Tableau und Spotfire sind beides führende Plattformen für Datenanalyse und Business-Intelligence-Plattformen. Beide wurden von Gartner in seinem aktuellen „Magic Quadrant (MQ) for Analytics and Business Intelligence Platforms“ gut bewertet. Gartner stufte Tableau als Leader und Spotfire als Visionary ein.
BI- und Analyseanwendungen sind stark gefragt, da Unternehmen versuchen, Daten auszuwerten aus riesigen Datenbeständen aus Quellen wie relationalen Datenbanken, Unternehmensanwendungen, unstrukturierten Daten und sozialen Medien. Statt dass ein kleines Team von Data Scientists Daten zerlegt und analysiert, nutzen inzwischen Marketingabteilungen, Geschäftsbereichsleiter, der Vertrieb und die IT Datenanalyse in ihren täglichen Aktivitäten.
Als zwei beliebte Plattformen für Datenanalyse zwingen Spotfire und Tableau Nutzer häufig zu einer Entscheidung. Für und gegen beide Produkte gibt es Argumente. Es ist schwer zu behaupten, dass man mit einer der beiden Entscheidungen etwas falsch machen könnte. Doch welches ist das bessere Datenanalysetool?
Siehe auch: Die besten Tools für Datenanalyse
- Spotfire vs. Tableau: Vergleich der wichtigsten Funktionen
- Ist Spotfire oder Tableau einfacher zu bedienen?
- Spotfire vs. Tableau: Vergleich der Analysefunktionen
- Spotfire vs. Tableau: Vergleich von Cloud- und On-Premises-Lösungen
- Spotfire vs. Tableau: CRM-Vergleich
- Spotfire vs. Tableau: Vergleich der Integrationsherausforderungen
- Wie unterscheiden sich die Preise von Spotfire und Tableau?
- Spotfire vs. Tableau: Das Fazit
Spotfire vs. Tableau: Vergleich der wichtigsten Funktionen
Spotfire ist ein ausgereiftes Produkt mit leistungsstarken Funktionen für Analyse, Dashboards, Visualisierung, Datenaufbereitung und Workflows. Es ermöglicht Nutzern, Data-Science-Verfahren, Geoanalysen und Echtzeit-Streaming-Analysen in leicht verständlichen Darstellungen einzusetzen, und kann automatisch Visualisierungen vorschlagen.
Tableau konzentriert sich stark darauf, Analysen mit KI, Datenmanagement und Zusammenarbeit bereitzustellen. Im Zentrum von Tableau steht eine proprietäre Technologie namens VizQL, die interaktive Datenvisualisierung zu einem integralen Bestandteil des Datenverständnisses macht. Damit unterscheidet sich Tableau deutlich von herkömmlichen Tools, bei denen der Nutzer Daten in Zeilen und Spalten analysieren, eine Teilmenge der darzustellenden Daten auswählen, diese Daten in einer Tabelle organisieren und anschließend aus dieser Tabelle ein Diagramm erstellen muss. VizQL überspringt diese Schritte und erstellt sofort eine visuelle Darstellung, die während der Analyse direktes visuelles Feedback liefert.
Wie sieht es mit den neuesten Funktionen und Aktualisierungen aus? Tableau hat in letzter Zeit Funktionen wie Ask Data in Slack hinzugefügt (Fragen in natürlicher Sprache stellen und automatisch Datenvisualisierungen erhalten), Einstein Discovery in Slack (Vorhersagen im Arbeitsablauf) und Model Builder (gemeinsam mit Einstein prädiktive Modelle erstellen und nutzen).
Zu den neuesten Aktualisierungen für Spotfire gehören eine bessere Oberfläche für Administratoren, die Verfügbarkeit von Datenquellennamen in der Serverdiagnose, die Verbindung zu TIBCO Cloud Data Streams von lokalen Spotfire-Installationen aus, neue Konnektoren (etwa für PostgreSQL, MySQL, Oracle, Amazon Redshift, Apache Spark SQL und SAP HANA), Single Sign-on (SSO) für Datenquellen und weitere Sicherheitsfunktionen.
Sowohl Spotfire als auch Tableau bieten umfassende Funktionen. Der Gewinner hängt daher davon ab, welches Produkt die vom Nutzer konkret gewünschte Funktionalität bietet.
Siehe auch: Trends in der Datenanalyse
Ist Spotfire oder Tableau einfacher zu bedienen?
