Zur Feier des chinesischen Jahres des Pferdes 2026 hat das in Hangzhou ansässige Start-up DEEP Robotics die traditionellen Papierlaternen gegen etwas deutlich Robusteres eingetauscht: ein Roboterpferd in limitierter Auflage.
Während die meisten „Roboterhunde“ auf dem Markt wie laufende Werkzeugkästen aussehen, setzt diese neue Maschine auf eine bionische Optik mit Beinen und Hufen, die tatsächlich so aussehen, als gehörten sie zu einem lebenden Wesen. Das Roboterpferd verbindet bionisches Design mit industrieller Vierbeiner-Robotiktechnologie zu einer Maschine, die ebenso funktional wie futuristisch ist.
Trotz seines eleganten pferdeartigen Erscheinungsbilds ist dieses „Roboterpony“ für die Arbeit gebaut. Es wiegt etwa 66 Pfund und ist gerade einmal einen halben Meter groß, kann aber problemlos 110 Pfund Ausrüstung tragen. Im Wesentlichen handelt es sich um eine aufgemotzte Version von dem Lynx M20 Pro des Unternehmens, einer robusten Plattform für industrielle Inspektionen und Rettungseinsätze.
Unter der Haube – oder vielmehr unter der Mähne – steckt geballte Technologie. Für die Navigation nutzt das Roboterpferd eine NVIDIA-Jetson-GPU und zwei Prozessoren. Dadurch kann es Sprachbefehle verstehen und Hindernisse selbstständig umfahren. Wenn es müde wird, braucht es kein Heu: Es trabt einfach zu seiner kabellosen Ladestation zurück und lädt dort drei Stunden lang Energie nach.
Für die Elemente gemacht
Dank seiner IP66-Wetterfestigkeit kommt dieses mechanische Pferd mit Regen, Schlamm und Staub zurecht, und es funktioniert bei extremen Temperaturenvon eisigen -4 °F bis zu glühenden 131 °F.
Ob beim Ersteigen von 25-cm-Treppen oder beim Hinaufgehen einer steilen Steigung von 45 Grad – der Roboter nutzt 96-zeiliges LiDAR und Wärmebildtechnik, um seine Umgebung in 360 Grad zu erfassen. Zwar kann er mit 5 Metern pro Sekunde sprinten, doch die Hersteller empfehlen, ihn mit der halben Geschwindigkeit laufen zu lassen, damit er sicher auf seinen Hufen bleibt.
Ein Premiumprodukt mit kulturellem Twist
Wer eines dieser Tiere in seinen Stall stellen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Mit einem Preis von rund 50.000 US-Dollar ist das Roboterpferdnicht nur für typische Industriekunden gedacht.
Stattdessen wird es als hochwertiges Produkt in limitierter Auflage positioniert, das Sammler, Ausstellungsorte und Unternehmen ansprechen könnte, die nach aufmerksamkeitsstarken Technologiedisplays suchen. Die Verbindung aus kulturellem Design und industrieller Leistungsfähigkeit macht es für Museen, Unternehmenspräsentationen und Werbeveranstaltungen geeignet.
Die Markteinführung erfolgt, während DEEP Robotics an Fahrt gewinnt. Das Unternehmen hat kürzlich fast 70 Millionen US-Dollar an Finanzierung erhalten und bereitet sich Berichten zufolge auf einen möglichen Börsengang im Jahr 2026 vor.
Gleichzeitig wächst der breitere Markt für Vierbeinerroboter rasant, da die Nachfrage nach Maschinen, die in komplexen Umgebungen der realen Welt arbeiten können.

