Für Google steht bereits das nächste gesetzgeberische Problem vor der Tür.
Die US-Senatorin Elizabeth Warren, die Massachusetts vertritt, verlangt tiefere Einblicke in die Datenschutzstruktur des Gemini-Checkouts von Google. In einem Schreiben an Google-CEO Sundar Pichai äußerte sie Bedenken darüber, wie Google die Nutzerdaten für diese Funktion zu verwenden beabsichtigt.
Der Brief vom 3. Feb., in dem es heißt: „Am 11. Januar 2026 haben Sie die Partnerschaft von Google mit Shopify, Etsy, Wayfair, Target, Walmart und anderen Einzelhändlern angekündigt, um einen neuen KI-Standard namens Universal Commerce Protocol (UCP) umzusetzen, der es KI-Agenten bei verschiedenen Einzelhändlern ermöglicht, ‚über jeden Schritt der Einkaufsreise hinweg miteinander zu kommunizieren.‘“
Sie äußerte zudem ihre Sorge: „Ich befürchte, dass diese Partnerschaften und Googles Integration einer neuen Shopping-Funktion in Gemini es Google und seinen Handelspartnern ermöglichen könnten, sensible Nutzerdaten auszunutzen, um die Privatsphäre der Verbraucher zu verletzen und sie zu manipulieren, damit sie mehr ausgeben und höhere Preise zahlen.“
So funktioniert das Universal Commerce Protocol
UCP ist ein offenes Shopping-Protokoll, das von Google und Shopify entwickelt wurde, dem sich später weitere Einzelhändler anschlossen. Der offene Standard ermöglicht es KI-Agenten, das Einkaufserlebnis zu übernehmen – von der Produkterkennung über den Checkout bis hin zu weiteren Schritten – und so die Kaufabwicklung zu vereinfachen.

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Laut Google Developers lässt es sich flexibel in APIs integrieren, sodass Unternehmen und ihre Entwickler es zu ihren Diensten hinzufügen können. So kann beispielsweise ein Restaurant UCP in seine Website integrieren und Nutzern ermöglichen, Artikel zu kaufen, nachdem sie diese über einen Dienst wie Gemini angesehen haben.
Googles Ziel für Verbraucher ist einfach: Die Reibung beim Navigieren durch mehrere Schritte während des Einkaufs soll entfallen. Dadurch verringert sich die Zeit von der Produktentdeckung bis zur Kaufentscheidung.
Der Aufstieg des KI-gestützten Handels
In der heutigen Welt steckt in allem ein bisschen KI. Von einfach wirkender generativer KI über komplexe KI-Agenten, die sich um Unternehmensanforderungen kümmern, bis hin zu Robotern, die Hausarbeiten erledigen. Daher ist es naheliegend, dass KI auf diese Weise aktiv im Handel eingesetzt wird.
Prädiktive KI wird bereits eingesetzt, um Statistiken und das Nutzerverhalten mithilfe von Shopping-Algorithmen zu analysieren. Doch Google treibt UCP schnell voran.

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Derzeit unterstützt von mehr als 20 Partnerunternehmen, würde das Protokoll bei einer erfolgreichen Skalierung nicht nur OpenAI herausfordern, sondern auch maßgeblich verändern, wie der globale Handel in Zukunft betrieben wird.
Googles Reaktion und die wachsende Sorge über die Nutzung der Daten seiner Nutzer
In dem dreiseitigen Schreiben wird von Google erwartet, bis zum 17. Feb. auf die 12 Fragen zu antworten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels hat Google noch keine Antwort gegeben, was nicht ungewöhnlich ist, da erst zwei Tage vergangen sind. Wir erwarten jedoch, dass das Unternehmen mit einer Klarstellung und einer Verteidigung seiner Position reagieren wird.
Google ist mit solchen Untersuchungen allerdings nicht unerfahren. In den vergangenen Jahren sah sich der Technologiekonzern zahlreichen Ermittlungen, Regulierungsmaßnahmen und sogar Geldbußen im Zusammenhang mit seinen Datenrichtlinien gegenüber. Als einer der größten Inhaber von Internetnutzerdaten, die vor allem über seine Suchmaschine anfallen, lösen Produktankündigungen wie diese stets Datenschutzbedenken aus.
KI-basierte Projekte benötigen Daten – genau die Art von Daten, über die Google verfügt. Angesichts seines zunehmenden Rufs, unethische Datenpraktiken zu verfolgen, erwarten wir weitere kritische Beobachter, darunter die EU, da die Funktion auch dort zum Einsatz kommen wird.
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