Humanoider Roboter packt Studenten in China und schürt Sicherheitsbedenken bei öffentlichen Vorführungen

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Image: sun_mio/Envato

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Liz Ticong
Liz Ticong
Apr 27, 2026
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Nichts zerstört die Magie eines Robotertanzes schneller, als wenn Mitarbeiter den Roboter wegziehen müssen.

Das war die Szene bei einer Hochschulveranstaltung in China, bei der ein humanoider Roboter offenbar vom Drehbuch abwich und einen Studenten unerwartet auf der Bühne in eine Umarmung zog. Wie zuerst die Global Times berichtete, ereignete sich die Fehlfunktion während eines Auftritts bei einem Sportfest an der Xi’an Eurasia University in der Provinz Shaanxi.

Der Student wurde nicht verletzt, doch der Vorfall verwandelte die unterhaltsame Vorführung schnell in eine erneute Erinnerung an die Sicherheitsrisiken, die mit Roboterdemos mit engem Körperkontakt verbunden sind.

Ein paar Sekunden veränderten die Stimmung

Ein Video der Vorführung begann sich schnell online zu verbreiten und verlieh dem Vorfall ein Leben weit über die Hochschulveranstaltung hinaus. In der Aufnahme sind Studenten für die Choreografie aufgestellt, während sich der humanoide Roboter in ihrer Nähe bewegt und scheinbar Teil des Tanzes ist.

Dann ändert sich der Rhythmus. Der Roboter dreht sich zu einer Studentin, verringert den Abstand und zieht sie unerwartet an sich, bevor die Mitarbeiter eingreifen und die beiden voneinander trennen.

Der Moment war kurz, durchbrach jedoch den üblichen Glanz einer Technologiedemo. Die Studentin wurde nicht verletzt und lehnte später Medienanfragen ab.

Störung statt Absicht

Nach der Vorführung wies die Universität jede Vermutung zurück, der Moment sei inszeniert gewesen. Ein Mitarbeiter sagte, die Bewegung sei nicht Teil der Choreografie gewesen und „nach dem, was wir zu diesem Zeitpunkt verstanden haben, hat der Roboter einen Fehler gemacht“. Derselbe Mitarbeiter bezeichnete es als eine Fehlfunktion des KI-Programms.

Der Roboter gehörte nicht der Universität. Er war von einem von Alumni gegründeten Unternehmen bereitgestellt und nach der Veranstaltung zurückgegeben worden. Als die Hochschule später den Anbieter kontaktierte, verlagerte sich die Erklärung von der Choreografie hin zu Signalstörungen.

Das Unternehmen machte mögliche Störungen am Veranstaltungsort verantwortlich und erklärte, dass mehrere Drohnen während der Vorführung im Einsatz gewesen seien und die Signale des Roboters gestört haben könnten. Außerdem bestritt es, dass der Vorfall im Voraus arrangiert worden sei.

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Gao Huan, stellvertretender Direktor des Intelligent and Cognitive Laboratory an der Chongqing Normal University, sagte, der Fall in Xi’an sollte nicht als Beleg für ein „eigenständiges Bewusstsein“ des Roboters verstanden werden. Seiner Erklärung zufolge stand der Vorfall eher mit Anomalien der Bewegungssteuerung, Abweichungen bei der Ausführung oder unzureichenden Sicherheitsreserven vor Ort in Verbindung. 

Die wichtigere Frage sei, so Gao, warum der Roboter noch mit einer Person in Kontakt kommen konnte, nachdem sein Verhalten auffällig geworden war.

Pannen mit humanoiden Robotern häufen sich

Die Fehlfunktion in Xi’an lässt sich leichter als seltsamer Einzelfall abtun, bis man sie neben andere jüngste Roboterpannen stellt.

Im März geriet ein tanzender Roboter in einem kalifornischen Restaurant Berichten zufolge während einer Vorführung außer Kontrolle und schleuderte Teller und Essen durch die Gegend, während Mitarbeiter und Gäste reagierten. Im selben Monat zeigte eine weitere virale Demo in China, wie ein humanoider Roboter ein Kind schlug und damit aus einem eigentlich unterhaltsamen Moment einen weiteren Sicherheitsvorfall machte.

Keiner dieser Vorfälle beweist, dass humanoide Roboter grundsätzlich gefährlich sind. Doch sie rücken immer wieder dieselbe Sicherheitsbedenken ins Blickfeld.

Wenn Maschinen in belebten, spielerischen Umgebungen eingesetzt werden, in denen Menschen in Reichweite stehen, wird der Spielraum für Fehler klein. Ein schlechtes Signal, eine falsche Drehung oder ein paar Sekunden unerwarteter Bewegung mögen auf dem Papier unbedeutend klingen – doch wie schnell wird daraus in der Nähe von Studenten, Gästen oder Kindern ein Sicherheitsproblem?

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Liz Ticong

Liz Ticong is a staff writer for eWeek and TechRepublic focused on AI, cybersecurity, enterprise software, and data. She has more than 10 years of editorial experience as a technology industry writer, combining reporting, product research, and hands-on software testing in her coverage. Her work has been published on Datamation, Enterprise Networking Planet, and TechnologyAdvice.com. She writes technology news, software reviews, product comparisons, and buyer’s guides for business and IT readers.

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