Die zentralen Strategien im Markt für Datensicherheit zielen allesamt darauf ab, digitale Informationen vor unbefugtem Zugriff, Beschädigung oder Diebstahl zu schützen. Diese Strategien konzentrieren sich sowohl auf versehentlichen Verlust als auch auf vorsätzlichen Diebstahl. Dadurch wird der Markt für Datensicherheit zu einer breit gefassten Kategorie mit zahlreichen Produkten unter seinem übergeordneten Dach.
Auf der Hardwareseite umfasst der Markt für Datensicherheit Backup, Speicherung und Wiederherstellung sowie physische Richtlinien wie Remote-Backups und „Air Gaps“, bei denen die Hardware physisch getrennt und nicht vernetzt ist.
Auf der Softwareseite umfasst der Markt für Datensicherheit Best Practices, die Datenschutztechniken wie Verschlüsselung, Schlüsselverwaltung, Datenredaktion und Datenmaskierung sowie Zugriffskontrollen und Auditing und Monitoring für privilegierte Benutzer regeln. Dazu gehört auch die Datensicherheit beim Cloud Computing.
Das Ergebnis ist ein boomender Markt für Datensicherheit. Laut dem Marktforschungsunternehmen MarketsandMarkets soll der Markt für Datensicherheit von geschätzten 31,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf 55,3 Milliarden US-Dollar bis 2027 wachsen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 12,3 %. Zu den Faktoren, die das Marktwachstum vorantreiben, gehören die digitale Transformation und damit verbundene Sicherheitsprobleme, die Einhaltung strenger gesetzlicher Vorgaben sowie die zunehmende Nutzung von Cloud-Technologie und Edge-Computing-Geräten in Unternehmen.
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Was sind die zentralen Strategien im Markt für Datensicherheit?
Best Practices für Datensicherheit erfordern in der Regel eine mehrschichtige Strategie, die mehrere Verteidigungsebenen vorsieht. Ausgehend von dieser Grundlage sind dies die führenden Strategien, mit denen Manager die Datensicherheit schützen.
1. Die Daten selbst schützen
Es besteht die Tendenz, die Sicherheit ausschließlich auf den Netzwerkperimeter zu konzentrieren und das gesamte Augenmerk auf die Firewall zu richten. Doch was passiert, wenn ein Eindringling die Firewall überwindet? Sind die Daten ungeschützt und unverschlüsselt, hat er uneingeschränkten Zugriff darauf. Sorgen Sie daher auch für einen guten Datenschutz innerhalb der Firewall.
2. Ein Zero-Trust-Netzwerkdesign einführen
Zero-Trust-Netzwerke sind genau das: Benutzer können sich innerhalb eines Zero-Trust-Netzwerks nicht frei bewegen. Bei jedem Schritt müssen sie ihre Zugangsdaten validieren und nachweisen, dass sie auf die jeweiligen Daten zugreifen dürfen. Zero-Trust-Netzwerke sind äußerst effektiv darin, Eindringlinge aufzuhalten, erfordern jedoch eine umfassende Überarbeitung des Netzwerks.
3. Alle Daten verschlüsseln
Daten sollten weder unverschlüsselt noch für jeden im Netzwerk oder in der Cloud lesbar gespeichert werden. Stellen Sie sicher, dass alle Daten verschlüsselt gespeichert werden und auch während Migrationen verschlüsselt bleiben, da es zu erheblichen Datenverlusten kommen kann, wenn Daten übertragen werden.
4. Starke Passwörter und Richtlinien festlegen
Noch immer haben zu viele Unternehmen nachlässige Passwortrichtlinien. Sie erlauben ihren Mitarbeitern, einfache, allgemeine und leicht zu erratende Passwörter zu verwenden, und verlangen nicht, dass diese regelmäßig geändert werden. Zweifellos werden sich Mitarbeiter über die Verwendung starker Passwörter beschweren, doch dieser Schritt ist notwendig. Ebenso notwendig ist es, sie dazu zu verpflichten, ihr Passwort mindestens alle 90 Tage zu ändern und alte Passwörter nicht erneut zu verwenden.
