Der KI-Boom 2025 verursachte genauso viel CO2 wie NYC

The Statue of Liberty over the Scene of New york cityscape river

AI, CO2, NYC. Image: Adobe Stock

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eWEEK Staff
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Dec 19, 2025
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Forscher haben einen Bericht über KI veröffentlicht, der jeden beunruhigen sollte, dem die Zukunft unseres Planeten am Herzen liegt.

Während Technologieunternehmen das Durchbruchsjahr der KI feierten, ergaben Untersuchungen des niederländischen Wissenschaftlers Alex de Vries-Gao, des Gründers von Digiconomist, dass KI-Systeme 2025 genauso viel CO2-Emissionen verursachten wie die gesamte Stadt New York.

Die Zahlen zeigen, dass der CO2-Fußabdruck von KI in diesem Jahr 80 Millionen Tonnen erreichen könnte – das entspricht mehr als 8 % der weltweiten Emissionen des Luftverkehrs. Doch CO2 ist nicht die einzige Krise. KI-Systeme verbrauchten 2025 bis zu 765 Milliarden Liter Wasser und übertrafen damit den jährlichen Bedarf der weltweiten Branche für abgefülltes Wasser. Diese Zahlen markieren das erste Mal, dass Forscher die spezifischen Umweltauswirkungen von KI isoliert betrachtet haben, statt sie mit dem allgemeinen Betrieb von Rechenzentren zusammenzufassen.

Branchenanalysen zeigen, dass allein der Wasserverbrauch von KI die bisherigen Schätzungen für den gesamten Wasserverbrauch von Rechenzentren um mehr als ein Drittel übertrifft.

Der Hunger

Der Stromhunger der KI hat ein beispielloses Ausmaß erreicht und gestaltet die weltweite Energienachfrage grundlegend neu. Der weltweite Stromverbrauch für KI erreichte in diesem Jahr 23 Gigawatt – und übertraf damit offiziell den Verbrauch des Bitcoin-Minings im Jahr 2024, ohne Anzeichen einer Verlangsamung.

Das Ausmaß wird besonders deutlich bei der Betrachtung einzelner Anlagen. Die größten auf KI ausgerichteten Rechenzentren verbrauchen inzwischen jeweils so viel Strom wie zwei Millionen Haushalte und verändern damit ganze regionale Stromnetze. Sechs US-Bundesstaaten verwenden bereits mehr als 10 % ihrer Stromversorgung für Rechenzentren, wobei Virginia mit erstaunlichen 25 % an der Spitze liegt.

Die USA dominieren diese Energieexplosion und sind für 45 % des weltweiten Stromverbrauchs von Rechenzentren verantwortlich, wie Untersuchungen der International Energy Agency zeigen. Der weltweite Strombedarf von Rechenzentren wird sich bis 2030 voraussichtlich mehr als verdoppeln und jährlich 945 Terawattstunden erreichen. Unterdessen wird das größte geplante Rechenzentrum Großbritanniens an einem ehemaligen Kohlekraftwerk in Blythe, Northumberland, jährlich mehr als 180.000 Tonnen CO2 ausstoßen – das entspricht 39.000 zusätzlichen Autos auf den Straßen.

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Allein die Rechenzentren im Norden Virginias werden bis 2030 genug Energie benötigen, um sechs Millionen Haushalte zu versorgen. Das zwingt Energieversorger dazu, Pläne zur Stilllegung von Kohlekraftwerken aufzuschieben – genau zu dem Zeitpunkt, an dem eine rasche Dekarbonisierung zur Bekämpfung des Klimawandels besonders wichtig ist.

Wasserkrise

Während CO2-Emissionen die Schlagzeilen beherrschen, stellt der Wasserverbrauch der KI eine ebenso schockierende ökologische Herausforderung dar.

Forscher haben herausgefunden, dass KI in diesem Jahr zwischen 312,5 und 764,6 Milliarden Liter Wasser verbrauchen könnte. Dieser massive Verbrauch hat zwei Hauptursachen: Kühlsysteme, die eine Überhitzung der Server verhindern, und Stromerzeugungsanlagen, die die energiehungrigen KI-Anwendungen mit Elektrizität versorgen.

Dieser Kaskadeneffekt vervielfacht den ökologischen Fußabdruck der KI auf eine Weise, die Experten gerade erst zu verstehen beginnen. Während Unternehmen den Bau neuer Rechenzentren für generative KI vorantreiben, treiben sie gleichzeitig den Bau neuer Kraftwerke voran, was den Wasserverbrauch und die Treibhausgasemissionen weiter erhöht. Rechenzentren verschlingen enorme Wassermengen, um Überhitzung zu verhindern und Dampfturbinen zu betreiben – eine verborgene Krise, die weltweit die Wasserressourcen belastet.

Dieser Wasserverbrauch fällt genau in eine Zeit, in der der Klimawandel Dürren und Wasserknappheit auf mehreren Kontinenten verschärft, und schafft einen grundlegenden Konflikt zwischen technologischem Fortschritt und ökologischer Nachhaltigkeit.

Unsere klimatische Zukunft

Große Technologieunternehmen spüren bereits die Auswirkungen auf ihre Nachhaltigkeitsziele. Die Treibhausgasemissionen von Google sind seit 2019 um 48 % gestiegen, größtenteils aufgrund der durch KI vorangetriebenen Expansion von Rechenzentren, während die Emissionen von Microsoft seit 2020 um 29 % gestiegen sind. Beide Unternehmen haben ihre Zusagen zur Klimaneutralität aufgegeben oder erheblich geändert, da die Nachfrage durch KI weiter über alle bisherigen Prognosen hinaus ansteigt.

Die Krise erzwingt eine grundlegende Neubewertung der Planung unserer Energieinfrastruktur. Dieser Anstieg der Stromnachfrage erfolgt genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Welt eine rasche Dekarbonisierung zur Bekämpfung des Klimawandels benötigt, und schafft eine beispiellose Spannung zwischen technologischer Innovation und dem Überleben unseres Planeten.

Die Frage ist nicht, ob KI unsere Welt verändern wird – sondern ob unser Planet diese Veränderung überleben kann.

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