OpenAI hat ChatGPT gerade ein Sozialleben verpasst.
Der Tech-Konzern führt weltweit Gruppenchats in ChatGPT ein. Damit können Menschen gemeinsam mit ChatGPT in einem einzigen geteilten Thread arbeiten und interagieren.
Die Funktion wurde vergangene Woche in Japan, Neuseeland, Südkorea und Taiwan getestet. Nach Angaben des Unternehmens spielte die frühe Resonanz eine wichtige Rolle bei der weltweiten Einführung.
Wie OpenAI in seinem Update erklärte: „Das frühe Feedback aus dem Pilotprojekt war positiv. Deshalb weiten wir Gruppenchats in den kommenden Tagen weltweit auf alle angemeldeten Nutzerinnen und Nutzer mit den Tarifen ChatGPT Free, Go, Plus und Pro aus.“ Die neue Funktion ermöglicht es bis zu 20 Personen, an einem Gespräch mit ChatGPT teilzunehmen.
OpenAI wies darauf hin, dass sich ein Gruppenchat ganz einfach starten lässt: Tippt man in einem beliebigen Chat auf das Personensymbol, wird eine Option zum Einladen weiterer Personen geöffnet. Sobald jemand hinzugefügt wird, erstellt ChatGPT automatisch eine Kopie der ursprünglichen Unterhaltung. So bleiben private Chats getrennt und geschützt.
Nutzerinnen und Nutzer können über einen geteilten Link beitreten, ein kurzes Profil einrichten und ihre Gruppen in einem eigenen Bereich der Seitenleiste finden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Starten eines Gruppenchats in ChatGPT. Bild: OpenAI
Das Unternehmen erklärte die Erfahrung basiert auf GPT-5.1 Auto, das für die jeweilige Person, der ChatGPT antwortet, das beste verfügbare Modell auswählt. OpenAI betonte, dass der Datenschutz von Anfang an in das Design integriert wurde. Gruppenchats greifen nicht auf den persönlichen ChatGPT-Speicher irgendeiner Person zu, und aus diesen geteilten Unterhaltungen werden keine neuen Erinnerungen erstellt.
Alle Mitglieder der Gruppe können sehen, wer anwesend ist, und jederzeit die Gruppe verlassen. Ist eine Person unter 18 Jahren Teil einer Gruppe, reduziert ChatGPT automatisch die Darstellung sensibler Inhalte für alle Gruppenmitglieder. Eltern und Erziehungsberechtigte können Gruppenchats außerdem über die Jugendschutzfunktionen deaktivieren.
Ein Schritt hin zu einer sozialeren KI
TechCrunch zufolge betrachtet das Unternehmen Gruppenchats als Beginn einer stärker kollaborativen Plattform und nicht bloß als Einzelwerkzeug. In einer E-Mail an die Publikation erklärte OpenAI, „Mit der Zeit soll ChatGPT eine aktivere Rolle in echten Gruppengesprächen übernehmen und Menschen dabei helfen, gemeinsam zu planen, etwas zu erschaffen und ins Handeln zu kommen.“
Das Unternehmen bekräftigte dies in einem eigenen Blogbeitrag: „Gruppenchats sind erst der Anfang auf dem Weg dahin, dass ChatGPT zu einem gemeinsamen Ort für die Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen wird.“
Nachdem OpenAI Anfang dieses Monats GPT-5.1 auf den Markt gebracht und eine Reihe sozial ausgerichteter Funktionen wie die Sora app eingeführt hat, zeigen die Gruppenchats, dass OpenAI noch stärker auf Erlebnisse für mehrere Nutzer setzt.
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