Google Gemini bekommt einen visuellen Neustart, und der Chatbot sieht zunehmend weniger wie ein leeres Chatfenster und mehr wie ein vollständiger KI-Arbeitsbereich aus.
Laut 9to5Google führt das Redesign einen Verlaufshintergrund, ein pillenförmiges Eingabefeld, ein neu angeordnetes Tool-Menü und ein neues Layout für die Modellauswahl ein. Die Änderungen sollen den Zugriff auf Geminis Tools unter iOS und Android erleichtern.
Dieser Wandel ist relevant, weil KI-Assistenten längst nicht mehr nur Orte sind, an denen man Fragen eingibt. Sie entwickeln sich zu Sprungbrettern für Spracheingaben, Dateien, Medien, Live-Unterhaltungen und spezialisierte Modelle.
Was sich bei diesem Redesign ändert
Während Geminis Kernfunktionen gleich bleiben, verändert das Redesign deutlich, wie Nutzer darauf zugreifen. Die chatzentrierte Oberfläche weicht einem übersichtlicheren, toolorientierten Interface.
Die auffälligste Änderung für Nutzer ist die neue Form des Eingabefelds. Mit diesem Redesign entfernt Google das vertraute rechteckige Feld und ersetzt es durch ein pillenförmiges – eine Änderung, die wir bereits bei ChatGPT.
Das Redesign behält die Spracheingabe und Gemini Live auf der rechten Seite bei. Auch das Pluszeichen links bleibt erhalten, dient nun aber als zentraler Einstiegspunkt für Tools und Uploads. Statt die Funktionen auf mehrere Verknüpfungen zu verteilen, öffnet ein Tippen auf das Pluszeichen jetzt ein Dropdown-Menü, das Medien, Dateien und integrierte Gemini-Tools bündelt.
Die Modellauswahl ist ebenfalls aus dem Eingabefeld in die obere linke Ecke der Benutzeroberfläche gewandert, wodurch im neuen pillenförmigen Eingabefeld mehr Platz entsteht. Gegenüber ihrer neuen Position befindet sich die Schaltfläche für temporäre Chats.

Nicht nur die Anordnung der Schaltflächen hat Google geändert. Der Hintergrund erhält jetzt einen animierten Leuchteffekt, wodurch die App während Unterhaltungen lebendig wirkt.
Googles Entscheidung für ein ästhetischeres Erlebnis fällt auf iOS-Geräten offenbar deutlicher aus, da es sich dort ganz natürlich in Apples Liquid-Glass-Design einfügen wird.
Außerdem gibt es eine unauffälligere Änderung, die vor allem Nutzer betrifft, die auf die Modelle „Thinking“ oder „Pro“ setzen. Statt den Denkprozess offener anzuzeigen, verbirgt Google ihn jetzt hinter dem Overflow-Menü. Um zu sehen, wie das Modell zu seiner Antwort gelangt ist, muss man also die Optionen über das Drei-Punkte-Menü öffnen.

Wer bekommt zuerst Geminis überarbeitete Benutzeroberfläche?
Obwohl Google Android besitzt, scheinen iOS-Nutzer sie zuerst zu erhalten. Selbst dann wird sie derzeit schrittweise ausgerollt, wie es bei Google-Updates üblich ist. Daher bekommen nicht alle iOS-Nutzer die Neuerung sofort.
Nutzer auf verschiedenen Plattformen werden sie jedoch letztlich erleben können, laut 9to5Google, das besagt, dass das Redesign der Benutzeroberfläche die Nutzungserlebnisse auf verschiedenen Plattformen vereinheitlichen wird – ein Trend, der auch bei anderen Softwareunternehmen zu beobachten ist. Erst kürzlich kündigte Microsoft das Ende des Supports für seine App Outlook Classic an und forderte Nutzer auf, für ein einheitlicheres Erlebnis zur Haupt-App Outlook zu wechseln.
Insgesamt deutet das Redesign auf einen Wandel von einer einfachen Chatoberfläche zu einem strukturierteren KI-Tool hin, das interaktiv statt statisch angelegt ist.
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