OpenAI spendiert Sora 2 ein spektakuläres Upgrade – längere, strukturiertere KI-Videos und ein neues Storyboard-Tool, das Planung nach Hollywood-Art in den Browser bringt.
Das Unternehmen gab bekannt, dass nun alle 15-Sekunden-Videos erstellen können, während ChatGPT-Pro-Abonnenten in der Webversion bis zu 25 Sekunden generieren können. Das von OpenAI auf X (früher Twitter) als „2 Sora-2-Updates“ vorgestellte Update führt außerdem Storyboards ein – ein Tool, mit dem Kreative ihre KI-Videos Bild für Bild planen und gestalten können.
Bisher beschränkte Sora 2 die Nutzer auf kurze Clips von zehn Sekunden. Die neue Option von 15 Sekunden entspricht einer Steigerung um 50 % und schafft mehr Raum für Geschichten und komplexe Szenen. In den offiziellen Versionshinweisen schrieb OpenAI: „Wir führen außerdem neue Optionen für längere Videos ein – perfekt für Ideen, die ein paar zusätzliche Momente brauchen, um sich vollständig zu entfalten.“
Neben längeren Videos hat OpenAI außerdem ein neues Storyboard-Tool für Pro-Abonnenten. Nach Angaben des Unternehmens, können Nutzer „ihr Video von Grund auf Bild für Bild erstellen – genau wie bei den Storyboards in Sora 1 – oder einfach eine Szene beschreiben, eine Dauer auswählen und Sora ein detailliertes Storyboard erstellen lassen, das sie bearbeiten können.“
Das derzeit als Beta verfügbare Storyboard-Tool ist exklusiv für ChatGPT-Pro-Nutzer und nur über die Webversion von Sora verfügbar.
So greifen Sie auf die neuen Funktionen zu
Nutzer können die Dauer ihrer KI-generierten Videos problemlos anpassen. In der Sora-App lässt sich die Dauer ändern, indem man auf das Dropdown-Menü unter „Video erstellen“ tippt. Im Web erscheint die Option unter dem Einstellungssymbol unten links in der Erstellungsleiste.
In den Versionshinweisen von OpenAI steht außerdem, dass 15-Sekunden-Videos auf das tägliche Nutzungslimit wie zwei Videos angerechnet werden, während 25-Sekunden-Videos wie vier zählen.
Kaum drei Wochen nach seiner Veröffentlichung hat Sora 2 die Welt sowohl beeindruckt als auch verunsichert. Die Fähigkeit des Tools, realistische, von Geschichten getragene Clips zu erzeugen, hat die Kreativität beflügelt, aber auch die hitzigen Debatten in Hollywood über Eigentumsrechte und Einwilligung neu entfacht.
Agenturen wie CAA und WME haben bereits gewarnt, dass die Technologie „unsere Kunden und ihr geistiges Eigentum erheblichen Risiken aussetzt“, während OpenAI fieberhaft versucht, die Wogen zu glätten. Als Reaktion darauf hat CEO Sam Altman neue Einstellungen für eine „granulare Kontrolle“ und eine mögliche Beteiligung der Rechteinhaber an den Einnahmen versprochen – doch die Skepsis bleibt groß.
Während OpenAI mit Sora 2 immer tiefer in die kreative KI vordringt, baut das Unternehmen seine Reichweite auch über die Inhaltserstellung hinaus aus. Die neue Partnerschaft von Walmart mit OpenAIzeigt, wie die Technologie des Unternehmens alles verändert – von der Videogenerierung bis hin zum täglichen Einkauf.

