Die Pandemie hat die Art und Weise, wie wir arbeiten, für immer verändert. Während sich die Welt auf eine „neue Normalität“ vorbereitet – angetrieben durch die digitale Transformation –, bereiten sich Unternehmen auf eine weitere Transformation des Arbeitsplatzes vor. Der physische Arbeitsplatz spielt dabei eine große Rolle und verändert sich als Reaktion auf die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeiter radikal.
Eine aktuelle Umfrage unter mehr als 1.000 Entscheidungsträgern aus Unternehmen mit einem Umsatz von über 1 Milliarde US-Dollar in verschiedenen Branchen untersuchte deren Umgang mit dem neuen Arbeitsplatz nach der Pandemie. Da 84 % der Unternehmen damit rechneten, bis zum 3. Quartal 2021 zumindest teilweise ins Büro zurückzukehren, ist es wichtiger denn je, die langfristigen Auswirkungen von COVID zu verstehen. Die Umfrage untersuchte die Auswirkungen des vergangenen Jahres auf den Arbeitsplatz sowie Trends, mit denen Organisationen in den kommenden Jahren rechnen können.
Hier sind fünf Ergebnisse der Umfrage, die Organisationen dabei helfen sollen, strategische Entscheidungen darüber zu treffen, in welche geeigneten Tools sie investieren, um ihre Arbeitsplatzvision zu unterstützen.
1. Hybridarbeit ist der neue Standard
Von den Organisationen, die ins Büro zurückkehren, werden 74 % der Unternehmen ein hybrides Arbeitsmodell nutzen – eine Mischung aus Remote-Arbeit und Arbeit im Büro. Diese Form des flexiblen Arbeitens nahm bereits in den vergangenen Jahren zu, da technologische Fortschritte Wissensarbeitern das Arbeiten abseits ihres Schreibtischs erleichterten. In einer Welt nach der Pandemie ist Hybridarbeit der neue Standard.
2. Sicherheit hat höchste Priorität
Unabhängig davon, ob und wann sie ins Büro zurückkehren wollen, hat Sicherheit für 75 % der Unternehmen höchste Priorität. Sicherheit umfasst dabei sowohl den Arbeits- und Gesundheitsschutz als auch das Wohlbefinden, einschließlich Umweltgefahren und Arbeitsbedingungen.
Bei der Planung ihrer Strategie für die Rückkehr ins Büro achten Unternehmen besonders sorgfältig auf die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter. Die befragten globalen Unternehmen schenken der sozialen Distanzierung, der Reinigung und Desinfektion von Arbeitsbereichen sowie der Kommunikation über Veränderungen am Arbeitsplatz proaktiv große Aufmerksamkeit.
3. Zusammenarbeit ist entscheidend, und Mitarbeiter brauchen Flexibilität
Eine effektive Kommunikation zwischen verteilten Teams wird zunehmend wichtiger, da Unternehmen globaler und komplexer werden. Da der Bedarf an Zusammenarbeit gestiegen ist, erhöhen Unternehmen auch ihre Investitionen in virtuelle Kollaborationstools.
Tatsächlich haben 73 % der Unternehmen in mehr als ein Kollaborationstool investiert, wobei mindestens eines davon Videokonferenzen ermöglicht.
4. Investitionen in Smart-Building-Technologie nehmen zu
Im vergangenen Jahr und darüber hinaus haben Unternehmen ihren Talentpool über Kandidaten hinaus erweitert, die in der Nähe bestehender Bürostandorte leben. Anpassungen am bestehenden Portfolio vorzunehmen, ist jedoch möglicherweise nicht ganz unkompliziert. Da derzeit ein Mietermarkt herrscht und sich die durchschnittlichen Mietvertragslaufzeiten auf drei bis fünf Jahre belaufen, haben Unternehmen möglicherweise trotz der Notwendigkeit nicht die Möglichkeit, Teile ihres Portfolios zu reduzieren.
Ein diversifiziertes Portfolio beizubehalten, wird einem Unternehmen jedoch zum Vorteil gereichen. Im Jahr 2021 hatten 72 % der Unternehmen zusätzlich zu ihren eigenen Immobilien in mindestens eine weitere Immobilienart investiert, darunter Mietobjekte, Untermietflächen, Coworking, flexible Flächen oder ein Satellitenbüro. Wenn sich Mitarbeiterzahl und Umsatzwachstum verändern, wird eine vielfältige Mischung von Immobilien entscheidend sein.
5. Gewerbeimmobilien wachsen
65 % der Unternehmen investieren in Tools zur Optimierung des Arbeitsplatzes, um einen optimalen Arbeitsplatz zu schaffen. Besprechungsraum-Buchungssysteme und Stehschreibtische sind die beliebtesten Investitionen; 45 % der Unternehmen investieren in mindestens eine dieser beiden Lösungen.
Allerdings verfolgen nur 24 % der Unternehmen diese Veränderungen durch die Investition in Belegungssensoren, die eine Neugestaltung von Flächen durch einen stärker datengetriebenen Ansatz tatsächlich ermöglichen könnten. Unternehmen aus der Technologiebranche tätigen diese Investition am ehesten.
Auf dem Weg zu einer neuen Büroerfahrung
Der Arbeitsplatz entwickelt sich kontinuierlich weiter. Wenn Mitarbeiter in unterschiedlichem Umfang in die Unternehmensbüros zurückkehren, werden Führungskräfte besser einschätzen können, welche Tools ihre Mitarbeiter benötigen, um in ihrem Arbeitsplatzökosystem erfolgreich zu sein.
Dazu gehören ihre physischen, virtuellen und kulturellen Umgebungen. Organisationen konzentrieren sich zunehmend auf die Datenerfassung, um ihre Geschäftsziele zu erreichen und die Sicherheit und Produktivität ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten. Benchmarking, strategische Planung und Investitionen in innovative Produkte werden dabei eine zentrale Rolle spielen.
Über den Autor:
Dan Ryan, Mitbegründer und CEO, VergeSense


