Apple Simplifies EU App Store Fees, but Developers Face New Tradeoffs

Apple App Store on iPhone illustrating Apple EU App Store fees and alternative app distribution rules

Apple’s revised EU App Store terms introduce a simpler fee structure while expanding payment and distribution options for developers. Image: Apple

Verfasst von
eWEEK Staff
eWEEK Staff
Aug 23, 2026
3 minute read
eWeek Inhalte und Produktempfehlungen sind redaktionell unabhängig. Wir können Geld verdienen, wenn Sie auf Links zu unseren Partnern klicken. Mehr erfahren

Apple vereinfacht die Kosten für den Vertrieb außerhalb seines App Store in Europa. Am 18. August kündigte das Unternehmen neue Geschäftsbedingungen für Apps an, die in der Europäischen Union vertrieben werden. Dabei werden mehrere sich überschneidende Gebühren durch ein einheitliches Modell ersetzt, das am 1. Oktober 2026 in Kraft tritt.

Die Änderungen schaffen die Core Technology Fee aus Apples bisherigen alternativen EU-Geschäftsbedingungen ab und ersetzen sie durch eine Provision von 5 % auf abgedeckte digitale Transaktionen für Apps, die außerhalb des App Store vertrieben werden. Apple ändert außerdem die Provisionen für Zahlungen im App Store und gibt Entwicklern mehr Flexibilität bei der Verteilung ihrer Apps und beim Einziehen von Zahlungen.

Die aktualisierten EU-Geschäftsbedingungen schaffen außerdem Apples Initial Acquisition Fee und Store Services Fee ab. Mehr Flexibilität bringt jedoch auch Abwägungen mit sich: Wenn der Handel aus Apples Systemen herausverlagert wird, können Steuer-, Melde-, Zahlungsabwicklungs- und Kundensupport-Verantwortlichkeiten auf die Entwickler übergehen.

Apple verfolgt in den USA einen anderen Ansatz, wo das Unternehmen die gerichtliche Genehmigung anstrebt, um Gebühren auf Käufe zu erheben, die über externe App-Links getätigt werden. Die unterschiedlichen Ansätze zeigen, wie stark die wirtschaftlichen Bedingungen des App Store zunehmend vom jeweiligen Markt abhängen.

Apples neue Gebührenstruktur in der EU

Nach Apples Zahlungsregeln in der EU fällt auf Käufe über Apple In-App Purchase eine Provision von 26 % an. Für alternative In-App-Zahlungsabwicklungen gilt eine Provision von 20 %, während qualifizierte Käufe, die nach dem Folgen eines anklickbaren Links außerhalb der App getätigt werden, mit 15 % berechnet werden.

Die reduzierten Sätze betragen 15 % für Apple In-App Purchase und 10 % für alternative Zahlungsabwicklungen oder qualifizierte Angebote außerhalb der App. Sie gelten für berechtigte Entwickler in Programmen wie Apples Small Business-, Mini Apps Partner- und Video Partner-Programmen sowie für qualifizierte automatisch verlängernde Abonnements nach ihrem ersten Jahr.

Für Apps, die über einen alternativen App-Marktplatz oder direkt über die Website eines Entwicklers vertrieben werden, fällt dagegen eine Core Technology Commission von 5 % auf abgedeckte Verkäufe kostenpflichtiger Apps sowie digitaler Waren oder Dienstleistungen an.

Advertisement

Alternative Zahlungsmethoden verlagern einen größeren Teil der betrieblichen Arbeit auf die Entwickler. Sie müssen Apple relevante Transaktionen melden, die anfallenden Steuern auf extern abgewickelte Verkäufe übernehmen und sich um Themen wie Rückerstattungen und Abonnements kümmern, die Apple ansonsten unterstützen würde.

Entwickler müssen ihre gewählte Kombination aus Apple In-App Purchase, alternativer Zahlungsabwicklung und qualifizierten Angeboten außerhalb der App außerdem grundsätzlich 12 Monate lang in den EU-Schaufenstern einheitlich beibehalten. Das schränkt ein, wie schnell Unternehmen eine Zahlungsstrategie umkehren können, wenn sich deren wirtschaftliche Grundlage oder Umsetzung als nachteilig erweist.

Alternative Distribution wird weiter geöffnet

Apple weitet außerdem den Zugang zum alternativen Vertrieb aus. Nach seinen Voraussetzungen für die Berechtigung von Marktplätzen können sich Organisationen unter anderem über den Status als börsennotiertes Unternehmen, qualifizierte Wagniskapitalfinanzierung, eine genehmigte Finanzprüfung, ein Standby-Akkreditiv über 1 Million US-Dollar oder mehr als eine Million Erstinstallationen pro Jahr weltweit qualifizieren. Auch qualifizierte staatliche Einrichtungen, Bildungseinrichtungen und gemeinnützige Organisationen können berechtigt sein.

Die Änderungen folgen auf jahrelangen Druck im Rahmen des Digital Markets Act. Im April 2025 verhängte die Europäische Kommission eine Geldstrafe von 500 Millionen Euro gegen Apple nachdem sie festgestellt hatte, dass Apples App-Store-Regeln Entwickler daran hinderten, Nutzer vollständig zu alternativen Angeboten zu leiten.

Der Streit geht über die Gebühren des App Store hinaus. Apple hat Siri AI auf iPhones und iPads in der EU wegen Meinungsverschiedenheiten über den DMA verzögert, während europäische Behörden Apples Auslegung des Gesetzes angefochten haben. Apple-CEO Tim Cook führte im Juli außerdem Gespräche mit EU-Vertretern über den DMA während beide Seiten ihre Verhandlungen fortsetzten.

Für Unternehmen, die Apps in Europa vertreiben, sind niedrigere Provisionen nur ein Teil der Rechnung. Kosten für Zahlungsabwicklung, Compliance, Berichterstattung und Support werden mitbestimmen, ob die Verlagerung eines größeren Teils des Handels aus Apples Ökosystem tatsächlich zu nennenswerten Einsparungen führt.

Mehr dazu: Der DMA gestaltet auch andere mobile Plattformen neu; EU-Regulierungsbehörden drängen ebenfalls auf Änderungen, die Android für konkurrierende KI-Assistenten öffnen könnten.

.

eWeek Logo

eWeek has the latest technology news and analysis, buying guides, and product reviews for IT professionals and technology buyers. The site's focus is on innovative solutions and covering in-depth technical content. eWeek stays on the cutting edge of technology news and IT trends through interviews and expert analysis. Gain insight from top innovators and thought leaders in the fields of IT, business, enterprise software, startups, and more.

Eigentum von TechnologyAdvice. © 2026 TechnologyAdvice. Alle Rechte vorbehalten

Werbetreibenden-Offenlegung: Einige der auf dieser Website erscheinenden Produkte stammen von Unternehmen, von denen TechnologyAdvice eine Vergütung erhält. Diese Vergütung kann beeinflussen, wie und wo Produkte auf dieser Website erscheinen, einschließlich beispielsweise der Reihenfolge, in der sie erscheinen. TechnologyAdvice schließt nicht alle Unternehmen oder alle auf dem Marktplatz verfügbaren Produkttypen ein.