Blutzucker-Tracking mit der Samsung Galaxy Watch: Zeitplan, Forschung, Gerüchte und aktueller Stand

A smartwatch.

Image: Daniel Romero on Unsplash.

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Matt Gonzales
Matt Gonzales
Jun 23, 2026
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Der Traum ist simpel: einen Blick aufs Handgelenk werfen, den Blutzucker prüfen und den Fingerstich überspringen.

Samsung hat die Galaxy Watch bei der Gesundheitsüberwachung weiter ausgebaut – von EKG- und Schlaffunktionen über Körperzusammensetzung und Blutdruckmessung bis hin zu KI-gestützten Wellness-Tools. Doch das Blutzucker-Tracking bleibt der schwer erreichbare Hauptgewinn. Trotz jahrelanger Gerüchte und Forschung zur nicht-invasiven Glukosemessung kann derzeit keine Galaxy Watch den Blutzucker eigenständig direkt messen.

Das macht Samsungs nächsten Schritt besonders interessant. Sollte es dem Unternehmen gelingen, eine genaue, zuverlässige und von den Aufsichtsbehörden zugelassene Funktion zur Glukosemessung zu entwickeln, könnte sich die Galaxy Watch weit über ihre derzeitige Rolle als Fitness- und Wellnessgerät hinaus weiterentwickeln.

Kann die Samsung Galaxy Watch heute den Blutzucker messen?

Nein. Aktuelle Samsung-Galaxy-Watch-Modelle messen den Blutzucker nicht direkt.

Galaxy Watches können Gesundheitssignale wie Herzfrequenz wie Herzfrequenz, Schlaf, Blutsauerstoff, Körperzusammensetzung und EKG überwachen. Samsung hat außerdem die Blutdruckmessung in einigen Märkten ausgeweitet, darunter mit einer schrittweisen Einführung in den USA. Die Verfügbarkeit hängt jedoch von Region, Gerätemodell, App-Unterstützung, Telefonkompatibilität und den lokalen Voraussetzungen für die Bereitstellung ab.

Wo die Funktion unterstützt wird, benötigen Nutzer in der Regel die App Samsung Health Monitor, eine Galaxy Watch 4 oder neuer, ein Galaxy-Smartphone mit Android 12 oder höher sowie eine Kalibrierung mit einer herkömmlichen Blutdruckmanschette und anschließend regelmäßige Rekalibrierungen. Samsung weist darauf hin, dass die Funktion nicht zur Diagnose von Bluthochdruck gedacht ist und medizinische Profigeräte nicht ersetzt.

Beim Blutzucker ist die Lage anders. Menschen mit Diabetes nutzen Glukosewerte für wichtige gesundheitliche Entscheidungen, unter anderem zur Ernährung, Medikation und Insulindosierung.

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Das legt die regulatorische Messlatte höher. 2024 warnte die US-amerikanische Food and Drug Administration Verbraucher davor, Smartwatches oder Smart Rings zu verwenden, die behaupten, den Blutzucker ohne Durchstechen der Haut zu messen. Die Behörde erklärte, sie habe keine Smartwatch und keinen Ring zugelassen, die Blutzuckerwerte eigenständig messen oder schätzen.

Diese Warnung gilt nicht für Smartwatch-Apps, die Daten eines zugelassenen kontinuierlichen Glukosemessgeräts (CGM) anzeigen. Eine Uhr kann Glukosedaten eines anderen Medizinprodukts darstellen. Sie kann dieses Gerät jedoch nicht ersetzen, solange die Aufsichtsbehörden dies nicht genehmigen.

Was heute funktioniert: CGM-Integrationen statt Glukosemessung per Smartwatch

Für den Moment bleibt ein CGM von Unternehmen wie Dexcom oder Abbott die praktische Option. Diese Systeme verwenden einen kleinen Sensor, der unter der Haut platziert wird, um Glukose in der interstitiellen Flüssigkeit zu überwachen und die Messwerte an ein Smartphone, einen Empfänger oder eine kompatible Uhren-App zu senden.

Dieser Unterschied ist wichtig. Eine Galaxy Watch kann je nach App-Unterstützung und Gerätekompatibilität als Anzeige oder Benachrichtigungsoberfläche für Glukosedaten dienen. Die Uhr selbst ist jedoch nicht der Glukosesensor.

Das ist auf dem gesamten Smartwatch-Markt die Realität. Apple, Samsung, Garmin, Oura und andere Hersteller von Wearables arbeiten an umfassenderen Gesundheitseinblicken, doch eine echte nicht-invasive Glukosemessung bleibt eines der schwierigsten Probleme der Consumer-Health-Technologie.

