Unternehmen ertrinken in KI-Agenten. Vertriebsagenten. Kundenservice-Agenten. Datenanalyse-Agenten. HR-Agenten. Einige wurden von der IT entwickelt, die meisten jedoch von Mitarbeitenden erstellt, die online ein cooles Tool entdeckt haben (vielleicht sogar eines, das wir euch gezeigt haben!). Niemand weiß, was läuft, auf welche Daten Agenten zugreifen können oder welche davon ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten.
Microsoft hat dieses Problem auf der Ignite 2025 mit Agent 365 gelöst – einer Steuerungsebene, die jeden KI-Agenten in eurem Unternehmen erkennt, verwaltet und absichert. Man kann es sich als IT-Admin-Dashboard für eure Roboter-Belegschaft vorstellen.
Das macht die Sache so bedeutend
- Agent 365 erstellt ein vollständiges Verzeichnis aller Agenten in eurem Unternehmen, einschließlich „Schattenagenten“, die Mitarbeitende eigenständig erstellt haben. Keine Überraschungen mehr, wenn die Finanzabteilung feststellt, dass die Marketingabteilung seit drei Monaten einen nicht genehmigten Agenten mit Zugriff auf Kundendaten betreibt.
- Es wendet auf Agenten risikobasierte Zugriffskontrollen an, genau wie bei Mitarbeitenden. Die IT kann Agenten auf die Ressourcen beschränken, die sie benötigen, riskante Agenten blockieren, bevor sie Probleme verursachen, und Richtlinien für den bedingten Zugriff auf Grundlage des Agentenverhaltens festlegen.
- Das System bietet eine Echtzeitüberwachung, die Verbindungen zwischen Agenten, Personen und Daten anzeigt. IT-Teams können endlich sehen, was Agenten tatsächlich tun, und ihre Auswirkungen auf das Unternehmen messen.
Ach ja, und noch etwas: Sicherheit ist integriert: Agent 365 bindet Microsoft Defender für den Bedrohungsschutz, Microsoft Entra für das Identitätsmanagement und Microsoft Purview für Data Governance ein. Agenten erhalten dieselbe Sicherheit auf Enterprise-Niveau wie menschliche Mitarbeitende.
Microsoft kündigte außerdem konkrete Beispiele dafür an, wie diese verwalteten Agenten aussehen:
- Sales Development Agent (jetzt über das Frontier-Programm verfügbar): Ein vollständig autonomer Vertriebsagent, der Interessenten recherchiert, personalisierte Kontaktaufnahmen erstellt und rund um die Uhr nachfasst. Sobald Leads qualifiziert sind, übergibt er sie an menschliche Verkäufer. Im Grunde ein SDR, der niemals schläft.
- Word-, Excel- und PowerPoint-Agenten in Copilot Chat: Erstellen hochwertige Office-Inhalte, indem ihr gezielte Fragen stellt, um eure Ziele zu verstehen. Sie übernehmen Recherche, Formatierung und Layoutgestaltung – kein Starren mehr auf leere Dokumente.
- Zwölf neue Security-Copilot-Agenten sind in bestehende Sicherheitstools eingebettet und automatisieren die Alarmbewertung, das Management von Identitätsrisiken, die Compliance von Endgeräten und die Behebung von Datenproblemen.
Ach ja, und ratet mal, wer es offiziell gemacht hat? Anthropic ist jetzt offiziell Teil des Azure-Ökosystems: Microsoft hat Anthropics Claude 4.5 Sonnet, Haiku und Opus in seine Bibliothek aufgenommen. Damit ist Microsoft nun der einzige Cloud-Anbieter, der sowohl OpenAI als auch Anthropic hostet.
Warum das wichtig ist
Eine neue, von Microsoft in Auftrag gegebene IDC-Studie befragte mehr als 4.000 Führungskräfte aus Unternehmen und brachte etwas Bemerkenswertes zutage. Zwar nutzen heute 68 % der Unternehmen KI, doch es zeichnet sich eine massive Lücke ab.
Die besten 22 % (die sogenannten „Frontier-Unternehmen“) erzielen dreimal höhere Renditen als Nachzügler. Was unterscheidet sie? Sie nutzen KI in durchschnittlich sieben Geschäftsbereichen (nicht nur in einem oder zwei), entwickeln maßgeschneiderte KI-Lösungen (heute 58 %, in 24 Monaten bereits 77 %) und setzen aggressiv auf agentische KI.“
Laut IDC wird sich die Zahl der Unternehmen, die agentische KI einsetzen, in den nächsten zwei Jahren verdreifachen (auf der Ignite wurde die Zahl von 1,3 Milliarden bis 2028 eingesetzten Agenten genannt). Das Zeitfenster, um zu einem Frontier-Unternehmen zu werden, schließt sich also.
Agent 365 bietet Unternehmen die Infrastruktur, um Agenten zu skalieren, ohne die Kontrolle zu verlieren, und löst genau die Bedenken (Sicherheit, Governance und Transparenz), die IT-Abteilungen bislang davon abgehalten haben, autonome KI einzusetzen.
Es ist jetzt über das Frontier-Programm von Microsoft.
verfügbar. Hier findet ihr den Rest unserer Berichterstattung zur Microsoft Ignite.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Inhalt erschien ursprünglich im Newsletter unserer Schwesterpublikation, The Neuron. Weitere Beiträge von The Neuron könnt ihr hier für den Newsletter anmelden.