5. Die Sicherheit testen
Gehen Sie nicht einfach davon aus, dass das Netzwerk sicher und geschützt ist, nur weil eine Firewall und Antivirenprogramme installiert wurden. Sicherheitsprogramme sind nicht unfehlbar und anfällig für Fehler und Exploits, während Hacker hartnäckig sind. So wie Software während der Entwicklung auf ihre Funktionalität getestet wird, müssen Sie Ihre Firewall und Sicherheitssysteme testen, um sicherzustellen, dass sie funktionieren.
6. Mehr Geld und Zeit in Cybersicherheit investieren
Sicherheit lässt sich nur schwer verkaufen, denn die tatsächliche Rendite der Investition (ROI) beruht darauf, dass „nichts passiert“. Unternehmen geben Tausende, wenn nicht Millionen, für Sicherheitsmaßnahmen aus. Abgesehen von Berichten über Angriffe erfahren sie möglicherweise nie wirklich, ob diese Maßnahmen funktionieren oder Kriminelle fernhalten. Viele große Unternehmen mit sensiblen Geschäftsdaten ernennen Chief Security Officers (CSOs) oder Chief Information and Security Officers (CISOs), die Richtlinien umsetzen und sie für die C-Suite zur Priorität machen.
7. Systeme regelmäßig aktualisieren
Das Einspielen von Patches ist ein endloser Prozess. Die meisten Hardware- und Softwareanbieter veröffentlichen regelmäßig Updates für Sicherheitslücken – monatlich, vierteljährlich oder sobald es erforderlich ist. In einem großen Unternehmen gibt es dabei viel zu patchen: die Firmware der Hardware, das Betriebssystem, die Anwendungen, die Firewall und vieles mehr. Doch es handelt sich um ein notwendiges Übel, das erledigt werden muss.
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8. Datenspeicher bereinigen
Viele Unternehmen gehen nachlässig mit der Verwaltung ihrer Datenspeicher um. Sie lassen redundante Kopien an mehreren Standorten liegen. Die meisten vernünftigen Speichersysteme enthalten Anwendungen zur Datenduplikaterkennung, die redundante Daten finden und entfernen sowie Datenspeicher sauber und bereinigt halten.
9. Daten regelmäßig sichern
Regelmäßige Backups sowohl von lokalen als auch von Cloud-Daten sind Pflicht. Ein lokales Backup ermöglicht es Unternehmen, Daten im Fall einer Katastrophe im Rechenzentrum an einem anderen physischen Ort zu speichern, während ein Cloud-Backup Daten sicher in der Cloud speichert. In beiden Fällen hilft eine Disaster-Recovery-Software Unternehmen dabei, verlorene Daten schnell wiederherzustellen.
10. Ein unternehmensweites Sicherheitsbewusstsein schaffen
Datensicherheit ist nicht nur die Aufgabe des CSO und der IT-Abteilung, sondern aller Personen, die sich am Netzwerk anmelden. Ihre Verantwortung umfasst sichere Passwörter und die Umsetzung von Best Practices. Das bedeutet, keine E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern zu öffnen, Anmelde- und Passwortinformationen nicht weiterzugeben und diese Informationen nicht auf einem Klebezettel im Büro aufzuschreiben.
11. Die physische Sicherheit des Rechenzentrums berücksichtigen
Der Ort, an dem Daten lokal gespeichert werden, sollte am schwersten zugänglich und physisch am besten gesichert sein. Das bedeutet, möglichst wenigen Personen – und nur denjenigen, die den Zugriff für ihre Arbeit unbedingt benötigen – Zugriff auf Datenbank-, Netzwerk- und Administratorkonten zu gewähren. Außerdem sollte das Rechenzentrum vollständig mit Einrichtungen zur Katastrophenprävention wie Brandlöschanlagen und Klimaregelung ausgestattet sein.
12. Umfassendes Netzwerkmonitoring einsetzen
Netzwerksicherheits- und Monitoring-Tools sind häufig hochspezialisiert und nicht umfassend ausgelegt. Es ist selten, ein einziges Produkt oder Tool zu finden, das alle Aspekte der Netzwerküberwachung abdeckt. Daher ist es notwendig, in lokalen Umgebungen eine umfassende Suite aus Tools für Bedrohungsmanagement, Erkennung und Reaktion einzusetzen.
