Sam Altman warnt OpenAI-Mitarbeiter vor „wirtschaftlichem Gegenwind“ während Googles Comeback mit Gemini 3

OpenAI CEO Sam Altman speaks on the Aug. 7 livestream at which the AI model GPT-5 was announced.

OpenAI CEO Sam Altman speaks on the Aug. 7 livestream at which the AI model GPT-5 was announced. Screenshot: TechRepublic

Nov 24, 2025
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Der Chef des Unternehmens, das den KI-Boom ausgelöst hat, fordert sein Team auf, sich auf eine holprige Fahrt einzustellen.

OpenAI-CEO Sam Altman hat seinen Mitarbeitern kürzlich ein verblüffendes Memo zukommen lassen. Darin räumt er ein, dass sich das Unternehmen auf eine schwierige Phase im Wettbewerb einstellt – oder, wie er es ausdrückte, auf „raue Zeiten“. Der Grund? Googles großes Comeback im KI-Rennen, befeuert durch die prall gefüllten Kassen des Konzerns und die breite Einführung seines neuesten Modells Gemini 3.

Das interne Memo, über das The Information zuerst berichtete, deutet auf einen erheblichen Wandel in der Wettbewerbslandschaft hin, die OpenAIs ChatGPT lange dominiert hat. Altman räumte ein, dass „Google in letzter Zeit in jeder Hinsicht hervorragende Arbeit geleistet hat“, und merkte an, dass Googles Fortschritte in Bereichen wie dem Pretraining OpenAIs Position beeinträchtigen könnten.

Er warnte die Mitarbeiter außerdem, dass dieses Comeback „vorübergehend wirtschaftlichen Gegenwind für unser Unternehmen erzeugen könnte“. OpenAI ist zwar weiterhin hoch bewertet, doch Analysten beobachten den Druck, der auf dem Unternehmen lastet. Google, ein „Full-Stack-Unternehmen“, verfügt über einen enormen wirtschaftlichen Vorteil und kontrolliert alles – von der eigenen Hardware (der Entwicklung von TPUs) bis hin zu seinen riesigen Nutzerplattformen, einschließlich der Google-Suche, Workspace, und Android.

Die Veröffentlichung von Gemini 3 hat die Herausforderung nur noch verschärft. Google integriert diese leistungsfähige KI direkt in sein Ökosystem und verschafft Milliarden von Nutzern Zugang zu den neuen Funktionen – oft, ohne dass diese es überhaupt bemerken. Diese Allgegenwärtigkeit erzeugt einen starken Netzwerkeffekt, dem eigenständige Unternehmen wie OpenAI, die darauf angewiesen sind, dass Nutzer gezielt nach ChatGPT suchen, nur schwer etwas entgegensetzen können.

Auch die Finanzchefin des Unternehmens, Sarah Friar, hat Investoren kürzlich darüber informiert, dass die Nutzung von ChatGPT nachgelassen hat, obwohl die Gesamtfinanzen stabil bleiben.

Aufholen und Superintelligenz

Trotz der schwierigen Prognose zeigte sich Altman mit Blick auf OpenAIs Zukunft zuversichtlich. Er räumte ein, dass Rivalen wie Google und Anthropic den Abstand verkürzen, versicherte den Mitarbeitern jedoch, OpenAI „holt schnell auf“.

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Der CEO betonte, wie wichtig es sei, dass sich sein Team auf das ehrgeizigste Ziel des Unternehmens konzentriert: die Erreichung von Superintelligenz.

„Wir haben als Unternehmen genug Stärke aufgebaut, um damit umzugehen, dass anderswo starke Modelle veröffentlicht werden und Konkurrenz entsteht … (daher) ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich der Großteil unseres Forschungsteams darauf konzentriert, tatsächlich Superintelligenz zu erreichen“, schrieb Altman Berichten zufolge in dem internen Memo.

Er räumte außerdem die immense Herausforderung ein, die sich aus den zahlreichen Aufgaben von OpenAI ergibt: „Es s**cks, dass wir so viele schwierige Dinge gleichzeitig erledigen müssen – das beste Forschungslabor, das beste KI-Infrastrukturunternehmen und das beste KI-Plattform-/Produktunternehmen –, aber so ist nun einmal unser Los im Leben. Und ich würde mit keinem anderen Unternehmen tauschen.“

Strategische Reaktion und künftiger Fokus

Die Dringlichkeit in Altmans Botschaft geht auf Googles technologische Sprünge zurück, wie externe Experten festgestellt haben. So soll das Modell Gemini 3 Pro bei einigen Benchmarks, etwa der Rangliste von LM Arena, höhere Werte erzielt haben als OpenAIs aktuelle Modelle.

Als Reaktion darauf arbeitet OpenAI Berichten zufolge an einem neuen Sprachmodell mit dem Codenamen „Shallotpeat“, das speziell Probleme im Pretraining-Prozess beheben soll.

Altmans zentrale Botschaft an sein Team lautet, trotz dieses „kurzfristigen Wettbewerbsdrucks“ und „sehr ehrgeiziger Wetten“ fokussiert zu bleiben – selbst wenn dies bedeutet, „im aktuellen Regime vorübergehend zurückzufallen“. 

Dieses Memo wirft ein Schlaglicht auf die neue, wettbewerbsintensivere Phase der KI-Branche. Der anfängliche Schock und die Begeisterung über den Start von ChatGPT sind verflogen, die unangefochtene Ära von OpenAIs Dominanz ist vorbei, und finanzstarke Giganten wie Google sind nun voll im Spiel. Für OpenAI bedeutet der weitere Weg, diese „rauen Zeiten“ zu bewältigen und zugleich zu beweisen, dass das Unternehmen weiterhin schneller als alle anderen innovieren kann.

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Andernorts im KI-Rennen untersucht ein neuer Blick auf Gemini 3, Googles bislang leistungsfähigstes KI-Modell, wie fortschrittliches Schlussfolgern, interaktive Suchfunktionen und autonome Programmiertools gemeinsam eingeführt werden.

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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