Vana, eine dezentrale Plattform, die als MIT-Projekt begann, bietet all jenen eine Möglichkeit, die mehr Einfluss darauf nehmen möchten, wie ihre Daten verwendet werden. Nutzer können entscheiden, wofür ihre Daten eingesetzt werden sollen, und erhalten einen Anteil an den darauf trainierten KI-Modellen.
Das vollständig nutzereigene Netzwerk ermöglicht es Menschen, ihre persönlichen Daten zu monetarisieren, über deren Verwendung zu bestimmen und für ihre Beiträge Belohnungen zu erhalten. Nutzer entscheiden, wofür sie ihre Daten einsetzen möchten, indem sie aus neuen KI-Modell-ideen auswählen, die von KI-Ingenieuren vorgestellt werden. Sobald Nutzer der Bereitstellung ihrer Daten zustimmen, erhalten sie einen anteiligen Besitz an den Modellen.
Durch Vanas System werden Nutzer für ihre Beiträge vergütet, während KI-Unternehmen Zugang zu neuen Datenpools für das Training von Modellen erhalten.
Datenmonetarisierung im modernen Zeitalter
Die Monetarisierung von Daten ist nichts Neues. Heute zeichnet sich jedoch ein zunehmender Trend ab, bei dem Einzelpersonen ihre eigenen persönlichen Daten an KI-Unternehmen verkaufen.
Früher stützte sich das Training von KI in erster Linie auf öffentlich zugängliche, aus dem Internet extrahierte Daten oder auf große Datensätze, die andere Unternehmen an Entwickler verkauften. In den meisten Fällen erlaubt es das Gesetz Nutzern großer Technologieplattformen jedoch, ihre Daten direkt zu exportieren.
Vana verlagert die wirtschaftliche Macht auf die Nutzer und ermöglicht es ihnen, ihre Daten sicher zu monetarisieren und deren Verwendung zu kontrollieren. Auf Vana hochgeladene Daten werden sicher in verschlüsselten Wallets gespeichert, und das System schützt identifizierbare Informationen, um die Privatsphäre der Nutzer zu wahren.
KI-Ingenieure schlagen Ideen für neue Open-Source-KI-Modelle vor, und interessierte Nutzer können ihre Daten für diese Projekte bereitstellen. Sobald das Modell erstellt ist, behalten die Nutzer das Eigentum daran und erhalten nutzungsabhängige Belohnungen, die proportional zu ihrem Beitrag ausfallen.
Das MIT berichtete, dass Vana mehr als 1 Million Nutzer hat, 20 aktive DAOs existieren und mehr als 300 weitere Datenpools vorgeschlagen wurden.
Neue Standards für datenbasierte Vermögenswerte
Am Montag stellte Vana VCR-20 vor, einen neuen Standard im aufstrebenden Markt für datenbasierte digitale Vermögenswerte, der den Handel mit datenbasierten Token unterstützt. Das VCR-20-Protokoll verknüpft Token mit dem Nutzen von Daten und umfasst Kriterien wie Governance, ein festgelegtes Angebot und Regeln für die Liquidität. Außerdem stellt es sicher, dass Token-Inhaber Zugang zu echten, von Nutzern bereitgestellten Daten erhalten, was diesen Standard für die Datenmarktökonomie besonders wichtig macht. Obwohl die Daten einer einzelnen Person für Technologieunternehmen, die KI-Modelle entwickeln, möglicherweise keine große Bedeutung haben, kann ein Datenpool mit vielen Beitragsleistenden äußerst wertvoll sein. Vanas System schafft einen beiderseitigen Nutzen: Datenbeitragende erhalten Belohnungen und Eigentumsanteile an KI-Modellen, während Entwickler Zugang zu den vielfältigen Daten erhalten, die für deren Entwicklung erforderlich sind – mit dem Ergebnis effektiverer und inklusiverer KI-Systeme.

