Verabschieden Sie sich von einfachen Bearbeitungen. Google Fotos hat gerade ein kreatives Upgrade erhalten – und verwandelt Ihre Schnappschüsse mithilfe von KI in Meisterwerke.
Google Fotos führt ein KI-Upgrade ein, das sein fortschrittliches, von Gemini unterstütztes Bildbearbeitungsmodell Nano Banana direkt in den Fotoeditor integriert. Dieses Update verwandelt die App von einem einfachen Speicher- und Organisationstool in eine vielseitige Kreativsuite, die auf Befehle in natürlicher Sprache reagiert.
Laut einem Blogbeitrag von Yael Marzan, Senior Director of Product Management für Google Fotos und Google One, besteht das Ziel darin, „Ihnen zu helfen, mehr aus Ihren Erinnerungen zu machen“. Die neuen Funktionen ermöglichen es Nutzern, komplexe Bearbeitungen mit mehreren Motiven vorzunehmen und mithilfe einfacher Text- oder Sprachbefehle dramatische künstlerische Veränderungen anzuwenden.
Eine der bemerkenswertesten Verbesserungen ist die Möglichkeit, Bearbeitungen zu personalisieren. Die KI nutzt jetzt die privaten „Gesichtsgruppen“ eines Nutzers, um äußerst präzise und spezifische Bearbeitungen zu erzeugen.
„Haben Sie schon einmal einen Moment festgehalten und erst danach einen kleinen Makel bemerkt – etwa eine vergessene Sonnenbrille, geschlossene Augen bei einem Freund oder ein verpasstes Lächeln?“, schreibt Marzan. Nutzer können jetzt einfach fragen: „Entferne Rileys Sonnenbrille, öffne meine Augen, bring Engel zum Lächeln und öffne ihre Augen.“ Dieses Maß an personalisierter und präziser Gesichtsretusche ist ein bedeutender Sprung für Foto-Apps für Endverbraucher.
Auch die intuitive textbasierte Bearbeitung namens „Hilf mir beim Bearbeiten“ wird ausgeweitet. Während Android-Nutzer bereits seit einiger Zeit Zugriff auf einige Textbearbeitungen haben, werden das vollständige dialogorientierte Erlebnis und der neu gestaltete Editor jetzt erstmals für iOS in den USA eingeführt. Das bedeutet, dass iPhone-Nutzer jetzt „die gewünschten Bearbeitungen einfach per Sprache oder Text beschreiben und zusehen können, wie Google Fotos ihre Vorstellungen zum Leben erweckt“, laut Google.
Nano Banana erweckt kreative Neugestaltungen zum Leben
Mit Nano Banana können Nutzer nun über einfache Korrekturen hinausgehen und ihre Bilder völlig neu erfinden. Mit dem neuen Update können Nutzer ein Foto öffnen, auf „Hilf mir beim Bearbeiten“ tippen und nach fantasievollen Neugestaltungen fragen.
Google schlägt beispielsweise vor, Fotos darum zu bitten, Sie „als Renaissance-Porträt zu malen“, „ein Bild als Mosaik aus bunten Kacheln neu zu gestalten“ oder Ihr „Foto in eine Seite aus einem Kinderbilderbuch zu verwandeln“.
Für alle, die das Erstellen eines eigenen Prompts „einschüchternd“ finden, wird auf Android-Geräten in den USA und Indien ein neuer Bereich „Mit KI erstellen“ im Tab „Erstellen“ hinzugefügt. Dieser Bereich bietet sofort einsatzbereite, von Nano Banana unterstützte Vorlagen für schnelle Ergebnisse, etwa „ein professionelles Porträt erstellen“ oder „mich in ein High-Fashion-Fotoshooting versetzen“.
Google kündigte außerdem an, personalisierte Vorlagen einzuführen, die auf den Hobbys und Erlebnissen eines Nutzers aus dessen Fotogalerie basieren.
Intelligentere Suche und Fragen zu Fotos mit „Ask Photos“
Die KI-Updates beschränken sich nicht auf die Bearbeitung. Ask Photos, das dialogorientierte Tool zum natürlichen Durchsuchen der eigenen Mediathek, wird weltweit ausgeweitet. Ab dieser Woche wird Ask Photos in über 100 neuen Ländern und Regionen eingeführt und unterstützt dabei 17 neue Sprachen.
Darüber hinaus wird direkt bei einzelnen Fotos eine neue „Fragen“-Schaltfläche eingeführt. Diese Funktion ermöglicht es Nutzern laut Google, „tiefer in ein Foto einzutauchen“ und eine Unterhaltung zu beginnen, um sofort Antworten zu dessen Inhalt zu erhalten, verwandte Momente zu entdecken oder Bearbeitungen zu beschreiben, ohne die Fotoansicht verlassen zu müssen.
Remix-Spaß in Google Messages
Nicht nur Google Fotos erhält eine KI-Behandlung. In einem separaten Blogbeitrag kündigte Mikael Hveem, Product Manager für Google Messages, Remix an, eine Funktion, die Nano Banana nutzt, um Fotos direkt in Chats neu zu gestalten.
Nutzer können Räume neu gestalten, Frisuren ändern oder sogar „Welpen in Actionfiguren verwandeln“. Laut Hveem kann „jeder, der Google Messages nutzt, dasselbe Bild sogar abwechselnd remixen – und das alles, ohne die App jemals verlassen zu müssen.“
Die meisten dieser Funktionen werden ab dieser Woche weltweit eingeführt, wobei ihre Verfügbarkeit schrittweise ausgeweitet wird. Dieser umfassende Start zeigt Googles Bestreben, seine fortschrittliche generative KI, etwa das Modell Nano Banana, tief in seine zentralen Verbraucheranwendungen wie Google Fotos und Google Messages zu integrieren.
Wenn Sie den neuesten Blick darauf werfen möchten, wohin Google diese Entwicklung führt, lesen Sie unsere Berichterstattung darüber, wie Gemini AI als echter Assistent zu Workspace stößt.

