Google erklärte, dass die neuen KI-Suchfunktionen fortschrittliche Schlussfolgerungen nutzen können, um Suchanfragen mit strukturierten, direkt umsetzbaren Antworten zu beantworten, die Texte und Bilder aus mehreren Quellen zusammenführen. Dieser Ansatz würde eine deutliche Abkehr von den vertrauten Suchergebnisseiten markieren, für die das Unternehmen bekannt ist.
Mehr Nutzer, intelligentere Antworten
AI Overviews, eine beliebte Funktion in der Google-Suche, erhält ein umfangreiches Leistungs-Upgrade mit Gemini 2.0, Googles fortschrittlichem KI-Modell. Durch dieses Upgrade kann die Funktion komplexere Suchanfragen verarbeiten, darunter Programmieraufgaben, höhere Mathematik und multimodale Fragen, bei denen verschiedene Datentypen wie Texte und Bilder zum Einsatz kommen. Google zufolge werden die Antworten künftig schneller, präziser und detailreicher sein.
Im Rahmen dieser Erweiterung hebt Google die Anmeldepflicht für Jugendliche auf, sodass AI Overviews ohne Anmeldung zugänglich sind. Das Unternehmen hofft, damit jüngere Nutzer bei Bildungsfragen und Recherchen zu unterstützen.
Ein neuer experimenteller AI-Modus
Für Nutzer, die noch mehr Unterstützung durch KI wünschen, testet Google im Labs-Bereich einen neuen AI-Modus. Diese experimentelle Funktion geht mit fortschrittlichen Schlussfolgerungen, tiefergehenden Analysen und multimodalen Antworten, die auch differenziertere Fragen mit mehreren Schritten bewältigen, über AI Overviews hinaus.
Nutzer können beispielsweise fragen: „Was unterscheidet die Schlaftracking-Funktionen eines Smart-Rings, einer Smartwatch und einer Tracking-Matte?“ Statt fragmentierter Ergebnisse liefert der AI-Modus eine detaillierte, strukturierte Aufschlüsselung mit Optionen für Anschlussfragen und ausgewählten Links zur weiteren Recherche.
Der AI-Modus nutzt eine Technik namens „Query Fan-out“. Dabei führt er gleichzeitig mehrere verwandte Suchanfragen über verschiedene Datenquellen hinweg durch und fasst die Ergebnisse zu einer einzigen, umfassenden Antwort zusammen. Dieser Ansatz ist besonders bei komplexen Aufgaben wie Produktvergleichen, konzeptionellen Erkundungen und ausführlichen Recherchen hilfreich.
Google betont, dass es beim AI-Modus nicht nur darum geht, Antworten zu generieren – vielmehr soll er Nutzer mit den besten verfügbaren Informationen verbinden. Die Funktion greift auf Googles Knowledge Graph, Echtzeitdaten und Shopping-Informationen zu Milliarden von Produkten zurück und stellt so sicher, dass Nutzer präzise Antworten mit direkten Links zu renommierten Quellen erhalten.
Ein erster Praxistest
Google hat den AI-Modus intern und mit ausgewählten Nutzern getestet und dabei Feedback zu Geschwindigkeit, Genauigkeit und der Bereitstellung aktueller Inhalte gesammelt. Nun weitet das Unternehmen den Test über eine Opt-in-Funktion in Labs aus, sodass Google-One-AI-Premium-Abonnenten zu den Ersten gehören können, die ihn ausprobieren.
Das Unternehmen räumt ein, dass sich das System noch in der Entwicklung befindet und nicht immer alles richtig machen wird, insbesondere bei subjektiven Themen. Um dem entgegenzuwirken, optimiert Google seine Modelle weiter, damit die Antworten objektiv bleiben und auf Fakten basieren.
In den kommenden Monaten will Google weitere Verbesserungen einführen, darunter visuelle Antworten mit Bildern und Videos, eine umfangreichere Formatierung und bessere Möglichkeiten, Nutzer mit hilfreichen Webinhalten zu verbinden.

