Das Entwicklungsteam von Google hat kürzlich den Vorhang für Gemma 3 gelüftet – den neuesten Zugang zum Gemmaverse und zur Gemma-Familie quelloffener KI-Tools. Gemma 3 wird als bislang „weltbestes Modell mit nur einem Beschleuniger“ angepriesen und basiert auf einem Großteil derselben Technologie, die auch im quellgeschlossenen Modell Gemini 2.0 zum Einsatz kommt.
Gemäß dem Chatbot Arena Elo Score, einer beliebten Plattform zur Einstufung von KI-Chatbots und großen Sprachmodellen (LLMs), übertrifft Gemma 3 DeepSeek-V3, o3-mini, Llama3-405B, Mistral Large und Gemma 2.
Funktionen und Leistungsumfang von Gemma 3
Gemma 3 durchlief vor der Veröffentlichung umfangreiche Vor- und Nachtrainingsprozesse, darunter Destillation und Modellzusammenführung. Die Entwickler setzten außerdem bestärkendes Lernen auf Grundlage von menschlichem Feedback, Maschinenfeedback und Ausführungsfeedback ein. Dadurch kann Gemma 3 Nutzeranweisungen deutlich besser befolgen, mathematische Aufgaben lösen und Computercode generieren.
Doch das ist erst der Anfang der neuen Funktionen und Möglichkeiten von Gemma 3. Darüber hinaus:
- Unterstützt Funktionsaufrufe und strukturierte Ausgaben für den Einsatz mit KI-Agenten.
- Verfügt über ein Kontextfenster mit 128.000 Tokens.
- Verwendet unterschiedliche Algorithmen für die Verarbeitung von Texten und Bildern.
- Unterstützt mehr als 140 Sprachen.
- Ist in vier Größen erhältlich: 1B, 4B, 12B und 27B.
Gemma 3 unterstützt viele der beliebtesten Entwicklungstools, darunter Gemma JAX Library, Gemma.cpp, llama.cpp, Ollama und Hugging Face Transformers. Dieses quelloffene KI-Modell lässt sich auf mehrere Arten bereitstellen, unter anderem über die Google GenAI API, Cloud Run, Vertex AI, Cloud GPU oder Cloud TPU.
Integrierte Sicherheitsfunktionen mit ShieldGemma 2
Das neue Bildsicherheitsmodell, bekannt als ShieldGemma 2, wurde mit verschiedenen Datensätzen aus natürlichen und computergenerierten Bildern trainiert. Im Vergleich zu internen Benchmarks, die LlavaGuard 7B, GPT-4o mini und sogar Gemma 3 umfassen, erzielt ShieldGemma 2 die genauesten Ergebnisse bei der Bildkennzeichnung.
ShieldGemma 2 verfügt über ein integriertes Sicherheitsprotokoll, das Bilder in eine von drei Kategorien einordnet: gefährliche Inhalte, sexuell explizite Inhalte und Gewalt. Das Entwicklungsteam von Google hat große Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass Gemma 3 mit den etablierten Richtlinien zur Datenverwaltung und Sicherheit des Unternehmens im Einklang bleibt.
KI mit Gemma zugänglicher machen
Die verschiedenen Arten von KI-Modellen im Gemmaverse sind darauf ausgelegt, effizient auf Smartphones, Laptops und Desktop-Computern zu laufen. Mit bislang mehr als 100 Millionen Downloads und mehr als 60.000 Varianten im Gemmaverse ist Google auf dem besten Weg, KI zugänglicher zu machen.

