Präsident Joe Biden hat am Dienstag eine Executive Order unterzeichnet, um die Entwicklung der KI-Infrastruktur in den Vereinigten Staaten zu beschleunigen. Die Richtlinie soll den erheblichen Energiebedarf von KI-Rechenzentren bewältigen, indem sie den Bau groß angelegter Anlagen ermöglicht, die mit sauberen Energiequellen betrieben werden. Die KI-Technologie, die von fortschrittlichen Chatbots bis hin zu militärischen Anwendungen alles antreibt, erfordert enorme Rechenleistung – und damit gewaltige Mengen an Strom.
Ein aktueller Bericht zeigt, dass KI-Rechenzentren bis zu 12 Prozent des Stroms der Nation bis 2028 verbrauchen könnten. Angesichts dieser Herausforderung hat die Biden-Regierung einen Plan vorgelegt, um den Energiebedarf dieser Anlagen zu decken, ohne Verbraucher zu belasten oder Umweltstandards zu gefährden. „Wir werden nicht zulassen, dass Amerika beim Ausbau der Technologie, die die Zukunft bestimmen wird, abgehängt wird“, sagte Biden in einer Erklärung. „Ebenso wenig sollten wir dafür wichtige Umweltstandards und unsere gemeinsamen Bemühungen zum Schutz von sauberer Luft und sauberem Wasser opfern.“
Bundesland für das KI-Wachstum verpachten
Bidens Executive Order weist das DoD und das DOE an, Bundesgelände für Rechenzentren und Anlagen für saubere Energie im Gigawatt-Maßstab zu verpachten. Die Behörden sollen Standorte auswählen, die Zugang zu Übertragungsinfrastruktur mit hoher Kapazität bieten, und die Umweltauswirkungen minimieren. Um den Prozess zu beschleunigen, wird die Regierung „kategorische Ausnahmen“ nutzen, um Umweltprüfungen zu verkürzen. Dadurch sollen Genehmigungen für Projekte beschleunigt werden, die keine erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Entwickler, die diese Standorte pachten, müssen die Anlagen auf eigene Kosten finanzieren, bauen und betreiben. Dazu gehört auch der Aufbau sauberer Energiequellen, die den vollständigen Strombedarf der Rechenzentren decken. Das Innenministerium wird außerdem Bundesland identifizieren, das sich für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien wie Geothermie und Kernenergie eignet, um die KI-Infrastruktur zu unterstützen.
Entwickler, die auf Bundesgelände bauen, müssen einen „angemessenen Anteil“ in den USA gefertigter Halbleiter erwerben. Damit soll die laufende Investition der Biden-Regierung in die heimische Chipproduktion unterstützt werden. Diese Vorgabe steht im Einklang mit der Subvention des Weißen Hauses in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung der Halbleiterfertigung in den USA.
Einige Befürworter warnen, dass dies die lokalen Stromnetze belasten oder die Energiekosten für Verbraucher erhöhen könnte. Die Regierung betont, dass die Entwickler sämtliche Bau- und Betriebskosten tragen werden, sodass Steuerzahler nicht zusätzlich belastet werden.
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