Die Seoul National University baut ein Robotikinstitut rund um eine einfache Frage auf: Kann physische KI den Sprung von Labordemos in den Alltag schaffen?
Universitätsvertreter eröffneten das Robotikinstitut am 18. Aug. offiziell auf dem Gwanak-Campus in Seoul. Langfristige staatliche Unterstützung gibt dem Institut die Zeit, über die Gründung hinaus an physischer KI zu forschen.
Die Forschenden müssen nun beweisen, ob die Verbindung von Robotik mit Medizin und Kommerzialisierung Maschinen hervorbringen kann, die Menschen tatsächlich nutzen werden.
Forschung bekommt einen Weg außerhalb des Campus
Mehr als 80 Professoren sind beteiligt, außerdem verfügt das Institut über eigenes technisches Personal. Das SNU Hospital soll Tests und Schulungen für tragbare und medizinische Projekte unterstützen.
Auch die Studierenden sollen an realen Robotersystemen arbeiten. Forschende, die kommerzielle Produkte entwickeln, können auf Unterstützung bei Start-ups und beim Aufbau von Unternehmen zurückgreifen. Die staatliche Förderung gibt diesen Plänen Zeit zur Entwicklung.
Südkoreas Programm NRL 2.0 kann bis zu zehn Jahre lang jährlich rund 10 Milliarden Won (7,2 Millionen US-Dollar) bereitstellen. Cho Kyu-jin, der Direktor des Instituts, sagte gegenüber Seoul Economic Daily , dass Besuche in Boston und im Silicon Valley seine Vorstellung davon geprägt hätten, wie Forschung, Talente und Unternehmertum unter einer Organisation zusammenwirken könnten.
Intelligenz rückt näher an den Roboter
Die Pläne der Universität für die Forschung konzentrieren sich auf menschenzentrierte physische KI, einschließlich der Entwicklung von Roboterkörper und -intelligenz als Teilen desselben Systems. Ein Bereich ist die verteilte Intelligenz, bei der Teile eines Roboters bestimmte Informationen lokal verarbeiten können, anstatt jede Entscheidung über ein zentrales System zu leiten.
Lokale Verarbeitung könnte Verzögerungen verringern, während Maschinen auf sich verändernde Umgebungen reagieren. Ähnliche Arbeiten zur Entwicklung physischer KI befassen sich mit einer grundlegenden Herausforderung. Software kann auf einem Bildschirm gute Leistungen erbringen, während Roboter reale Räume wahrnehmen und auf sie reagieren müssen.
Zu den geplanten Anwendungen gehören Begleitroboter, tragbare Systeme und Maschinen für Diagnose oder Behandlung im Körper. Der Fortschritt wird weiterhin stark von der Hardware abhängen, darunter Roboterhände mit präziser Steuerung.
Studierende und Unternehmen brauchen Belege außerhalb des Labors
Südkoreanische Studierende, die eine Laufbahn in der Robotik erwägen, sollten auf Zugangsmöglichkeiten statt auf die Zahl der Lehrkräfte achten. Sie sollten fragen, ob Kurse fachbereichsübergreifend angelegt sind und ob studentische Prototypen klinische oder industrielle Testumgebungen erreichen.
Hersteller und Krankenhäuser sollten das Institut an seinem Einsatz in der Praxis messen. Sie sollten Betriebsteams frühzeitig in Gespräche über Pilotprojekte einbeziehen und herausfinden, wie sich Prototypen in bestehenden Arbeitsabläufen bewähren. Jüngste Tests mit mehreren Robotern in Lagerhäusern im Land bieten ein Beispiel für die Komplikationen, die auftreten, sobald Roboter kontrollierte Vorführungen verlassen.
Auch Arbeitgeber sollten Beschäftigte frühzeitig einbeziehen. Beschäftigte von Hyundai haben bereits Schutzmaßnahmen für den künftigen Einsatz humanoider Roboter gefordert, wodurch die Personalplanung schon vor einer breiten Einführung Teil des Robotikdiskurses wird.
Der eigentliche Maßstab für SNU setzt nach dem Durchschneiden des Eröffnungsbands an. Beobachten Sie, ob aus Prototypen Produkte werden und ob koreanische Unternehmen sie nach dem Ende der Pilotprogramme weiter einsetzen.
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