OpenAI erwägt 5-prozentige Beteiligung der US-Regierung, heißt es in einem Bericht

President Donald Trump seated in the Oval Office with the Winston Churchill bronze bust sculpture blurred in the foreground and advisors standing in the background.

Image: The White House

Jul 2, 2026
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OpenAI will Uncle Sam zu seinem neuesten Geschäftspartner machen.

Der ChatGPT-Hersteller hat erste, „konzeptionelle“ Gespräche mit der Regierung von President Donald Trump über eine 5-prozentige Beteiligung Washingtons geführt, berichtete die Financial Times am Donnerstag unter Berufung auf zwei mit den Gesprächen vertraute Personen. Auf Grundlage einer Bewertung von OpenAI in Höhe von 852 Milliarden US-Dollar aus der Finanzierungsrunde im März wäre diese Beteiligung etwa 42,6 Milliarden US-Dollar wert.

CEO Sam Altman hat die Idee President Trump, Commerce Secretary Howard Lutnick und Treasury Secretary Scott Bessent vorgeschlagen, laut FT. In den vergangenen Wochen hat er außerdem mit Vermont Senator Bernie Sanders gesprochen.

Der Vorschlag beschränkt sich nicht auf OpenAI. Altman und sein Team haben angeregt, dass auch andere große US-KI-Entwickler – darunter Anthropic, Google und Meta – ähnliche Beteiligungen von jeweils 5 % in ein staatlich verwaltetes Anlagevehikel einbringen, das dem Alaska Permanent Fund nachempfunden ist. Dieser staatliche Fonds wandelt die Öleinnahmen Alaskas in jährliche Dividendenzahlungen an die Einwohner um.

Keines dieser Unternehmen hat bestätigt, dass es dem zustimmen würde, und jede formelle Vereinbarung würde wahrscheinlich ein Gesetz des Kongresses erfordern.

Warum OpenAI Washington möglicherweise einbeziehen will

KI-Unternehmen stehen in Washington derzeit tatsächlich unter erheblichem Druck. OpenAI verschob im vergangenen Monat nach einer Anfrage der Regierung die breite Veröffentlichung seines GPT-5.6-Modells 

Anthropic erging es ähnlich: Das Unternehmen setzte den Zugang zu seinen fortschrittlichsten Modellen wegen Bedenken im Zusammenhang mit Exportkontrollen aus, bevor die Regierung diese Beschränkungen in dieser Woche aufhob. Beide Unternehmen bereiten außerdem Börsengänge vor, bei denen sie mit mehr als 1 Billion US-Dollar bewertet werden könnten – dadurch ist regulatorisches Wohlwollen in Washington wertvoller denn je.

Trump hat offen darüber gesprochen, dass Amerikaner am finanziellen Aufwärtspotenzial der KI teilhaben sollen. Im vergangenen Monat sagte er Reportern, eine staatliche Beteiligung „werde fast zu einer Partnerschaft mit der amerikanischen Öffentlichkeit“. Er bezeichnete das Konzept als „interessant“ und sagte, seine Regierung werde es prüfen.

Wie ein KI-Wohlstandsfonds funktionieren könnte

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Damit baut der Vorschlag auf den Vorarbeiten auf, die OpenAI bereits geleistet hat.

Im April veröffentlichte das Unternehmen ein Grundsatzpapier, in dem es einen „öffentlichen Wohlstandsfonds“ forderte, der Bürgern – auch solchen ohne Geld am Aktienmarkt – einen Anteil am Wachstum der KI geben sollte. Anthropic hat etwas Ähnliches vorgeschlagen: eine „digitale Dividende“, die durch Branchensteuern finanziert wird. Sanders wiederum will deutlich weiter gehen: eine staatliche Beteiligung von 50 % an großen KI-Unternehmen, finanziert durch eine einmalige Steuer, verbunden mit Sitzen in den Aufsichtsgremien und Stimmrechten.

Dafür gibt es auch Präzedenzfälle. Washington hält bereits eine Beteiligung von 10 % an Intel und erhält einen Anteil an den Chipverkäufen von Nvidia und AMD nach China.

Der regulatorische Interessenkonflikt

Das entscheidende Problem ist hier ein struktureller Interessenkonflikt. Wenn die Regierung Aktionär wird, wendet sie dann dieselbe regulatorische Strenge an wie ein Aktionär ohne finanzielles Interesse am Erfolg des Unternehmens? Es besteht die reale Gefahr, dass die Aufsicht nachsichtiger werden könnte. 

Obwohl die Regierung dies als Partnerschaft dargestellt hat und President Trump die Idee „eine großartige Sache“ nannte, die Amerikaner zu „Partnern in dieser Revolution“ mache, verschiebt dies die Rolle der Regierung grundlegend – vom Schiedsrichter zum Teamkollegen. Das könnte künftige Kartell- oder Sicherheitsmaßnahmen erschweren.

Das ist die Spannung im Zentrum des Vorschlags. Eine staatliche Beteiligung könnte das KI-Wachstum zu einem öffentlichen Vermögenswert machen, aber sie könnte auch dazu führen, dass sich die künftige Aufsicht schwerer von finanziellen Interessen trennen lässt. Die Frage ist nicht nur, ob Washington einen Anteil an OpenAI haben will. Es geht darum, ob Washington diesen Anteil besitzen und das Unternehmen dennoch unabhängig und mit gebührendem Abstand regulieren kann.

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Mehr darüber, wie OpenAI seine Präsenz im Unternehmensbereich über staatliche Initiativen hinaus ausbaut, erfahren Sie in unserer Berichterstattung über die ausgeweitete OpenAI-Partnerschaft von HP und deren Bedeutung für die Einführung von KI in Unternehmen.


Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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