Die moderne IT befindet sich in einem massiven Wandel, insbesondere im Bereich der Datenspeicherung. Die Ergänzung weiterer Cybersicherheitsfunktionen und die Steigerung der Leistung sind für Anbieter von Enterprise-Storage wie IBM wichtige Schritte – insbesondere mit Blick auf ihre bestehende Kundenbasis.
Die jüngsten Erweiterungen, die IBM für sein Storage-Portfolio angekündigt hat, dürften für viele in der IT drängende Fragen beantworten. Sehen wir uns das genauer an.
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IBM Cyber Vault für FlashSystem
IBM Cyber Vault ist ein neues Angebot, das IBM FlashSystem Safeguarded Copies nutzt, um Kopierdaten zu validieren und zu verifizieren, damit die IT weiß, dass sie intakt sind. Safeguarded Copies sind logisch vom Netzwerk getrennte Snapshots des primären FlashSystem-Speichers und liefern unveränderliche, nicht korrumpierbare Datenkopien.
IBM verfügt über eine Reihe von Angeboten im Bereich der Cyberresilienz, darunter den professionellen Service Cyber Resilience Assessment sowie die Softwarelösungen QRadar und Guardian zur Überwachung von Datenbedrohungen durch Systeme und Menschen. Cyber Vault vervollständigt das Portfolio um die Validierung und Verifizierung von Daten.
Cyber Vault ist eine von IBM Labs entwickelte Lösung, die FlashSystem Safeguarded Copies in einer sicheren VM verwendet, um Analysen, Scans sowie Tests und Validierungen durchzuführen und potenziell forensische und diagnostische Services für Safeguard-Daten bereitzustellen.
FlashSystem Safeguarded Copies werden zunächst in eine sichere Cyber-Vault-virtuelle Maschine-Umgebung kopiert. Dort kann die IT die Daten mit beliebigen relevanten Tests überprüfen und validieren. Danach weiß die IT, ob der primäre Speicher (zum Zeitpunkt der Erstellung der Safeguarded Copy) geeignet ist, um eine Wiederherstellung nach einem Cyberangriff durchzuführen.
Cyber Vault könnte auch an einem entfernten Disaster-Recovery-Standort mit repliziertem FlashSystem-Speicher eingesetzt werden. Und da IBM Spectrum-Virtualize-Ziele in Azure unterstützt, könnte der gesamte Prozess in der Microsoft Azure Cloud.
durchgeführt werden. Cyber Vault wurde bereits auf Mainframe-Systemen angeboten, nun ist der Service auch für offene Umgebungen verfügbar, in denen Safeguarded Copies des FlashSystem-Speichers verwendet werden.
Siehe auch: Was ist Datenvisualisierung?
Upgrades für IBM FlashSystem Storage
IBM hat außerdem die neuen Storage-Systeme FlashSystem 9500 und 7300 vorgestellt. Dazu gehören:
- Schnellere Prozessoren – 4 Intel-Ice-Lake-CPUs mit 24 Kernen für das 9500 und 4 Cascade-Lake-CPUs mit 10 Kernen für das 7300-System.
- Neue PCIe-Unterstützung – Gen 4 für das 9500 und Gen 3 für das 7300-System.
- Höhere Kapazitäten – 4,5 PBe (PBe bezeichnet die effektive Kapazität nach der Datenreduktion) in 4U für das 9500 und 2,2 PBe in 4U für das 7300-System.
- Neues Gen3 FlashCore Module (FCM) – von 4,8 TB bis 38,4 TB in einem einzigen Modul und eine Latenz von etwa 70 ms.
All dies bedeutet einen Storage-Zugriff mit geringerer Latenz, mehr Storage-Bandbreite und insgesamt eine um 25–50 % höhere Storage-Leistung gegenüber der vorherigen Generation. Das FlashSystem 9500 bietet außerdem bis zu 48 32GFC-Anschlüsse und ist mit neuen Karten für 64GFC vorbereitet. Die neuen FlashSystem-Systeme ermöglichen einen bis zu 2-mal höheren Lesedurchsatz bei KI- und In-Memory-Datenbank-Workloads, bis zu 50 % mehr Transaktionen pro Sekunde bei der Oracle-Verarbeitung und eine 4-mal bessere Leistung bei Aktivitäten mit VMware Horizon.
IBM hat außerdem die SAN-Volume-Controller-Appliance (SVC) mit zwei Intel-Ice-Lake-CPUs mit 24 Kernen aktualisiert, um die Storage-Virtualisierungsleistung in SVC-Clustern zu steigern.
Siehe auch: IBM weitet die „Tailored Fit“-Preisgestaltung auf Z-Hardware aus
Ein Schub für die Cybersicherheit
Man sieht, wie IBMs Ankündigungen den bisherigen Erfolg zumindest im Bereich Cybersicherheit schrittweise verbessern und darauf aufbauen. Auch die Leistung ist ein wichtiges Wettbewerbsfeld unter allen Storage-Anbietern, das kein Unternehmen lange ignorieren kann. FlashSystem 7300 und 9500 heben all dies erneut auf die nächste Stufe.
Trotz der jüngsten Fortschritte im Quartal hatte IBMs Storage-Geschäft in den vergangenen Jahren zu kämpfen. FlashSystem und SVC sind nicht die einzigen Lösungen in IBMs Storage-Geschäft, und alle spielen eine Rolle dabei, die Entwicklung des Geschäfts zu verändern. Zudem sind die jüngsten Nachrichten erst die erste von vier vierteljährlichen Ankündigungen für IBMs Storage-Geschäft.
Wir würden sehr gerne sehen, wie IBM einige der anderen Anliegen von Unternehmen besser adressieren kann. Zum Beispiel Multi-Cloud und den Weg dorthin. Für viele bedeutet das Kubernetes, Containerisierung und Apps, die überall laufen – überall dort, wo es am sinnvollsten ist: in der Cloud, lokal oder auf der anderen Seite der Welt.
Darüber hinaus zeichnen sich all die neuen KI- und angewandten Datenlösungen ab, die in Unternehmen Einzug halten. Für jeden Storage-Anbieter muss die Frage im Mittelpunkt stehen, wie er zum wichtigsten Speicherlieferanten für diese neuen Anwendungen werden kann.
Wir blicken gespannt auf das zweite Quartal und darüber hinaus, um zu sehen, was IBM ankündigen wird, um bei diesen und den anderen großen Herausforderungen der heutigen IT neue Maßstäbe zu setzen.
Siehe auch: Technologieprognosen für 2022: Cloud, Daten, Cybersicherheit, KI und mehr
Über den Autor:
Ray Lucchesi, President, Silverton Consulting


