Laut einer am Mittwoch durchgesickerten Aufnahme einer Mitarbeiterversammlung von OpenAI deutete CEO Sam Altman auf ein neues Geheimprojekt hin, an dem er mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive arbeitet. Altman arbeitet mit Ives Start-up io an KI-„Begleitgeräten“, die ihm zufolge „die Chance bieten, hier als Unternehmen das Größte zu tun, was wir je getan haben.“
Während der Versammlung kündigte Altman an, io für 6,5 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen, und merkte an, dass die Übernahme OpenAIs Bewertung um bis zu 1 Billion US-Dollar erhöhen könnte. Laut einem Exklusivbericht des Wall Street Journal.
Bisher wenige Details zu OpenAIs KI-Begleitgeräten bekannt
Altman und Ive hielten sich bei der Versammlung mit Details zurück. Altman erklärte, Geheimhaltung sei entscheidend für ihren letztendlichen Erfolg, damit Konkurrenten das Gerät nicht kopieren könnten, bevor es auf den Markt kommt.
Das KI-Unternehmenhofft, das mysteriöse Gerät bis Ende 2026 auf den Markt zu bringen. Altman äußerte die Hoffnung, letztlich 100 Millionen dieser KI-Begleiter auszuliefern, räumte jedoch ein, dass dies nicht vom ersten Tag an möglich sein werde.
Welche Art von Gerät genau geplant ist, ist zwar unbekannt, doch das WSJ enthüllte, dass es relativ klein sein und auf einem Schreibtisch Platz finden oder in eine Tasche passen soll. Das Gerät soll ein „Kerngerät“ werden, das Teil des Alltags wird, sodass Verbraucher danach greifen wie nach ihren iPhones und MacBook Pros.
Wie das Journal es beschrieb, soll das Gerät „die Umgebung und das Leben eines Nutzers ziemlich genau wahrnehmen“.
Das Gerät wird weder ein Telefon noch eine Brille sein, und wahrscheinlich wird es sich auch nicht um ein Wearable handeln. Angeblich soll es Nutzer von Bildschirmen wegführen, doch OpenAI hat keine weiteren Details dazu bekannt gegeben, wie das aussehen könnte.
OpenAI will mit Tech-Giganten wie Apple und Google konkurrieren
Mit dieser Übernahme bringt sich OpenAI in Position, um mit Apple und Google zu konkurrieren, deren Betriebssysteme zusammen fast alle Smartphones der Welt betreiben. Auch wenn Apple und Google bei künstlicher Intelligenz hinterherhinken mögen, dominieren die Tech-Giganten den Markt für Unterhaltungselektronik.Mit dem Markenimage, dem enormen Marktanteil, der langen Erfolgsgeschichte und dem Umsatz von mehreren Billionen US-Dollar dieser Unternehmen zu konkurrieren, wird für OpenAI schwierig sein. Das Unternehmen hat bislang noch keinen Gewinn erzielt und rechnet erst 2029 damit. Ohne ein eigenes Gerät zu bauen, wird OpenAI jedoch nicht direkt mit Verbrauchern interagieren können und stattdessen auf die Geräte anderer Unternehmen angewiesen sein, die als Vermittler zwischen Nutzern und ihren KI-Tools.