Beide Plattformen haben eine klare Lernkurve, aber Spotfire scheint etwas einfacher zu bedienen zu sein als Tableau.
Tableau-Nutzer sollten mit der Arbeit mit der Programmiersprache R vertraut sein, die in der statistischen Programmierung und Datenanalyse intensiv eingesetzt wird. Tableau arbeitet jedoch daran, die Bedienung zu vereinfachen. Die KI-gestützten Analysefunktionen senken die Einstiegshürde für Data-Science-Verfahren. Tableau funktioniert sehr gut, wenn Excel- und Statistikdaten als Rohmaterial verwendet werden. Bei anderen Formaten kann die Bedienbarkeit leiden.
Spotfire gilt als einfacher, wenn es darum geht, mehr Nutzern Zugriff auf anspruchsvolle Dashboards und Visualisierungen zu ermöglichen und diese anpassen und verwenden zu lassen. Einige Nutzer bemängeln fehlende Möglichkeiten zur Offline-Datenmodellierung. Für seine Datenvisualisierung.
erhält Spotfire jedoch Bestnoten. Das Fazit: Beide Produkte erfordern gewisse technische Kenntnisse, aber Spotfire ist für ein nichttechnisches Publikum wahrscheinlich etwas einfacher. Für technisch versiertere und fortgeschrittene Nutzer sind beide hervorragend geeignet.
Siehe auch: Die besten Data-Mining-Tools
Spotfire vs. Tableau: Vergleich der Analysefunktionen
Tableau versucht, sich mit einer nach eigenen Angaben intuitiven Analyseerfahrung und umfangreicheren Funktionen auf Basis seiner patentierten VizQL-Engine abzuheben. Es kann Daten live anbinden (Abfragen in der Datenbank ausführen und Ergebnisse in Echtzeit zurückgeben) oder sie im Arbeitsspeicher verarbeiten (Daten aus Quellsystemen in Tableau übernehmen). Dadurch können Nutzer Leistung, Kosten und Aktualität der Daten steuern.
Auch bei Live-Abfragen und Extrakten erzielt Tableau sehr gute Ergebnisse, was Analysten schnellere Abfragen ermöglicht. Durch den Einsatz der R-Sprache ist Tableau bei den statistischen Funktionen der Gewinner.
Auch Spotfire bietet hervorragende Analysefunktionen. Es nutzt maschinelles Lernen, um Daten umzuwandeln und Erkenntnisse zu liefern. Außerdem bietet es erstklassige Funktionen für Visualisierungen, Dashboards und Anpassungen.
Tatsächlich gibt es bei den Analysefunktionen nur wenige Unterschiede zwischen Spotfire und Tableau. Ausschlaggebend könnte der Umgang mit sehr großen Datenmengen sein. Einige Nutzer sagen, Spotfire habe Einschränkungen bei Big Data – die Berichte dazu sind jedoch uneinheitlich. Tableau hat dieses Problem nicht. Bei kleineren Datensätzen könnte Spotfire daher die Nase vorn haben, bei sehr großen Datensätzen liegt Tableau vorn.
Siehe auch: Data-Mining-Techniken
Spotfire vs. Tableau: Vergleich von Cloud- und On-Premises-Lösungen
Spotfire liegt vor Tableau, wenn es um die Cloud geht. Beide Plattformen stammen ursprünglich aus der On-Premises-Welt. Spotfire hat jedoch größere Fortschritte bei der Bereitstellung von Cloud- und Hybridfunktionen gemacht.
Tableau bietet zwar cloudgehostete Lösungen wie Tableau Online und Tableau CRM an, seine Stärke liegt jedoch in On-Premises-Bereitstellungen, und dort befindet sich ein großer Teil seiner umfangreichen installierten Basis. Daher kann es schwierig sein, Tableau-Workloads in der Cloud zu skalieren.
Spotfire vs. Tableau: CRM-Vergleich
CRM und BI gehen oft Hand in Hand. Da Tableau inzwischen Salesforce gehört, bietet es hervorragende Funktionen für Marketing und Unternehmensprodukte. Derzeit wird es in Salesforce Einstein Analytics (bekannt als Tableau CRM) integriert. Eine Dashboard-Erweiterung für Einstein Discovery bringt beispielsweise die Funktionen zur prädiktiven Modellierung von Einstein in Tableau.
