Ukraine erobert erstmals russische Stellung ausschließlich mit Robotern

A robotic land drone made by Ukraine.

Credit: President Volodymyr Zelenskyy via X

Apr 15, 2026
3 minute read
eWeek content and product recommendations are editorially independent. We may make money when you click on links to our partners. Learn More

Krieg bedeutete schon immer Stiefel am Boden.

Bis jetzt.

Die Ukraine gab am Montag bekannt, dass ihre Truppen im dreijährigen Konflikt erstmals eine von Russland gehaltene Stellung ausschließlich mit Maschinen eingenommen hätten. Präsident Wolodymyr Selenskyj verkündete dies während einer Rede vor ukrainischen Waffenherstellern am Tag der Waffenhersteller und stellte es nicht nur als militärischen Meilenstein dar, sondern auch als einen Einblick in die Richtung, in die sich die Kriegsführung entwickelt: wohin sich die Kriegsführung entwickelt.

„Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Krieges wurde eine feindliche Stellung ausschließlich von unbemannten Plattformen eingenommen – von Bodensystemen und Drohnen“, schrieb Selenskyj in einem Beitrag auf X. „Die Besatzer ergaben sich, und die Operation wurde ohne Infanterie und ohne Verluste auf unserer Seite durchgeführt.“

Selenskyj nannte weder den Ort noch die Größe der eroberten Stellung, und Einzelheiten über den konkreten Einsatz sind weiterhin rar. Der ukrainische Militäranalyst und ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Ivan Stupak äußerte sich in einem Interview mit The Moscow Times offen zu seiner Einschätzung.

„Wahrscheinlich handelte es sich nicht um einen großen Durchbruch – vermutlich um die Einnahme einer kleinen, nachgeordneten Stellung“, sagte Stupak dem Medium. „Der übergeordnete Punkt ist jedoch berechtigt: Wir könnten Zeugen eines bedeutenden Wandels sein.“

Er fügte hinzu: „Selbst wenn es dabei um die Einnahme einer kleinen Stellung ging: Wenn dies vollständig ohne menschliches Zutun geschah, könnte die nächste Stellung, die eingenommen werden kann, deutlich größer sein.“

An dem Einsatz waren sowohl Drohnen aus der Luft als auch robotische Bodensysteme beteiligt, Maschinen, die die Ukraine in zunehmender Zahl einsetzt entlang der Frontlinie. Zu den Robotern, die Selenskyj in seiner Ansprache nannte, gehören Ratel, TerMIT, Ardal, Rys, Zmiy, Protector und Volia. 

„Die Zukunft ist bereits an der Front – und die Ukraine baut sie. Das sind unsere robotischen Bodensysteme“, sagte er. Diese Maschinen werden für eine Reihe von Einsätzen genutzt – von Aufklärung und dem Verlegen von Minen über den Transport von Nachschub bis hin zum Angriff auf feindliche Stellungen.

22.000 Einsätze in drei Monaten

Der Einsatz von Bodenrobotern ist in den vergangenen Monaten geradezu explodiert. Von der ukrainischen Regierung veröffentlichte Statistiken zeigen, dass diese Maschinen allein in den vergangenen drei Monaten mehr als 22.000 Einsätze durchgeführt haben.

Advertisement

Zum Vergleich: Ende vergangenen Jahres verzeichnete das Militär in sechs Monaten nur etwa 2.000 Einsätze. Dieser zehnfache Anstieg verdeutlicht, wie schnell die Frontlinie mechanisiert wird. 

Selenskyj betonte die menschlichen Kosten dieses technologischen Wandels und erklärte: „Mit anderen Worten: Mehr als 22.000 Menschenleben wurden gerettet, wenn ein Roboter anstelle eines Soldaten in die gefährlichsten Gebiete geschickt wurde. Hier geht es um Hochtechnologie, die den höchsten Wert schützt – das menschliche Leben.“

Selenskyjs Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine weiterhin massiv in heimische Verteidigungstechnologie investiert – von Drohnen mit großer Reichweite über Marinesysteme bis hin zu Robotikplattformen. Der Präsident betonte, dies sei erst der Anfang, und verwies auf die umfassenderen Bemühungen, die Produktion hochzufahren und die Fähigkeiten an mehreren Fronten auszubauen.

Lesen Sie auch: Die robotergestützte Taktik der Ukraine auf dem Schlachtfeld entwickelt sich rasant weiter, und neuere Systeme wie humanoide Militärroboter werden bereits unter Kampfbedingungen getestet.

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

eWeek Logo

eWeek has the latest technology news and analysis, buying guides, and product reviews for IT professionals and technology buyers. The site's focus is on innovative solutions and covering in-depth technical content. eWeek stays on the cutting edge of technology news and IT trends through interviews and expert analysis. Gain insight from top innovators and thought leaders in the fields of IT, business, enterprise software, startups, and more.

Property of TechnologyAdvice. © 2026 TechnologyAdvice. All Rights Reserved

Advertiser Disclosure: Some of the products that appear on this site are from companies from which TechnologyAdvice receives compensation. This compensation may impact how and where products appear on this site including, for example, the order in which they appear. TechnologyAdvice does not include all companies or all types of products available in the marketplace.