Alibabas „leistungsstärkstes“ KI-Modell: Qwen3-Max verfügt über 1 Billion Parameter

Alibaba Qwen3-Max featured image.

Source: Qwen

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Liz Ticong
Liz Ticong
Sep 24, 2025
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Alibaba hat mit Qwen3-Max sein bislang leistungsstärkstes KI-Modell veröffentlicht. Das System verfügt über mehr als 1 Billion Parameter und soll den chinesischen Technologiekonzern im globalen KI-Wettlauf weiter voranbringen.

Das rekordverdächtige Modell wurde auf der jährlichen Konferenz des Unternehmens vorgestellt. Zhou Jingren, Chief Technology Officer von Alibaba Cloud, sagte Reuters, es biete fortschrittliche Codegenerierung und agentische Fähigkeiten.

Training mit riesigen Datensätzen

Qwen3-Max wurde mit 36 Billionen Tokens trainiert und kann Eingaben mit bis zu 1 Million Wörtern oder Symbolen verarbeiten – ungefähr so viel wie mehrere Bücher – und damit deutlich mehr als die meisten heutigen KI-Systeme.

Sein Mixture-of-Experts-Design wurde entwickelt, um eine konstante Leistung aufrechtzuerhalten und die Abstürze und Zurücksetzungen zu vermeiden, die beim Training ultr großer Modelle häufig auftreten. Alibaba erklärte, das Training sei ohne Leistungseinbrüche oder Rollbacks reibungslos verlaufen.

Das Unternehmen erklärt zudem, den Trainingsprozess mit neuen Methoden weiter verfeinert und dadurch effizienter und zuverlässiger gemacht zu haben. Ein Ansatz namens ChunkFlow verdreifachte die Geschwindigkeit des Systems bei der Verarbeitung langer Eingaben, während sich die Trainingseffizienz gegenüber dem vorherigen Qwen2.5 insgesamt um 30 % verbesserte.

Weitere Schutzmechanismen, darunter die Tools SanityCheck und EasyCheckpoint, verkürzten die Ausfallzeiten durch Hardwarefehler auf einen Bruchteil dessen, was frühere Modelle verkraften mussten.

Auf dem Weg zu agentischer KI

Die agentischen Fähigkeiten von Qwen3-Max ermöglichen es dem Modell, Aufgaben mit weniger menschlichen Eingaben zu übernehmen und sich selbstständig auf Ziele zuzubewegen – ein Schritt über herkömmliche Chatbots.

hinaus. Zwei Versionen werden derzeit eingeführt. Das Instruct-Modell ist bereits auf Alibaba Cloud und Qwen Chat verfügbar, während eine fortschrittlichere „Thinking“-Version noch trainiert wird. Entwickler können Qwen3-Max über APIs einbinden, die mit denen von OpenAI kompatibel sind. Das erleichtert es Nutzern, die bereits mit anderen führenden Modellen gearbeitet haben, auf Alibabas Plattform aufzubauen.

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An der Spitze globaler Ranglisten für Programmierung und logisches Denken

Qwen3-Max landet bereits weit oben in internationalen KI-Ranglisten. Die Instruct-Version sicherte sich einen Platz unter den drei besten globalen Modellen in der Text-Arena-Rangliste und übertraf dabei OpenAIs GPT-5-Chat. 

Im SWE-Bench Verified, einem Test zum Lösen realer Programmieraufgaben, erreichte das Modell 69,6 Punkte und gehört damit zu den bislang leistungsstärksten Coding-Modellen.

Auch bei Agenten-Benchmarks überzeugte das System. Im Tau2-Bench, der misst, wie gut KI-Modelle Tools nutzen und mehrstufige Aufgaben ausführen können, erreichte Qwen3-Max 74,8 Punkte und übertraf damit Konkurrenten wie Claude Opus 4 und DeepSeek V3.1. Alibaba bezeichnete diese Ergebnisse als Beleg für die Vielseitigkeit des Modells über einfache Konversationen hinaus.

Alibaba verstärkt seine KI-Investitionen

Anfang dieses Jahres sagte Alibaba über drei Jahre 380 Milliarden Yuan (53,4 Milliarden US-Dollar) für den Aufbau einer KI-Infrastruktur zu – von Rechenzentren bis hin zu Trainingsplattformen. Auf der Veranstaltung kündigte Chief Executive Eddie Wu an, dass das Unternehmen seine Ausgaben weiter erhöhen werde, nannte jedoch keine konkrete Summe. Dies unterstreicht Alibabas Bestreben, künstliche Intelligenz zu einer zentralen Säule des Geschäfts zu machen.

Wu fügte hinzu, dass die Nachfrage nach fortschrittlichen Systemen bereits die Erwartungen übertreffe.

„Die Geschwindigkeit der Entwicklung der KI-Branche hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen, und auch die Nachfrage der Branche nach KI-Infrastruktur hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen“, sagte er gegenüber Reuters.

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Ausbau multimodaler Systeme

Alibaba stellte außerdem Qwen3-Omni vor, ein multimodales System für immersive Anwendungen wie intelligente Brillen und intelligente Cockpits. Dies deutet darauf hin, dass Alibaba nicht nur Forscher und Entwickler ins Visier nimmt, sondern KI auch in Verbrauchergeräte und den Alltag integrieren will.

Der doppelte Fokus auf Infrastruktur und Verbraucherprodukte zeigt, wie entschlossen Alibaba ist, seine Rolle im globalen Vorstoß für KI auszubauen.

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Liz Ticong

Liz Ticong is a staff writer for eWeek and TechRepublic focused on AI, cybersecurity, enterprise software, and data. She has more than 10 years of editorial experience as a technology industry writer, combining reporting, product research, and hands-on software testing in her coverage. Her work has been published on Datamation, Enterprise Networking Planet, and TechnologyAdvice.com. She writes technology news, software reviews, product comparisons, and buyer’s guides for business and IT readers.

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