Warum sich das Blutzucker-Tracking so schwierig gestaltet

Smartwatches können Signale gut messen, die sich optisch oder elektrisch am Handgelenk erfassen lassen, etwa Trends bei der Herzfrequenz, Schätzungen des Blutsauerstoffs und Bewegungen. Glukose ist schwieriger.

Der Blutzuckerspiegel schwankt im Körper, und genaue Messwerte erfordern, ein winziges biochemisches Signal von Störungen durch Hautfarbe, Schweiß, Bewegung, Temperatur, Flüssigkeitshaushalt, Durchblutung und Sensorposition zu unterscheiden.

Deshalb verwenden die meisten zugelassenen CGMs weiterhin einen Sensor, der unter die Haut eingeführt wird. Nicht-invasive Systeme könnten irgendwann Licht, Spektroskopie, Schweißanalysen oder andere Verfahren nutzen. Die Herausforderung besteht jedoch nicht einfach darin, Glukose zu erkennen. Sie muss genau, konstant und sicher genug erkannt werden, damit die Messung für reale gesundheitliche Entscheidungen geeignet ist.

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Samsungs Zeitplan für die Glukosemessung

Samsung wird seit Jahren mit der nicht-invasiven Glukosemessung in Verbindung gebracht, doch der Zeitplan hat sich länger hingezogen, als frühe Gerüchte erwarten ließen.

2020: Öffentliche Zusammenfassungen beschreiben die Spektroskopieforschung von Samsung und dem MIT

Öffentliche Zusammenfassungen beschreiben Samsungs Forschung aus dem Jahr 2020 mit Wissenschaftlern des MIT, die eine nicht-invasive Glukosemessung mithilfe der Raman-Spektroskopie untersuchte – einer lichtbasierten Sensortechnik, mit der sich Glukosewerte möglicherweise ohne Durchstechen der Haut schätzen lassen. Die Ergebnisse stießen in Kreisen rund um Wearable-Health-Technologien auf großes Interesse, doch die Forschung war noch weit von einem kommerziellen, behördlich zugelassenen Produkt entfernt.

Die Forschung schürte die Erwartungen, Samsung könnte die Glukosemessung in eine künftige Galaxy Watch integrieren. Ein Forschungsdurchbruch ist jedoch nicht dasselbe wie ein verbraucherfertiges und behördlich zugelassenes Produkt.

2022–2024: Die Gerüchte nehmen zu, doch es gibt keinen Start

Berichte und Branchengerüchte deuteten wiederholt darauf hin, dass die Glukosemessung künftig eine mögliche Funktion der Galaxy Watch werden könnte. Im Mittelpunkt mancher Spekulationen stand die Frage, ob Samsung die Funktion vor Apple einführen könnte, dem ebenfalls vielfach nachgesagt wird, an einer nicht-invasiven Glukosemessung zu arbeiten.

Samsung hat die Blutzuckermessung jedoch weder mit den Modellreihen Galaxy Watch 5, Watch 6 noch Watch 7 auf den Markt gebracht. Die Funktion erschien auch nicht in der Galaxy Ring, die sich auf Schlaf-, Aktivitäts- und Wellness-Tracking statt auf Glukosemessung konzentriert.

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2026: Samsung erweitert Gesundheitsfunktionen, doch Glukose bleibt außen vor

Samsungs Gesundheitsplattform wächst weiter. Aktuelle Galaxy-Watch- und Samsung-Health-Updates zeigen eine klare Strategie: mehr Sensoren, mehr passive Überwachung und mehr KI-gestützte Auswertung miteinander zu verbinden.

Diese Ausrichtung könnte letztlich zu Erkenntnissen über die Stoffwechselgesundheit führen. Bislang hat Samsung jedoch keine Galaxy Watch angekündigt, die den Blutzucker direkt messen kann.

Was Samsungs Forschung nahelegt

Patente garantieren keine Produkte, können aber Hinweise darauf geben, in welche Forschungsbereiche ein Unternehmen investiert. Dennoch ist Samsungs konkretestes öffentliches Signal eher die Forschung als eine bestätigte Roadmap für ein Galaxy-Watch-Glukosepatent.

Samsung untersucht seit Jahren Technologien zur nicht-invasiven Glukosemessung. Öffentliche Zusammenfassungen beschreiben die Forschung des Unternehmens aus dem Jahr 2020 mit Wissenschaftlern des MIT zur Raman-Spektroskopie als mögliche Methode, Glukosewerte ohne Durchstechen der Haut zu schätzen.