Spotfire bietet Vertriebs- und Marketingteams zahlreiche hervorragende Visualisierungen und Dashboards. Bei CRM geht es jedoch nicht weiter. Dafür ist es auf eine gute Integration mit CRM-Systemen von Drittanbietern ausgelegt. Unabhängig davon, ob Sie Salesforce, Microsoft Dynamics CRM oder ein anderes CRM-System verwenden: Spotfire kann es integrieren.
Insgesamt gewinnt Tableau in dieser Kategorie, da es CRM in einem Paket bereitstellen kann. Für Nutzer außerhalb des Salesforce-Universums bietet Spotfire jedoch eine gute Alternative.
Siehe auch: Die besten Tools für Datenvisualisierung
Spotfire vs. Tableau: Vergleich der Integrationsherausforderungen
Tableau ist mit der Integration in Salesforce vollauf beschäftigt. Dadurch entsteht eine etwas fragmentierte Erfahrung zwischen Einstein Analytics und Tableau, doch bei der Zusammenführung beider Lösungen werden stetige Fortschritte erzielt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis diese Probleme gelöst sind. Infolgedessen werden Salesforce-Kunden Tableau angeboten – und umgekehrt.
Spotfire wiederum ist gerade dabei, die BI-Plattform von Information Builders in die eigene Plattform zu integrieren. Das wird Zeit benötigen, langfristig aber zusätzliche Funktionalität bringen. Erste Früchte trägt dies bereits, wie die jüngsten Aktualisierungen der Plattform zeigen.
Darüber hinaus verfolgt Spotfire eine fortlaufende Vision hyperkonvergierter Analysen. Einige Nutzer merkten an, dass die technischen Möglichkeiten bislang nicht mit dem Hype mithalten. Das Unternehmen arbeitet jedoch intensiv daran, die Lücke durch eine engere Integration zu schließen.
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Wie unterscheiden sich die Preise von Spotfire und Tableau?
Tableau gilt als teuer. Schätzungen zufolge belaufen sich die Kosten für eine solide Analysefunktionalität auf etwa 75 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Wer jedoch nur mit einigen grundlegenden Dashboards interagieren möchte, kann Tableau deutlich günstiger erhalten. Die Ergänzung um Tableau CRM zu einem Listenpreis von bis zu 150 US-Dollar pro Nutzer und Monat bedeutet allerdings, dass die neuen Funktionen und die Salesforce-Integration nicht günstig sind.
Auch Spotfire genießt beim Thema Preise und Vertragsverhandlungen keinen guten Ruf. Das Unternehmen veröffentlicht keine Preise online. Es scheint jedoch unterschiedliche Preise für Analysten, Business-Autoren und Nutzer von Analysedaten zu geben. Diese reichen von 25 US-Dollar pro Nutzer und Monat bis zu 125 US-Dollar pro Monat. In dieser Kategorie sollten Nutzer die Preise für ihre spezifischen Umgebungen prüfen. In manchen Fällen wird Tableau gewinnen, in anderen ist Spotfire günstiger. Insgesamt wirkt die Lizenzierung von Spotfire komplexer. Das Unternehmen berechnet außerdem Gebühren für die Integration mit anderen Plattformen.
Siehe auch: Trends im Echtzeit-Datenmanagement
Spotfire vs. Tableau: Das Fazit
Tableau kann auf eine fanatische Nutzerbasis und eine äußerst loyale Nutzergemeinschaft verweisen. Die Nutzerkonferenzen ziehen große Menschenmengen an. Auch die Popularität von Tableau wächst, teilweise durch die Verbreitung einer kostenlosen Plattform namens Tableau Public. Dort können Nutzer Datenvisualisierungen online teilen und erkunden. Die Plattform enthält mehr als 3 Millionen interaktive Visualisierungen. Das größte Lob für seinen Funktionsumfang erhält Tableau jedoch in den Märkten für Data Scientists, Analysespezialisten und Power-User.
Auch TIBCO Spotfire verfügt über eine loyale Anhängerschaft unter Data Scientists und Power-Usern. Besonders stark ist die Plattform in den Bereichen Life Sciences, Hightech-Fertigung, Transport und Logistik sowie Energie. Außerhalb seiner installierten Basis fehlt es Spotfire jedoch an Marktdynamik. Laut Gartner wird Spotfire in Umfragen dazu, wer sich um verschiedene Projekte bewirbt, nur selten genannt. In den Branchen, in denen Spotfire stark ist, liegt es wahrscheinlich knapp vor Tableau. Für andere Branchen könnte Tableau jedoch die bessere Wahl sein.
Siehe auch: Die beste Business-Intelligence-Software


