Feuerwehrleute, die in brennende Gebäude eilen, könnten schon bald Unterstützung bekommen, die niemals müde wird, in Panik gerät oder zu Atem kommen muss.
Die Hyundai Motor Group erklärt, dass sie vier unbemannte Löschroboter an die südkoreanische Nationale Feuerwehrbehörde gespendet hat, die für die ferngesteuerte Brandbekämpfung und Sucharbeiten in „Hochrisikoumgebungen“ entwickelt wurden. Wenn sie wie vorgesehen funktionieren, könnten die Roboter dazu beitragen, mehr Feuerwehrleute am Leben zu halten, indem sie Aufgaben in der Anfangsphase übernehmen, wenn Rauch, Hitze und die Ungewissheit über die Gebäudestatik am größten sind.
Wofür die Roboter gebaut sind
Hyundai zufolge basieren die Roboter auf der elektrifizierten Mehrzweckplattform für unbemannte Fahrzeuge HR-Sherpa von Hyundai Rotem.
Nach Angaben des Unternehmens verfügt jede Einheit über eine frontmontierte Wasserkanone und ein sich selbst besprühendes Kühlsystem mit „Wasservorhang“ sowie eine infrarotsensorbasierte Kamera, die die Sicht durch Rauch und Flammen verbessern soll. Die Roboter können mit Echtzeitvideo ferngesteuert werden und nutzen ein unabhängiges Sechsrad-Antriebssystem für schwierige Bedingungen.
Hyundai erklärt außerdem, dass das Kühlsystem der Plattform dabei helfen kann, in Umgebungen mit bis zu 800 °C eine Temperatur von 50 bis 60 °C aufrechtzuerhalten. Zwei Einheiten sind bereits bei den Capital and Yeongnam 119 Special Rescue Units im Einsatz, zwei weitere gehen an das Gyeonggi Provincial Fire Headquarters (Hwaseong) und das Chungnam Provincial Fire Headquarters.
Warum das wichtig ist
Hyundai verweist auf Angaben der Korea’s National Fire Agency, wonach in den vergangenen zehn Jahren 1.802 Feuerwehrleute im Dienst verletzt wurden oder ums Leben kamen.
Das spricht dafür, ein ferngesteuertes System im härtesten Teil eines Einsatzes einzusetzen – während sich Feuerwehrleute auf Führungsentscheidungen, koordinierte Brandbekämpfung und Rettungsaktionen konzentrieren, die weiterhin menschliches Urteilsvermögen erfordern.
Das Muster ist in der Robotik bekannt: Aufgaben, die für Menschen zu gefährlich sind, stehen in der Regel ganz oben auf der Liste für maschinelle Unterstützung. Das passt auch zu Hyundais umfassenderem Robotikportfolio, darunter der KI-gestützte MobED-Roboter und industrielle Arbeiten rund um den humanoiden Atlas-Roboter.
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