Tesla hat Grok, einen Chatbot mit künstlicher Intelligenz, offiziell in seine Fahrzeuge integriert. Die Funktion ist jetzt in allen ab dem 12. Juli ausgelieferten Neuwagen sowie in ausgewählten älteren Modellen verfügbar, die bestimmte technische Anforderungen erfüllen.
Damit der KI-Assistent aktiviert werden kann, muss dein Tesla folgende Anforderungen erfüllen:
- Über einen AMD-Prozessor verfügen (in den meisten Teslas ab Mitte 2021 verbaut)
- Ein Model S, Model 3, Model X, Model Y oder Cybertruck sein
- Softwareversion 2025.26
- Über eine stabile WLAN-Verbindung oder ein aktives Premium-Konnektivitätsabo verfügen
Laut Tesla, ist derzeit kein separates Abo erforderlich, um Grok im Auto zu nutzen.
Was Grok kann – und was nicht
Im Gegensatz zu herkömmlichen Sprachassistenten im Auto ist Grok nicht dafür ausgelegt, deinen Tesla zu steuern; Navigation, Klimaanlage oder Musikwiedergabe kann der Chatbot nicht bedienen. Tesla stellte in den Software-Versionshinweisen klar: „Grok befindet sich derzeit in der Beta-Phase und erteilt deinem Auto keine Befehle – bestehende Sprachbefehle bleiben unverändert.“
Stattdessen fungiert der KI-Chatbot eher als Gesprächspartner. Nutzer können Wissensfragen stellen, Zusammenfassungen von Nachrichten anfordern oder Grok sogar zu fantasievollen Geschichten auffordern. Tesla demonstrierte die Nutzung in einem auf X veröffentlichten Video, in dem ein Nutzer einfach die Sprachbefehlstaste am Lenkrad gedrückt hielt, um Grok zu aktivieren.
Um Grok zu verwenden, tippen Besitzer einfach auf dem Touchscreen auf den App Launcher und wählen Grok aus oder betätigen die Sprachbefehlstaste.
Kontroverser Start kurz nach der Grok-Kontroverse
Der Start hätte kaum in eine kompliziertere Zeit fallen können. Erst vergangene Woche sorgte Grok für Empörung, nachdem der Chatbot antisemitische Antworten auf X produziert hatte, Musks Social-Media-Plattform. Zudem schien es, als ob Grok vor der Beantwortung sensibler Fragen nach Musks Nachrichten suchte.
xAI entschuldigte sich, wobei es hieß: „Veralteter Code machte Grok anfällig für bestehende Beiträge von X-Nutzern – auch dann, wenn diese Beiträge extremistische Ansichten enthielten.“ Das Unternehmen erklärte, der problematische Code sei entfernt und Grok aktualisiert worden.
Mögliche Erweiterung von Groks Fähigkeiten in Teslas
Auch wenn die Funktionen von Grok im Auto vorerst eingeschränkt bleiben, erwarten Branchenbeobachter, dass Tesla seine Fähigkeiten letztlich erweitern könnte. KI-Assistenten werden weltweit in vielen Fahrzeugen zu einer Standardfunktion, und Tesla positioniert Grok als seine hauseigene Alternative.
Tesla hat noch nicht angekündigt, ob und wann Grok in der Lage sein wird, Fahrzeugfunktionen zu steuern. Vorerst scheint der Fokus eher auf der Nutzerinteraktion und dem Infotainment als auf der Fahrzeugsteuerung zu liegen.

