DeepSeek sorgt mit der kühnen Behauptung für Aufsehen in der KI-Branche, dass potenzielle Gewinnmargen 545 % erreichen könnten. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht erklärte das Team hinter dem in China ansässigen Unternehmen, dass seine generativen KI-Modelle außergewöhnliche Renditen erzielen könnten – räumte jedoch ein, dass diese Zahlen noch hypothetisch seien. Angesichts der rasanten Entwicklung ihrer Technologie könnten solche Margen jedoch schon bald in Reichweite sein.
Was ist DeepSeek?
DeepSeek hat seinen Sitz in Hangzhou in der chinesischen Provinz Zhejiang und wurde von einem gleichnamigen Unternehmen entwickelt. Die KI-Plattform wurde im November 2023 gestartet, und seither haben ihre Entwickler mehrere generative KI-Tools.
- DeepSeek Coder: Das erste der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Modell, DeepSeek Coder, ahmte die Funktionalität von Llamas generativer KI nach.
- DeepSeek-LLM: DeepSeek-LLM wurde einige Wochen später veröffentlicht und basiert ebenfalls auf der Architektur von Llama.
- DeepSeek-MoE: Diese Version setzte die MoE-Technik (Mixture of Experts) ein, um die Machine-Learning-Fähigkeiten von DeepSeek zu erweitern.
- DeepSeek-Math: Wie der Name schon sagt, nutzt DeepSeek-Math KI, um komplexe mathematische GleichungenI zu lösen.
- DeepSeek-V2: Die zweite Version von DeepSeek wurde im Mai 2024 veröffentlicht. Sie umfasst aktualisierte Versionen von Coder, Chat, Lite und Lite-Chat.
- DeepSeek-V3: Zwar wurde im Dezember 2024 eine aktualisierte Version von DeepSeek veröffentlicht, doch ihre Architektur ahmt im Wesentlichen die von V2 nach.
- DeepSeek-R1: R1 wurde im Januar 2025 vorgestellt und ist die bislang leistungsfähigste DeepSeek-Variante.
Wenn DeepSeek behauptet, dass seine KI-Modelle Gewinnmargen von 545 % erzielen könnten, bezieht sich das Unternehmen auf diese gesamte Produktpalette. Einige Veröffentlichungen wie DeepSeek-R1 dürften jedoch höhere Gewinne erwirtschaften als andere.
Mit DeepSeek-V3 und DeepSeek-R1 Gewinne erzielen
Laut einem kürzlich veröffentlichten Beitrag auf X deutete das Team von DeepSeek an, dass das Verhältnis der Inferenzkosten zum Umsatz bei den Modellen V3 und R1 zu einer Gesamtgewinnmarge von 545 % führte. In diesem Zusammenhang bezeichnet Inferenz die gesamten Ressourcenkosten – etwa für Datenspeicherung und Strom –, die bei der Entwicklung ihrer großen Sprachmodelle (LLMs) anfallen.
Das Unternehmen stellte jedoch klar, dass diese Zahlen keinen tatsächlichen Umsatz widerspiegeln. Zudem berücksichtigen sie weder das Training noch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, und diese Kosten wurden nicht öffentlich gemacht.
Maximierung des ROI im KI-Boom
Obwohl DeepSeek noch keine zwei Jahre alt ist, hat sich das Unternehmen bereits als bedeutender Akteur im KI-Bereich etabliert. Während die meisten KI-Entwickler noch versuchen, die wirtschaftliche Tragfähigkeit ihrer KI-Plattformen zu bestimmen, nähert sich DeepSeek Gewinnmargen von 545 % an. Auch wenn das Unternehmen diese Gewinne noch nicht tatsächlich erzielt, zeigt die Tatsache, dass es bereits über derart hohe Zahlen spricht, dass sich der KI-Anbieter definitiv in die richtige Richtung bewegt.
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