Die Fast-Food-Branche befindet sich in einem großen technologischen Wandel. Yum! Brands, der Mutterkonzern von Taco Bell, KFC, Pizza Hut und Habit Burger & Grill, ist eine Partnerschaft mit dem Technologieriesen NVIDIA eingegangen, um künstliche Intelligenz in den eigenen Betrieb zu integrieren. Die Initiative soll die Bestellabwicklung optimieren, die Effizienz steigern und Kundenerlebnisse personalisieren.
KI im Drive-in und darüber hinaus
Eine der spannendsten Entwicklungen ist die Einführung von KI-Sprachagenten an Drive-ins und in Callcentern. Diese mithilfe von NVIDIAs KI-Tools entwickelten Systeme können natürliche Sprache verstehen, komplexe Bestellungen verarbeiten und sogar Extras wie zusätzliche Pommes oder ein Dessert vorschlagen.
„Wir alle haben schon gesehen, wie eine schlechte Drive-in-Erfahrung aussehen kann, wenn sie auf negative Weise viral geht“, sagte Joe Park, Chief Digital and Technology Officer von Yum!. „Wir wollen sicherstellen, dass unsere Teammitglieder eine großartige Erfahrung machen.“
Die Zusammenarbeit, die auf der NVIDIA-GTC-Konferenz angekündigt wurde, wird in diesem Jahr KI-gestützte Sprachbestellsysteme, Computervision-Technologie und Tools für Restaurantintelligenz in 500 Yum!-Standorten einführen. Dies ist ein bedeutender Schritt in den Bemühungen des Unternehmens, seine Abläufe zu digitalisieren und sich in der wettbewerbsintensiven Schnellrestaurantbranche einen Vorsprung zu sichern.
Die KI-Sprachagenten werden bereits an ausgewählten Taco-Bell- und Pizza-Hut-Standorten getestet; geplant ist eine Ausweitung auf KFC und Habit Burger & Grill. Bis zum zweiten Quartal 2025 will Yum! diese Systeme in 500 Restaurants einsetzen.
Intelligentere Restaurants dank Computervision
Yum! nutzt außerdem die Computervision-Technologie von NVIDIA, um Restaurants dabei zu helfen, den Verkehr im Drive-in zu analysieren und während der Stoßzeiten die Geschwindigkeit zu erhöhen. Das könnte weniger Verzögerungen und präzisere Personalentscheidungen bedeuten. Erkennt das System beispielsweise eine lange Autoschlange, kann es Manager alarmieren, damit diese mehr Personal in die Küche oder an die Theke schicken.
Das Unternehmen untersucht außerdem Möglichkeiten, mithilfe von KI die Bestellgenauigkeit zu verbessern. Durch die Analyse von Bildern vorhandener CCTV-Kameras könnte die Technologie feststellen, ob die ausgegebenen Speisen der Bestellung entsprechen.
„Die Software von NVIDIA macht es selbst für das größte Restaurantunternehmen erschwinglich, Abläufe und Kundenerlebnisse zu verbessern, und beweist damit, dass sich KI an jedem Standort auszahlen kann“, sagte Andrew Sun, Global Director of Retail, CPG and QSR Business Development bei NVIDIA.
Das große Ganze
Yum! ist mit seinen KI-Ambitionen nicht allein. Auch andere Fast-Food-Giganten wie McDonald’s, Wendy’s und Chick-fil-A experimentieren mit KI, um Abläufe zu optimieren und Kosten zu senken. Allerdings waren nicht alle Bemühungen erfolgreich. McDonald’s beendete beispielsweise im vergangenen Jahr ein Pilotprogramm mit IBM, nachdem sich Kunden über fehlerhafte Bestellungen beschwert hatten.
Yum! will ähnliche Probleme unbedingt vermeiden. Park betonte, dass sich das Unternehmen darauf konzentriert, Vertrauen bei Kunden und Mitarbeitern aufzubauen. „Diese Partnerschaft wird es uns ermöglichen, die umfangreichen Verbraucher- und Betriebsdatensätze auf unserer integrierten Byte by Yum!-Plattform zu nutzen, um intelligentere KI-Engines zu entwickeln, die unseren Kunden und Teammitgliedern unkompliziertere Erlebnisse bieten“, sagte er.