Öffentliche Berichte und Patentzusammenfassungen haben Samsung mit optischen Sensorsystemen, Technologien zur biometrischen Analyse und weiteren Konzepten zur Gesundheitsüberwachung in Verbindung gebracht, die künftige Funktionen zur Überwachung der Stoffwechselgesundheit ermöglichen könnten. Samsung hat jedoch kein bestimmtes Patent öffentlich mit einem künftigen Produkt zur Glukosemessung in der Galaxy Watch verknüpft. Patente allein sollten daher nicht als Beleg dafür gelten, dass eine Funktion kurz vor der Veröffentlichung steht.

Das wahrscheinliche Ziel ist nicht nur ein einzelner Messwert. Samsung müsste ein System entwickeln, das bei unterschiedlichen Hauttönen, Aktivitätsniveaus, Temperaturen, Flüssigkeitszuständen und realen Bedingungen funktioniert. Vor der Vermarktung als Lösung zur Glukoseüberwachung wäre außerdem eine behördliche Zulassung erforderlich.

Für den Moment deutet Samsungs Forschungs- und Patentaktivität eher auf ein langfristiges Interesse als auf eine unmittelbar bevorstehende Produkteinführung hin.

Könnte Samsung Apple bei der Glukosemessung per Smartwatch zuvorkommen?

Möglich, aber es gibt keinen bestätigten Zeitplan.

Samsung hat bei der Gesundheitsüberwachung per Wearable schnell Fortschritte gemacht und verfügt bereits über ein breites Galaxy-Watch-Portfolio, Samsung Health und die Galaxy Ring. Apple verfügt über eine enorme Reichweite bei Wearables, und auch dem Unternehmen wird vielfach nachgesagt, an einer nicht-invasiven Glukosemessung zu arbeiten.

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Bei diesem Rennen geht es weniger darum, wer die meisten Patente anmeldet, sondern vielmehr darum, wer Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Batterieeffizienz und regulatorische Konformität nachweisen kann. Eine Glukosefunktion, die im falschen Moment einen falschen Wert liefert, wäre weitaus schlimmer als gar keine Funktion.

Deshalb muss die erste Version möglicherweise nicht wie ein vollständiger CGM-Ersatz aussehen. Samsung könnte mit glukosebezogenen Erkenntnissen, Risikobewertungen, Ernährungstrends oder Warnungen auf Grundlage indirekter Signale statt direkter Blutzuckerwerte beginnen.

Worauf als Nächstes zu achten ist

Die deutlichsten Fortschrittszeichen wären eine Samsung-Ankündigung, in der ausdrücklich Glukose, Stoffwechselgesundheit oder nicht-invasive Sensorik erwähnt werden; neue Galaxy-Watch-Sensoren, die für Spektroskopie oder biochemische Messungen entwickelt wurden; FDA-Anträge oder regulatorische Aktivitäten im Zusammenhang mit der Glukosemessung; oder engere Partnerschaften mit CGM-Unternehmen wie Dexcom oder Abbott.

Samsung Health könnte sich der Stoffwechselüberwachung ebenfalls annähern, indem Mahlzeiten, Aktivität, Schlaf und Risikosignale direkter miteinander verknüpft werden. Das wäre zwar nicht dasselbe wie eine Blutzuckerüberwachung, könnte aber ein Zwischenschritt sein.

Bis dahin sollte die Blutzuckermessung mit der Galaxy Watch als Möglichkeit für die Zukunft und nicht als aktuelle Funktion betrachtet werden.

Fazit

Samsung Galaxy Watches können den Blutzucker heute nicht direkt messen. Sie unterstützen eine wachsende Zahl von Wellness- und Herzgesundheitsfunktionen und können möglicherweise Glukosedaten kompatibler externer Geräte anzeigen. Sie sind jedoch kein Ersatz für ein CGM oder Blutzuckermessgerät.

Die eigentliche Geschichte ist nicht, dass Samsung zu spät kommt. Vielmehr gehört die Glukosemessung zu den schwierigsten verbliebenen Herausforderungen bei der Gesundheitsüberwachung per Wearable.

Für den Moment ist die sicherste zugleich die nützlichste Antwort: Für Blutzuckermessungen sollte ein zugelassenes Glukosemessgerät verwendet werden. Gerüchte über Smartwatches sind mit Vorsicht zu betrachten, und bei Samsungs nächsten Gesundheitsfunktionen sollte man auf Anzeichen achten, dass sich das Unternehmen der Überwachung der Stoffwechselgesundheit schrittweise nähert.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel erschien ursprünglich in unserer Schwesterpublikation TechRepublic.

Matt Gonzales

Matt Gonzales is the Managing Editor of Cybersecurity for eSecurity Planet. An award-winning journalist and editor, Matt brings over a decade of expertise across diverse fields, including technology, cybersecurity, and military acquisition. He combines his editorial experience with a keen eye for industry trends, ensuring readers stay informed about the latest developments in cybersecurity.

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