Großbritanniens Streitkräfte erhalten unter neuem Verteidigungsplan Drohnenmodernisierung für 5 Milliarden Pfund

A drone carrying military supply.

Image: UK Ministry of Defense

Jul 2, 2026
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In dem, was wie sein letzter großer politischer Vorstoß vor der Übergabe der Schlüssel für Number 10 wirkt, hat Premierminister Keir Starmer eine umfassende Drohnenmodernisierung im Umfang von 5 Milliarden Pfund vorgestellt, um das Land für die Kriege von morgen zu rüsten.

Premierminister Keir Starmer kündigte im Rahmen des neuen Verteidigungsinvestitionsplans des Landes für die kommenden vier Jahre mehr als 5 Milliarden Pfund für Drohnen und autonome militärische Systeme an. Damit handelt es sich um die bislang größte Investition des Landes in unbemannte Technologie.

Nach Angaben der britischen Regierung soll die Finanzierung die Einführung von Drohnen beim Heer, der Royal Navy und der Royal Air Force beschleunigen, heimische Rüstungsunternehmen unterstützen, die Produktionskapazitäten ausbauen und Tausende Arbeitsplätze schaffen.

Die Investition erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Militärplaner zunehmend auf Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten verweisen, wo kostengünstige Drohnen ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt haben, deutlich teurere militärische Systeme zu zerstören und die Taktik auf dem Schlachtfeld rasch zu verändern.

„Diese wegweisende Investition wird unsere Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft stärken und sicherstellen, dass unsere Soldatinnen und Soldaten über die modernsten Fähigkeiten verfügen, die sie benötigen, um sich wandelnde Bedrohungen abzuschrecken und die britische Bevölkerung zu schützen“, sagte Starmer in einer Regierungserklärung.

Wofür das Geld verwendet wird

Der Verteidigungsinvestitionsplan sieht Drohnenprogramme für alle Teilstreitkräfte vor.

Das britische Heer erhält zusätzliche FPV-Drohnen, Abfangdrohnen, unbemannte Bodenfahrzeuge und autonome Systeme, die neben Apache-Kampfhubschraubern eingesetzt werden können. Die Regierung plant außerdem, im Rahmen von Project NYX bis 2030 bis zu 24 autonome bewaffnete Drohnen einzusetzen und das Überwachungssystem Watchkeeper durch neue Aufklärungsdrohnen im Rahmen von Project Corvus zu ersetzen.

Für die Royal Navy erweitert der Plan die Vision einer hybriden Flotte, die bemannte Schiffe mit autonomen Überwasser- und Unterwasserfahrzeugen kombiniert. Die Roadmap umfasst außerdem Project Pantheon, in dessen Rahmen jetgetriebene Drohnen untersucht werden sollen, die von Flugzeugträgern aus neben F-35B-Kampfflugzeugen operieren.

Die Royal Air Force investiert in kooperierende Kampfflugzeuge, also autonome Flugzeuge, die gemeinsam mit bemannten Jägern fliegen sollen, und führt noch in diesem Jahr die elektronische Kampfdrohne Storm Shroud ein. Das Paket finanziert außerdem Europas größte Testeinrichtung für Drohnen, das Uncrewed Systems Centre in Swindon, sowie eine neue Uncrewed Systems Taskforce, die Entwicklung und Einsatz mit Industriepartnern beschleunigen soll.

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Das Drohnenpaket ist Teil eines umfassenderen Verteidigungsinvestitionsplans, den Starmer vorgestellt hat und der zusätzliche Verteidigungsausgaben von rund 15 Milliarden Pfund vorsieht.

Warum das wichtig ist

Die Ankündigung spiegelt eine grundlegende Verschiebung der britischen Verteidigungsprioritäten wider. Statt sich vor allem auf traditionelle Plattformen wie Kriegsschiffe, Panzer und Kampfjets zu verlassen, stellt die Regierung autonome Systeme neben diese als zentrale militärische Fähigkeiten.

Für die britische Industrie könnte die Investition Chancen in der Drohnenproduktion, bei künstlicher Intelligenz, Sensoren, Software, Antriebssystemen, Tests und Logistik schaffen. Sie signalisiert außerdem eine stärkere staatliche Unterstützung für Unternehmen, die Verteidigungstechnologien entwickeln und diese schnell produzieren und aufrüsten können.

Analyse: Die Ausgaben sind nur der erste Schritt

Die Zahl von 5 Milliarden Pfund signalisiert Entschlossenheit, führt aber nicht automatisch zu militärischen Fähigkeiten auf dem Schlachtfeld.

Bei der modernen Drohnenkriegsführung geht es weniger darum, Hardware in großen Mengen zu kaufen, als vielmehr darum, wie schnell Systeme getestet, angepasst und erneut eingesetzt werden können, sobald ihre Schwächen unter realen Bedingungen zutage treten. Diese Geschwindigkeit entscheidet oft darüber, ob Streitkräfte effektiv sind oder noch aufholen müssen.

Die größere Herausforderung für das Vereinigte Königreich wird darin bestehen, ob sein Verteidigungssystem eher wie ein schnelllebiger Technologiesektor als wie eine traditionelle Beschaffungsmaschinerie funktionieren kann. Das bedeutet kürzere Entwicklungszyklen, einen engeren Austausch zwischen Soldaten und Ingenieuren sowie Lieferketten, die ohne Verzögerung hochgefahren werden können.

Ohne diesen Wandel besteht selbst bei einer Rekordfinanzierung die Gefahr, dass sie zu spät eintrifft, um mit der Bedrohung Schritt zu halten, der sie begegnen soll.

Weiterführende Lektüre: China macht ebenfalls Fortschritte bei militärischer KI – mit Roboterhunden, autonomen Drohnen und intelligenten Transportsystemen für die Schlachtfelder der Zukunft.

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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