Samsungs nächste Galaxy Watch soll als ausdauernderer und präziserer Gesundheitsbegleiter positioniert werden, doch die Argumente für ein Upgrade sind noch unvollständig. Samsung hat nicht gesagt, welche Funktionen neue Hardware erfordern oder welche per Software auf neuere Uhren kommen werden.
Das Unternehmen dürfte die Galaxy Watch 9 am 22. Juli beim Galaxy Unpacked in London vorstellen. Akkukapazität, Laufzeit, Änderungen an den Sensoren und die Kompatibilität mit der Galaxy Watch 7 und Watch 8 sind weiterhin unbestätigt.
Samsung liefert mehr Kontext zu Gesundheitsdaten
In einer Vorschau auf seine nächste Uhr vom 14. Juli erklärte Samsung, neue interne Komponenten würden die Akkulaufzeit, die Messgenauigkeit und die kontinuierliche Gesundheitsüberwachung verbessern. Für diese Aussagen fehlen jedoch noch unterstützende technische Daten und unabhängige Tests.
Bei der Software wurde Samsung konkreter. Die Ankündigung von Samsung Health im Juni erläuterte Vitals, den Herzgesundheits-Score, die tägliche Cardio-Belastung und den Fitness-Index.
Vitals vergleicht Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Atemfrequenz, Hauttemperatur und Blutsauerstoff mit dem nächtlichen persönlichen Ausgangswert des Trägers. Der Herzgesundheits-Score kombiniert Daten zu Schlaf, Stress, Aktivität und Körperzusammensetzung, während die tägliche Cardio-Belastung die kardiovaskuläre Beanspruchung im Verhältnis zur Trainingskapazität bewertet.
Die Plattform kann außerdem Messwerte kompatibler Glukosemessgeräte anzeigen, wobei die Daten jedoch vom verbundenen Sensor und nicht von der Uhr stammen. Samsung forscht weiterhin an einer nichtinvasiven Blutzuckermessung, hat diese Funktion für die Galaxy Watch 9 jedoch nicht angekündigt.
Auch Samsungs Gesundheitsangebot in den USA verändert sich. Laut einem In-App-Hinweis von Samsung Health , über den Android Central berichtet hat, wird Vascular Load im Juli 2026 für Nutzer in den USA mit Samsung Health 7,0 und One UI 9 Watch entfernt. Die Funktion der Galaxy Watch 8 analysiert nächtliche Messwerte zum Blutfluss und zur Gefäßsteifigkeit, um die kardiovaskuläre Belastung zu schätzen. Samsung hat den Rückzug nicht öffentlich erklärt, der Hinweis besagt jedoch, dass Nutzer ihre historischen Daten exportieren können.
Blood Pressure Trends soll das Update voraussichtlich begleiten. Berichten zufolge ist dafür alle 28 Tage eine Kalibrierung mit einer separaten Oberarmmanschette erforderlich; die Funktion ist für allgemeines Wohlbefinden und nicht für medizinische Diagnosen gedacht.
Fragen zu Akkulaufzeit und Kompatibilität bleiben offen
Samsung hat nicht angegeben, welche Funktionen neue Sensoren oder zusätzliche Rechenhardware benötigen. Diese Unsicherheit betrifft auch Organisationen, die Samsung-Wearables für Programme zum Mitarbeiter-Wohlbefinden, Forschungspilotprojekte oder den Einsatz verwalteter Geräte prüfen, da die Funktionsunterstützung je nach Hardwaregeneration, Region und verbundenem Smartphone variieren kann. Besitzer der Watch 8 haben möglicherweise wenig Grund für ein Upgrade, wenn die wichtigsten Neuerungen über Samsung Health bereitgestellt werden und das neue Modell nur geringe Verbesserungen bei Akkulaufzeit oder Genauigkeit bringt.
Für Besitzer der Watch 7 besteht eine größere Lücke von zwei Generationen, doch auch sie benötigen direkte Vergleiche. Samsung hat weder die Laufzeit noch die Ladegeschwindigkeit oder Leistungssteigerungen gegenüber einem der beiden bestehenden Modelle offengelegt.
Die Akkulaufzeit könnte das deutlichste Unterscheidungsmerkmal sein. Nächtliche Ausgangswerte und die kontinuierliche Überwachung verlieren an Nutzen, wenn die Uhr zum Aufladen häufig abgenommen werden muss. Daher benötigt Samsungs Aussage Angaben zur Nutzungsdauer in Stunden sowie Tests mit aktivierter kontinuierlicher Überwachung.
Die Verfügbarkeit kann außerdem je nach Land, Uhr und verbundenem Smartphone variieren. Ähnliche Einschränkungen betreffen den sich entwickelnden Gesundheitsmarkt für Smartwatches, in dem Sensorgenauigkeit, Vorschriften für Medizinprodukte und zusätzliche Hardware bestimmen können, welche Funktionen die Nutzer erreichen. Die geplante Entfernung von Vascular Load in den USA zeigt, dass sich die Verfügbarkeit auch nach dem Launch ändern kann.
Aktuelle Besitzer sollten vor einem Upgrade Samsungs technische Daten und Kompatibilitätsdetails vom 22. Juli abwarten. Hardwareexklusive Funktionen, gemessene Verbesserungen bei der Akkulaufzeit und die langfristige Unterstützung der Funktionen werden darüber entscheiden, ob die Galaxy Watch 9 ein bedeutendes Plattform-Upgrade oder hauptsächlich eine Software-Aktualisierung ist.
Mehr dazu: Sehen Sie, welche Wearables derzeit Blutzuckerdaten anzeigen können und welche versprochenen Funktionen sich noch in der Entwicklung befinden.


