Mac Studio 2026: Apples bisher größter Sprung bei Desktop-Rechnern steht bevor

Mac Studio 2026: Apples bisher größter Sprung bei Desktop-Rechnern steht bevor

Image: Mediamodifier/Unsplash

Apr 3, 2026
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Vor etwa einem Monat wussten wir, dass Apple ein neues Mac Studio in der Pipeline hatte. Jetzt haben wir ein klareres Bild davon, was unter der Haube stecken wird, wann es wahrscheinlich auf den Markt kommt und – vielleicht am schmerzhaftesten – was es kosten könnte.

Das ist neu.

Als wir zuletzt darüber berichtet haben, sah es so aus, als würde die Mac-Studio-Aktualisierung im Frühjahr erscheinen, möglicherweise im März oder April 2026. Bloomberg-Reporter Mark Gurman hatte angedeutet, dass sie „nicht lange nach“ Apples ersten Mac-Neuheiten des Jahres auf den Markt kommen würde.

Dieses Zeitfenster scheint sich verschoben zu haben.

In einem aktuelleren „Power On“-Newsletter revidierte Gurman seine Einschätzung auf die „Mitte des Jahres“. Auch AppleInsider weist darauf hin, dass interner, aus macOS Tahoe geleakter Code auf eine Studio-Aktualisierung im Sommer 2026 hindeutete. Beide Hinweise deuten nun auf Juni hin – und die WWDC, Apples jährliche Entwicklerkonferenz, wäre dafür die naheliegendste Bühne.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple die WWDC nutzt, um ein Mac Studio vorzustellen. Die Versionen mit M2 Max und M2 Ultra wurden im Juni 2023 auf der WWDC veröffentlicht. Die Geschichte könnte sich wiederholen.

Ein neuer Blick unter die Haube

Auch wenn die silberne Box auf deinem Schreibtisch gleich aussehen mag, wird die Art und Weise, wie der Computer denkt, grundlegend überarbeitet. Berichten zufolge verändert Apple das physische Layout der M5-Chips. Statt aus einem einzigen großen Block zu bestehen, sollen CPU und GPU auf separaten Blöcken sitzen.

Diese Änderung, die oft als „Fusion Architecture“ bezeichnet wird, könnte Nutzern beim Kauf mehr Auswahl bieten. Wer beispielsweise anspruchsvolle 3D-Arbeiten erledigt, aber keine massive CPU benötigt, könnte eine bestimmte Kombination auswählen können, die besser zum eigenen Arbeitsaufkommen passt.

Die Chips: M5 Max ist Realität, M5 Ultra folgt

Hier sind die Informationen deutlich konkreter geworden.

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Im März 2026 hat Apple den M5 Max offiziell vorgestellt, der bereits in der neuesten MacBook-Pro-Reihe steckt. Das ist für die Gerüchte rund um das Mac Studio relevant, weil Chips typischerweise einige Monate nach ihrem Laptop-Debüt in Desktop-Rechnern zum Einsatz kommen.

Laut Macworld verfügt der M5 Max über eine 18-Kern-CPU, die aus sechs „Superkernen“ besteht – Apples Umbenennung seiner leistungsstärksten Performance-Kerne – sowie 12 zusätzlichen Performance-Kernen für Multithreading-Aufgaben. Bei der Grafik können Käufer zwischen einer GPU mit 32 oder 40 Kernen wählen; jeder Kern verfügt nun über integrierte Neural Accelerators für KI- und Machine-Learning-Aufgaben.

Der M5 Ultra wurde noch nicht angekündigt, doch seine technischen Daten lassen sich relativ gut vorhersagen. Apple entwickelt seine Ultra-Chips, indem zwei Max-Dies miteinander verbunden werden. Daher wird erwartet, dass der M5 Ultra rund 36 CPU-Kerne und bis zu 80 GPU-Kerne besitzt. Das wäre ein deutlicher Sprung gegenüber dem aktuellen M3 Ultra, der maximal über eine 32-Kern-CPU und eine GPU mit 80 Kernen verfügt, und würde Apples Führung bei der GPU-Leistung zurückerobern sowie deutlich mehr CPU-Reserven bieten.

Eine Nebenhandlung, die man im Auge behalten sollte: Mitte 2025 gab es Gerüchte über einen M4 Ultra, der sich in Entwicklung befand.

AppleInsider berichtete, dass interne Tests stattgefunden hatten – Tests garantieren jedoch keine Markteinführung. Macworld sagt nun, Apple habe die „Entwicklung des M4 Ultra vollständig eingestellt“, was bedeutet, dass die Produktreihe direkt vom M3 Ultra zum M5 Ultra springt. Ungewöhnlich, aber es passt zu dem, was wir zuvor bei Apples Chip-Rhythmus beobachtet haben.

