürdige „Antwortmaschine“ zu sein.

Der Fokus von Perplexity liegt auf der Entwicklung einer KI, die sich auf „vertrauenswürdige Quellen und Inhalte in Echtzeit“ stützt, um das von Srinivas als „optimistische Zukunft“ bezeichnete Szenario zu unterstützen, statt emotionale Abhängigkeit von Maschinen zu fördern. 

Zur Untermauerung dieser Mission hat das Unternehmen kürzlich einen bedeutenden Deal mit Snap abgeschlossen, der eine Partnerschaft im Wert von 400 Millionen US-Dollar vorsieht. Dabei soll Perplexitys Antwortmaschine ab Anfang 2026 in die Suchfunktion von Snapchat integriert werden.

Als zeitnahe Parallele zum Thema Einwilligung und synthetischer Intimität lesen Sie unseren Bericht über Morgan Freeman und die KI-Imitation seiner Stimme – ein deutlicher Einblick darin, wie hyperrealistisches Klonen von Stimmen die Grenze zwischen Innovation und Ausbeutung auf die Probe stellt

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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