Starbucks brüht etwas Neues auf.
Am Donnerstag haben Starbucks-Führungskräfte beim Investorentag 2026 einen Hightech-Wendeplan angekündigt: Das Unternehmen erklärte, es „entwickelt derzeit aktiv einen Starbucks-Bestellbegleiter, wie es ihn bisher noch nicht gegeben hat“ für seine mobile App. Ziel ist es, Kunden mithilfe von Eingabeaufforderungen statt starrer Menüs dabei zu helfen, Getränke zu entdecken.
Das Tool sei „dafür konzipiert, Kunden mithilfe natürlicher, intuitiver Eingabeaufforderungen dabei zu helfen, ihr perfektes Getränk zu entdecken“, und werde ihnen außerdem dabei helfen, nahegelegene Filialen zu finden, Bestellungen abzuschließen und reibungslos von der Inspiration bis zur Abholung zu gelangen, so Starbucks.
Die Idee ist, die digitale Bestellung persönlicher wirken zu lassen, unabhängig davon, ob jemand am Tresen, über die App oder unterwegs bestellt.
KI, aber auf den Menschen ausgerichtet
Im Kern betont Starbucks, dass es beim zunehmenden Einsatz von KI nicht darum geht, Baristas zu ersetzen oder das Kaffeehauserlebnis wegzuautomatisieren. Stattdessen stellt das Unternehmen KI als Helfer im Hintergrund dar, der Beschäftigte und Kunden in den wichtigsten Momenten unterstützen soll.
„Bei Starbucks entstehen die wichtigsten Momente durch Menschen. Wir entwickeln KI so, dass sie die menschliche Verbindung im Herzen jedes Kaffeehauses stärkt und nicht ersetzt“, schrieb Bhagyesh Phanse, Starbucks’ SVP and Chief Data & Analytics Officer, in einem Unternehmensbeitrag.
Starbucks verfolgt nach eigenen Angaben einen pragmatischen Ansatz: Wenn KI Partner dabei hilft, ihre Arbeit besser zu erledigen, und das Kundenerlebnis verbessert, wird sie ausgeweitet. Wenn nicht, wendet sich das Unternehmen dem nächsten Thema zu.
KI im Kaffeehaus
Eines der deutlichsten bereits eingesetzten Beispiele ist Green Dot Assist, ein KI-gestütztes Tool , das auf iPads in den Filialen verfügbar ist. Es fungiert als Assistent in Echtzeit für Baristas und hilft ihnen, schnell Antworten auf häufige Fragen zu finden – von Getränkerezepten über Servicestandards bis hin zu Problemen mit der Ausrüstung.
Laut Starbucks verringert dies in Stoßzeiten die Unterbrechungen und hilft Partnern, hinter der Bar selbstsicher und im richtigen Rhythmus zu arbeiten. „Wenn Partner im richtigen Moment Klarheit und Unterstützung erhalten, läuft das gesamte Erlebnis reibungslos“, sagte Phanse.
Das Unternehmen plant außerdem, KI auf seine Geräte und Systeme auszuweiten, um damit frühzeitig Probleme zu erkennen, nächste Schritte zu empfehlen und Ausfallzeiten zu reduzieren – alles mit dem Ziel, dass sich Partner auf die Zubereitung von Getränken und den Kontakt zu Kunden konzentrieren können.
Die Warteschlange auflösen
Um den „Rhythmus“ der Filiale aufrechtzuerhalten, führt Starbucks außerdem die Smart-Queue-Technologie ein. Dieses KI-System reiht Bestellungen aus dem Café, dem Drive-in und der mobilen App in einem einzigen geordneten Ablauf ein.
Das Unternehmen testet sogar ein „freihändiges“ Drive-in-Erlebnis. Dabei wird die Unterhaltung zwischen Barista und Kunde mithilfe natürlicher Sprachverarbeitung abgehört und die Bestellung automatisch in das System eingegeben. Starbucks ist überzeugt, dass dies zu einer schnelleren Übergabe für Kunden und einer ruhigeren Arbeitsumgebung für Partner führt.
Mit Blick auf die Zukunft untersucht das Unternehmen KI-gestützte Prognosen, um sicherzustellen, dass beliebte Produkte bei Bedarf verfügbar sind, sowie datenbasierte Einsatzplanung, die die Personalstärke besser an die lokale Nachfrage anpasst.
Starbucks hat keinen Zeitplan für die Einführung des KI-Bestellbegleiters genannt und lediglich erklärt, dass er sich noch in der Entwicklung befindet.
Während Starbucks KI einsetzt, um Bestellungen zu verbessern und Baristas zu unterstützen, sorgen andere KI-Tools für Kontroversen – etwa xAI’s Grok, das wegen eines KI-generierten Videos mit Prominenten-Anmutung in die Kritik geraten ist sowie umfassendere ethische Bedenken.