Leistung: 8K-Video und mehr

Wenn du Videos bearbeitest oder Software entwickelst, sind die kolportierten Werte des M5 Ultra beeindruckend. Geeky Gadgets berichtet, dass Benchmarks des M5 Ultra bei der Multi-Core-Leistung „nahe an 41.000“ liegen – der größte Sprung, den wir bisher in der Ultra-Reihe gesehen haben.

Mit einer angeblichen GPU mit 80 Kernen wird das Mac Studio als Gerät positioniert, das 8K-Videos in Sekunden statt Minuten rendern kann. Auch für KI-Anwendungen dürfte es ein Titan sein. MacRumors weist darauf hin, dass ein Mac Studio mit vorherigem Ultra-Chip in der Maximalausstattung bereits in der Lage war, gewaltige KI-Modelle „vollständig im Speicher“ auszuführen. Der M5 Ultra soll diese Grenze noch weiter verschieben.

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Bessere Konnektivität

Die M5-Plattformen sollen Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 bieten, ermöglicht durch Apples neuen N1-Netzwerkchip. Das aktuelle Mac Studio unterstützt maximal Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 – für die Leistung und Reichweite der drahtlosen Verbindungen wäre das also ein echter Generationssprung.

Thunderbolt 5 soll ebenso übernommen werden wie die übrigen physischen Anschlüsse: der SD-Kartensteckplatz, USB-A-Anschlüsse, HDMI, 10-Gbit-Ethernet und die 3,5-mm-Kopfhörerbuchse. Anzahl und Anordnung der Anschlüsse dürften gegenüber dem aktuellen Modell unverändert bleiben.

Mehr Speicher als Basisausstattung

MacWorld berichtet, dass die M5-Max-Version voraussichtlich standardmäßig mit einer 1-TB-SSD ausgeliefert wird – gegenüber derzeit 512 GB. Beim M5 Ultra sollen es zum Einstieg 2 TB sein, nach bisher 1 TB. Die maximalen Speicherkapazitäten – 8 TB beim Max und 16 TB beim Ultra – dürften unverändert bleiben.

Auch die Speicherbandbreite sollte steigen. Apples M5-Basischip bietet bereits eine Verbesserung von 28 % gegenüber dem M4, und bei den Max- und Ultra-Varianten werden proportionale Zugewinne erwartet. Die Topkonfiguration des M5 Max dürfte bis zu 128 GB Unified Memory mit einer Speicherbandbreite von rund 614 GB/s unterstützen.

Wichtig ist dabei: Apple hat die RAM-Option mit 512 GB beim aktuellen Mac Studio bereits gestrichen. AppleInsider führt dies auf den durch die Nachfrage nach KI-Infrastruktur verursachten Druck auf die Speicherlieferungen zurück und weist darauf hin, dass Apple die Konfigurationen mit viel Speicher zum Marktstart möglicherweise weiter begrenzt, bis sich die Marktbedingungen entspannen.

Preis: Jetzt heißt es stark sein

Das ist der schmerzhafte Teil. Vor einem Monat hatten wir Zölle als mögliche Ursache für den Preisdruck genannt. Seitdem sind die Signale schwerer zu ignorieren.

In einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen 2026 räumte Apple-CEO Tim Cook ein, dass das Unternehmen „weniger Spielraum in der Lieferkette als üblich“ habe und die Großhandelspreise für Speicher „deutlich steigen“, wie Macworld berichtet. Der Apple-Chef sagt damit Investoren und letztlich auch Kunden, dass die Kosten steigen.

Außerdem gibt es einen jüngeren Präzedenzfall, den man betrachten sollte.

Als Apple das MacBook Pro im März 2026 mit dem M5 Max aktualisierte, strich das Unternehmen die Einstiegskonfiguration mit weniger Speicher vollständig und erhöhte den Einstiegspreis dieses Modells effektiv auf 3.599 US-Dollar, indem standardmäßig eine 2-TB-SSD verbaut wurde. Sollte Apple beim Mac Studio genauso vorgehen, den Basisspeicher auf 1 TB erhöhen und den Preis entsprechend anpassen, müssen Käufer damit rechnen, dass der Einstiegspreis über 1.999 US-Dollar steigt.

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Macworld schätzt, dass allein die Änderung beim Speicher zu einem Aufschlag von rund 200 US-Dollar führen könnte; der allgemeine Druck auf die Lieferkette könnte den Preis jedoch noch weiter steigen lassen. Derzeit startet das Mac Studio bei 1.999 US-Dollar für das M4-Max-Modell und 3.999 US-Dollar für den M3 Ultra. Diese Preise dürften sich ändern.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien ursprünglich in unserer Schwesterpublikation TechRepublic.

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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