Ein Schulbezirk im Bundesstaat New York gibt Schülern eine neue Art von Assistenten für den Unterricht.
Realbotix hat Optio, einen KI-gestützten Lehrerassistenten und Tutor für zu Hause, im Salamanca City Central School District im Reservat der Seneca Nation im Bundesstaat New York eingeführt. Das Pilotprojekt umfasst außerdem einen humanoiden Roboter der M-Serie von Realbotix zur Interaktion im Unterricht und soll im Herbst 2026 auf etwa 500 Highschool-Schüler ausgeweitet werden.
Der Test bringt KI-Nachhilfe in eine reale Unterrichtsumgebung, in der Schüler nicht nur mit Software, sondern auch mit einem verkörperten KI-System interagieren, das Fragen beantworten, Lektionen vertiefen und den Robotikunterricht unterstützen soll.
KI-Nachhilfe zieht ins Klassenzimmer ein
Laut Interesting Engineering, bietet Optio Schülern Zugriff auf personalisierte digitale Avatare, die mit vom Schulbezirk genehmigten Lehrplänen trainiert wurden. Das System bietet individuelle Nachhilfe, vertieft Konzepte, hilft mehrsprachig bei Hausaufgaben und leistet rund um die Uhr akademische Unterstützung.
Das Unternehmen erklärte, der Unterrichtsroboter sei für die persönliche Interaktion konzipiert und nutze Sprachverarbeitung, ausdrucksstarke Gesichtsbewegungen und Echtzeitgespräche, um Fragen zu beantworten und an Unterrichtsaktivitäten teilzunehmen.
„Wir gehen über Labordemonstrationen und Pilotprojekte hinaus und bringen echte, verkörperte KI direkt in die Klassenzimmer“, sagte Realbotix-CEO Andrew Kiguel gegenüber Business Wire.
Das Pilotprojekt bringt verkörperte KI direkt vor die Schüler, statt sie auf einem Laptopbildschirm zu belassen. Für Schulen könnte dies den KI-Unterricht praxisnäher machen, insbesondere in Robotik- und MINT-Kursen, in denen Schüler lernen, wie automatisierte Systeme menschliche Eingaben wahrnehmen, verarbeiten und darauf reagieren.
So will Salamanca das Pilotprojekt ausweiten
Der Salamanca City Central School District ist ein Woz ED STEM Pathway District, ein von Steve Wozniak gegründetes Programm, um Schüler vorzubereiten für Karrieren in MINT und aufstrebenden Technologien.
Robotics Tomorrow berichtete, dass der anfängliche Einsatz von Optio Highschool-Schüler in Woz-ED-KI- und Robotikkursen unterstützen wird. Der Schulbezirk plant, das Programm im Herbstsemester auf etwa 500 Highschool-Schüler auszuweiten.
Dr. Mark Beehler, Superintendent des Salamanca City Central School District, erklärte, der Bezirk habe einen „sicheren, auf Salamanca zugeschnittenen KI-Tutor“ sowie individuelle KI-Tools für Lehrkräfte gewollt.
Beehler sagte, Schulen hätten mit Herausforderungen durch die rasche Einführung von KI und den Missbrauch durch Schüler zu kämpfen. Er fügte hinzu, dass das Tool Lehrkräfte unterstützen und nicht ersetzen solle, während es Schülern kontrollierten Zugang zu KI-Ressourcen ermögliche.
Sicherheit und Aufsicht werden den Test prägen
Der Einsatz im Klassenzimmer mag Aufmerksamkeit erregen, doch der eigentliche Test besteht darin, ob die Schutzvorkehrungen für den täglichen Einsatz mit Schülern ausreichen.
Realbotix erklärte, Optio umfasse bildungsspezifische Leitplanken, die Aufsicht durch den Schulbezirk, Schutz vor unangemessenen Antworten und Vorkehrungen gegen unzuverlässige Ausgaben. Das Unternehmen erklärte außerdem, die Plattform könne neurodiverse Lernende durch personalisierte Wiederholungen unterstützen und Lehrkräften bei der Unterrichtsplanung, der Anpassung von Lehrplänen und der Differenzierung des Unterrichts helfen.
Die Risiken sind jeder Schule vertraut, die generative KI einsetzt.
Schulbezirke müssen Datenschutz, Verzerrungen, faktische Genauigkeit, die Abhängigkeit der Schüler und das Ausmaß der Kontrolle managen, die Lehrkräfte über KI-generierte Unterstützung behalten. Ein humanoider Roboter bringt eine weitere Ebene hinzu, weil Schüler nicht einfach nur in ein Tool tippen. Sie interagieren in einem Klassenzimmer mit einem physischen KI-System.
Das Pilotprojekt könnte Realbotix einen Beleg dafür liefern, dass sich KI-Nachhilfe und Robotik-Tools an weitere MINT-orientierte Schulen verkaufen lassen.
Für Lehrkräfte stellt sich unmittelbarer die Frage, ob das System die Beteiligung verbessern und den Arbeitsaufwand verringern kann, ohne die Aufsicht durch Lehrkräfte zu schwächen oder Schüler ungenauen Inhalten auszusetzen.
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