Ein Analyst sagt: KI ist die größte Blase der Geschichte – 17-mal schlimmer als die Dotcom-Blase

A 3D rendering of a futuristic sci-fi inspired globe with a real person reaching to it in the background

Image: wirestock/Envato

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Grant Harvey
Grant Harvey
Oct 27, 2025
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Sie haben das Gerede über die „KI-Blase“ inzwischen bestimmt schon tausendmal gehört. Alle paar Wochen vergleicht jemand den KI-Hype mit der Dotcom-Euphorie der späten 90er, die Anleger werden nervös, und dann … passiert nichts. Die Bewertungen steigen weiter, die Finanzierung fließt weiter, und alle machen weiter.

Doch der britische Analyst Julien Garran geht keine Kompromisse ein. Er sagt es ganz direkt: Wir befinden uns in „der größten und gefährlichsten Blase, die die Welt je gesehen hat“. Sie ist 17-mal größer als die Dotcom-Blase und viermal größer als die Immobilienkrise von 2008. Puh.

Hier ist seine Argumentation (kurz zusammengefasst):

  • Zehn KI-Start-ups ohne jegliche Gewinne haben im vergangenen Jahr fast 1 Billion US-Dollar an Marktwert hinzugewonnen.
  • Unterdessen läuft das gesamte KI-Ökosystem auf einem Finanzierungslaufband – alle außer Nvidia verlieren Geld, und es gibt noch immer keine „Killer-App“, die diese Ausgaben rechtfertigen würde.
  • Tatsächlich glaubt er, dass es nie eine kommerziell erfolgreiche App geben wird, die auf einem Large Language Model (LLM) wie ChatGPT.
  • basiert. Garrans umstrittenste These? KI kann „Bullsh*t-Jobs“ (seine Worte) übernehmen, bei denen niemand überprüft, ob die Arbeit korrekt erledigt wurde.

Wann platzt die Blase also?

Garran räumt ein, dass er den genauen Höchststand nicht benennen kann – die Märkte haben erst vergangene Woche neue Allzeithochs erreicht. Doch er sieht Warnsignale: Die Finanzierung von KI-Start-ups durch Wagniskapital trocknet aus, weil die Bewertungen absurd hoch sind. Damit bleibt ein schrumpfender Kreis von Mega-Investoren (SoftBank, ausländische Regierungen, NVIDIA), die die Party am Laufen halten müssen.

Was aber, wenn er sich irrt? Garran sieht zwei Szenarien:

  • Die Blase hält länger als erwartet an und verschwendet noch mehr Kapital für Projekte, die keinen echten wirtschaftlichen Wert schaffen. Das künftige BIP leidet.
  • Jemand erreicht tatsächlich „Superintelligenz“ und gestaltet die Gesellschaft vollständig um. Je nachdem, wer sie kontrolliert, bekommen wir entweder eine Utopie oder eine Dystopie.

Der Vollständigkeit halber: Er setzt auf Option eins.

Das Fazit

Ob Sie Garran nun für einen Propheten oder einen Pessimisten halten – seine Analyse macht eine echte Spannung in der KI deutlich: massive Investitionen, begrenzte Profitabilität und große Hoffnungen, die auf Durchbrüchen ruhen, die bislang ausgeblieben sind. Selbst wenn die KI nicht dramatisch einbricht, könnte eine langsame Deflation die gesamte Tech-Landschaft und auch Ihren Arbeitsplatz neu gestalten.

Wenn Sie Garrans Einschätzung mit denen anderer Branchenvertreter vergleichen möchten, lesen Sie unsere ausführliche Analyse der KI-Blase (auf die wir lange hingearbeitet haben), in der wir versuchen, alle Fakten, Zahlen und Perspektiven der Debatte über die KI-Blase zusammenzutragen und direkt miteinander zu vergleichen.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag erschien ursprünglich im heutigen Newsletter unserer Schwesterpublikation, The Neuron. Weitere Beiträge von The Neuron finden Sie, wenn Sie sich hier für den Newsletter anmelden.

Grant Harvey

Grant Harvey is the Lead Writer of The Neuron, where he continues to lead the publication's daily coverage of AI news, tools, and trends.

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