13. Datensicherheit und BYOD-Richtlinien berücksichtigen
Der Trend zu Bring Your Own Device (BYOD) wird nicht verschwinden, daher können sich Unternehmen ebenso gut darauf einstellen. Das kann bedeuten, geeignete Sicherheitssoftware und -dienste für Mitarbeiter zu installieren, die ihre persönlichen Computer, Tablets und Mobilgeräte verwenden möchten. Wenn etwas auf einem vom Unternehmen ausgegebenen Gerät funktioniert, sollte es auch auf einem BYOD-Gerät funktionieren.
14. Verschlüsselung einsetzen
Viel zu viele Datensätze sind vollständig unverschlüsselt und ungeschützt vor Diebstahl. Verschlüsselungsschlüssel verschleiern Daten, sodass nur autorisierte Benutzer sie lesen können. Es gibt auch Lösungen zur Datei- und Datenbankverschlüsselung, die als letzte Verteidigungslinie dienen, indem sie ihre Inhalte durch Verschlüsselung oder Tokenisierung unkenntlich machen. Datenbanken verfügen über Verschlüsselungs- und andere Schutzfunktionen – sie müssen lediglich aktiviert werden.
15. Datenmaskierung implementieren
Datenmaskierung bezeichnet den Prozess, bei dem Datenbestandteile aus einem Eintrag entfernt und durch ein Sternchen oder ein anderes Zeichen ersetzt werden. Wahrscheinlich haben Sie dies bereits bei sicheren Anmeldungen und Passwörtern gesehen. Durch den Einsatz von Datenmaskierung kann ein Unternehmen Anwendungen mit den echten Daten entwickeln, ohne sich Gedanken über deren Offenlegung machen zu müssen.
16. Eine ausgefeilte Backup-Richtlinie einsetzen
Es versteht sich von selbst, dass Unternehmen nutzbare und gründlich getestete Sicherungskopien aller kritischen Daten vorhalten müssen. Für alle Backups sollten dieselben physischen und richtlinienbasierten Sicherheitskontrollen gelten wie für die primären Datenbanken und Kernsysteme. Die Sicherung bei einem regulatorisch konformen Cloud-Anbieter kann viel Ärger ersparen, da dieser für die physische und virtuelle Sicherheit der Daten verantwortlich ist.
17. In die Schulung der Mitarbeiter investieren
Die Schulung von Mitarbeitern über die Bedeutung guter Sicherheitspraktiken ist entscheidend und wird allzu oft übersehen oder einfach vorausgesetzt. Es gibt einen Grund dafür, dass Phishing-Angriffe so erfolgreich sind: Viel zu viele Mitarbeiter wissen nicht, dass sie nicht auf einen Link oder Anhang von einem unbekannten Absender klicken sollten. Dieses Problem plagt die IT bereits seit Jahrzehnten.
Ein Handbuch mit Praktiken und Richtlinien zusammenzustellen, reicht nicht aus. Es muss Zeit darauf verwendet werden, Mitarbeiter darin zu schulen und zu unterweisen, was von ihnen erwartet wird.
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Wie sieht die Zukunft des Marktes für Datensicherheit aus?
Unternehmen durchlaufen eine Revolution der digitalen Transformation, da in physischen Formaten aufgezeichnete Daten in ein digitales Format umgewandelt werden. Das bedeutet, dass wesentlich mehr Daten geschützt werden müssen. Besonders sensibel für dieses Thema sind stark regulierte Branchen wie das Gesundheits- und Finanzwesen.
Die schiere Menge an Daten, die Unternehmen sowohl lokal als auch in der Cloud erzeugen und speichern, wächst in rasantem Tempo und führt zu einem größeren Bedarf an Data Governance. Durch das Aufkommen von Edge-Computing und dem Internet der Dinge, die Daten außerhalb des Rechenzentrums erzeugen, wird dies noch komplexer.
Unternehmen erstellen und verwalten Daten wie nie zuvor, und ihr Verlustrisiko war noch nie so hoch. Von Geschäftsgeheimnissen und geistigem Eigentum (IP) bis hin zu Kundeninformationen sind die Daten eines Unternehmens seine Lebensader. Das Vertrauen in die Fähigkeit, diese Daten zu schützen, war noch nie wichtiger. IBM zufolge gaben 75 % der befragten Verbraucher an, dass sie nicht bei Unternehmen kaufen werden, denen sie den Schutz ihrer Daten nicht zutrauen.

