Spanien eröffnet hochmoderne Anlage zur Quantennanofabrikation in Barcelona

Quantum chip illustration representing Spain

Quantum chip illustration representing Spain’s push to expand quantum and semiconductor fabrication. Image generated via ChatGPT

Verfasst von
Kezia Jungco
Kezia Jungco
Sep 16, 2026
3 minute read
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Quantenambitionen brauchen mehr als Algorithmen. Spanien hat in Barcelona eine Anlage eröffnet, die darauf ausgelegt ist, Designs im Nanomaßstab in physische Bauelemente zu verwandeln.

Die neue Quantennanofabrikationsanlage am Institut für Mikroelektronik Barcelona (IMB-CNM) ist Spaniens größte Forschungseinrichtung ihrer Art und erhielt mehr als 6 Millionen Euro (6,92 Millionen US-Dollar) an Fördermitteln. Ausgestattet für Nanolithografie, Mikroskopie und Metrologie soll sie Arbeiten in den Bereichen Quantencomputing, Kommunikation, Gesundheitswesen, Energie und Sicherheit unterstützen. 

Grundsätzlich verschafft die Investition Spanien zusätzliche Fertigungskapazitäten, während Europa daran arbeitet, seine Basis für Halbleiter- und Quantentechnologien zu stärken.

Im Inneren von Spaniens neuer Anlage zur Quantenfertigung

Der Spanische Nationale Forschungsrat, kurz CSIC, erklärte, die Anlage sei nun die fortschrittlichste des Landes zur Fertigung nanoskaliger Bauelemente und Schaltkreise für Quantentechnologien und fortschrittliche Mikroelektronik. 

CSIC bezeichnete das Projekt als weiteren Schritt zur „Stärkung der spanischen und europäischen Kapazitäten“ und dazu, die Forschung in Richtung von Bauelementen mit potenziellen industriellen Anwendungen voranzutreiben.

Herzstück ist das EBPG 5150Plus, Spaniens fortschrittlichstes Elektronenstrahl-Lithografiesystem

Laut The Quantum Insider umfasst die Anlage außerdem Geräte für Rasterelektronenmikroskopie und Rasterkraftmikroskopie. Damit stehen Forschenden Werkzeuge zur Verfügung, um Strukturen während des gesamten nanoskaligen Fertigungsprozesses herzustellen, zu untersuchen und zu charakterisieren.

Forschende und Technologieorganisationen in Spanien und im Ausland werden Zugang zu den Geräten erhalten, wodurch die Anlage über die eigenen Forschungsprogramme des CSIC hinaus eine umfassendere Rolle einnimmt.

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Barcelona verbindet die spanische Chip-Politik mit EU-Fördermitteln

Diari de Catalunya wies darauf hin, dass die Renovierung im Umfang von mehr als 6 Millionen Euro über Spaniens Ergänzungsplan für Quantenkommunikation und PERTE Chip finanziert wurde, unterstützt durch die Next-Generation-EU-Mittel der Europäischen Union. Eine weitere Erweiterung des Reinraums des IMB-CNM ist mit Unterstützung Kataloniens und des EFRE-Programms der EU für 2021–2027 geplant.

Laut Euronews ist die Anlage in Barcelona Teil einer umfassenderen Initiative zum Ausbau der Quanten- und Halbleiterkapazitäten Spaniens. Der Ergänzungsplan unterstützt Quantentechnologien und eine sichere Kommunikationsinfrastruktur, während PERTE Chip den Schwerpunkt auf Chips, Mikroelektronik und Halbleiter legt.

Die Strategie entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem Europa, die USA und China ihre strategischen Investitionen in die Quantenwissenschaft erhöhen. Die CSIC-Präsidentin Eloísa del Pino hat auf diesen Wettbewerb hingewiesen und zugleich für eine langfristige Struktur zur Stärkung von Spaniens Quantenökosystem.

Was eWeek herausgefunden hat: Spanien baut eine Quantenpipeline auf

Die Eröffnung in Barcelona gewinnt an Bedeutung, wenn man sie im Zusammenhang mit Spaniens umfassenderer Quantenstrategie betrachtet. Statt ausschließlich in Forschung oder ausschließlich in Fertigungswerkzeuge zu investieren, fügt Spanien mehrere Bausteine zusammen, die erforderlich sind, um Technologien in Richtung praktischer Entwicklung.

Investitionsbereich

Was Spanien aufbaut

Warum das wichtig ist

Nanofabrikationsanlage in BarcelonaLithografie, Mikroskopie, Metrologie und fortschrittliche PrototypenfertigungSchafft gemeinsame Fertigungskapazitäten zwischen Grundlagenforschung und der Entwicklung von Prototypen für Bauelemente.
QuARC-CSICEin nationales Quantenforschungszentrum, das CSIC-Forschungsgruppen miteinander verbindetBündelt Forschung, Fachkräfte, Zusammenarbeit und Technologietransfer in einer umfassenderen nationalen Struktur
EU-gestützter AusbauUnterstützung durch Next Generation EU und den EFRE neben spanischen ProgrammenHilft dabei, die Fertigungsinfrastruktur und Forschungskapazitäten über die ursprüngliche Investition von 6 Millionen Euro hinaus auszubauen
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Die Anlage in Barcelona und QuARC-CSIC erfüllen zwei unterschiedliche Aufgaben: Ausstattung und Koordination. Forschende erhalten Zugang zu Werkzeugen für die Entwicklung und Erprobung nanoskaliger Bauelemente, während QuARC-CSIC Fachwissen und Technologietransfer über ganz Spanien hinweg zusammenführt. EU-Fördermittel helfen dabei, diese Kapazitäten weiter auszubauen.

Diese Kombination ist wichtig, weil die Kommerzialisierung von Quantentechnologien mehr als starke Forschungsteams erfordert. Forschende benötigen außerdem gemeinsam genutzte Anlagen, in denen Bauelemente gefertigt, getestet, optimiert und zur industriellen Entwicklung weitergegeben werden können.

Keine einzelne Anlage wird Europas Position im Quantencomputing bestimmen, doch Barcelona schließt eine praktische Lücke zwischen der Laborforschung und der Vermarktung von Hardware.

Spanien ist nicht das einzige Land, das Europas Quanteninfrastruktur ausbaut: IBM und Lockheed Martin bringen ebenfalls eine Installation des Quantum System Two in die Schweiz.


Kezia Jungco

Kezia Jungco is a staff writer with five years of hands-on experience testing and analyzing generative AI platforms, chatbots, and NLP tools. She writes in-depth coverage for both enterprise and consumer audiences, focusing on artificial intelligence, data analytics, CRM solutions, cloud infrastructure, cybersecurity, and emerging tech trends. Her work appears in TechRepublic, eWEEK, Datamation, TechnologyAdvice, and Selling Signals.

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