ByteDance und MPA schließen nach dem Seedance-Gegenwind KI-Urheberrechtsvereinbarung

A woman using Seedance 2.0 on her laptop.

ByteDance, MPA reach deal to strengthen AI copyright protections. Image: Generated via Google’s Nano Banana

Verfasst von
Aminu Abdullahi
Aminu Abdullahi
Aug 19, 2026
3 minute read
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ByteDance und Hollywood sind von einer Urheberrechtskonfrontation zu einem unwahrscheinlichen KI-Waffenstillstand gelangt.

Das Unternehmen und die Motion Picture Association haben am Montag eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Urheberrechtsschutz in den KI-Tools des chinesischen Unternehmens zur Video- und Bilderzeugung stärken soll.

Die Absichtserklärung umfasst Seedance, ByteDance’ Videogenerierungsmodell, und Seedream, sein Modell zur Bilderzeugung. Die Tools sind über Kreativplattformen wie Dreamina verfügbar.

Die Vereinbarung folgt auf die Forderung der MPA vom Februar, dass ByteDance die mutmaßliche Rechtsverletzung einstellen solle, nachdem Hollywood-Verbände Bedenken geäußert hatten , dass Seedance 2.0 urheberrechtlich geschützte Figuren und die Abbildungen von Schauspielern ohne Genehmigung reproduzieren könnte. Der Streit wurde besonders sichtbar, nachdem Kreative Seedance nutzten, um KI-generierte Versionen von Szenen und Prominenten zu erstellen, darunter laut Variety.

sagte MPA Chairman and CEO Charles Rivkin: „Die heutige Vereinbarung veranschaulicht unsere Überzeugung, dass das Urheberrecht ein Grundpfeiler der Film- und Fernsehbranche ist – und bekräftigt unser Engagement für den Schutz kreativer Inhalte“, berichtete Variety.

Was sich geändert hat

ByteDance erklärte, neuere Versionen von Seedance und Seedream verfügten über stärkere Schutzmaßnahmen für geistiges Eigentum. Das Unternehmen und die MPA erklärten, sie würden ihre Zusammenarbeit fortsetzen, während sich die KI-Technologie weiterentwickelt.

ByteDance General Counsel John Rogovin sagte laut Variety: „ByteDance respektiert die Rechte an geistigem Eigentum, auf denen Kreativbranchen weltweit aufbauen, und wir sind überzeugt, dass verantwortungsvolle Innovation im Bereich KI Hand in Hand mit einem wirksamen Schutz der Rechteinhaber geht.“

Die Unternehmen haben jedoch nicht offengelegt, welche konkreten Schutzmaßnahmen in der Vereinbarung enthalten sind. Damit bleibt eine wichtige Frage unbeantwortet: Wie wirksam werden die neuen Schutzmaßnahmen verhindern, dass urheberrechtlich geschützte Figuren, Abbildungen und anderes geschütztes Material in KI-generierten Inhalten?

Hollywood erhält einen Platz am Tisch

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Die Vereinbarung ist ein Beispiel dafür, wie Hollywood neben rechtlichen Schritten und öffentlichem Druck eine direkte Zusammenarbeit anstrebt. Statt sich ausschließlich auf Klagen oder Abmahnungen zu verlassen, arbeitet die MPA nun direkt mit einem großen KI-Entwickler zusammen, um Schutzmaßnahmen zu etablieren.

Das könnte zu einem nützlichen Modell für andere KI-Unternehmen und Unterhaltungsverbände werden. Studios wollen mehr Kontrolle darüber, wie ihr geistiges Eigentum genutzt wird, während KI-Unternehmen Zugang zu leistungsfähigen Kreativtools und einem großen Publikum benötigen. Für ByteDance könnten stärkere Schutzmaßnahmen zudem die rechtlichen und reputationsbezogenen Risiken verringern, da KI-generierte Videos auf seinen Plattformen immer häufiger genutzt werden.

Die Grenzen des Waffenstillstands

Die Vereinbarung scheint nicht jeden Urheberrechtsstreit im Zusammenhang mit generativer KI beizulegen. Die MPA hatte zuvor nicht nur Bedenken darüber geäußert, was Seedance produziert, sondern auch darüber, ob urheberrechtlich geschütztes Material zum Training der Technologie verwendet wurde.

Die neue Vereinbarung befasst sich in erster Linie mit Schutzmaßnahmen rund um die Nutzung der Modelle, während die Unternehmen nur wenige öffentliche Details dazu bereitgestellt haben, wie diese Schutzmaßnahmen funktionieren. Damit wird die Durchsetzung zum eigentlichen Prüfstein. Ein freiwilliger Rahmen kann offensichtliche Fälle nicht autorisierter Inhalte reduzieren, löst aber nicht automatisch den größeren Streit über Trainingsdaten, Lizenzierung oder Vergütung.

Mehr lesen: Während Hollywood von KI-Entwicklern stärkeren Urheberrechtsschutz fordert, sagt Netflix, generative KI sei bereits bei etwa 300 seiner Veröffentlichungen eingesetzt worden – ein Zeichen dafür, wie tief die Technologie bereits in die Produktion von Mainstream-Filmen und -Fernsehsendungen vordringt.


Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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