McDonald’s zieht KI-Weihnachtswerbung nach Spott über „gruselige“ Weihnachtsszenen zurück

Mcdonalds advertisement of employees singing Christmas carol outside a snowy weather with the Mcdonalds branch.

Screenshot via X

Dec 10, 2025
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McDonald’s dachte, für die Feiertage einen cleveren Kniff gefunden zu haben. Stattdessen servierte die Kette festlichen Schund.

McDonald’s Nederland hat seine neue Weihnachtswerbung nach Kritik in den sozialen Medien entfernt. Der 45-sekündige Spot, der vollständig mit generativer KI erstellt wurde, ging am 6. Dezember online – und war drei Tage später wieder verschwunden.

Das von TBWA\Neboko und dem US-Produktionshaus The Sweetshop produzierte Video setzte Dutzende rasante KI-generierte Clips zusammen, die sich um den Slogan „die schlimmste Zeit des Jahres“ drehten. Statt gemütlicher Momente sahen die Zuschauer chaotische Missgeschicke und fehlerhafte Figuren, die sich durch den Feiertagsstress quälten.

Die Reaktionen fielen überwältigend negativ aus. Ein Zuschauer auf X nannte den Spot „die mit Abstand grottenschlechteste Werbung, die ich dieses Jahr gesehen habe“. Andere beschrieben ihn als „gruselig“, „seelenlos“ und „schlecht geschnitten“ und äußerten damit ähnliche Kritik wie auf Instagram, X und YouTube.

Das Hauptproblem war nicht nur das düstere Thema, sondern die Technologie selbst.

Aktuelle generative KI-Videotools haben Schwierigkeiten, die Bildkonsistenz über längere Zeit aufrechtzuerhalten. Um diese Fehler zu verbergen, setzte die Werbung auf schnelle, hektische Schnitte, die den Zuschauern eher Schwindel als Appetit bescherten. Auch der fehlende menschliche Bezug stieß den Zuschauern sauer auf.

McDonald’s reagiert: „Eine wichtige Lernerfahrung“

McDonald’s Nederland bestätigte die Entfernung der Werbung und sagte gegenüber Newsweek: „Die Werbung wurde für McDonald’s Nederland produziert, aber wir haben beschlossen, unsere KI-generierte Weihnachtswerbung zu entfernen.“

Weiter hieß es, man habe stressige Momente in der Weihnachtszeit zeigen wollen, räume aber ein, dass diese für viele Menschen nach wie vor „die wunderbarste Zeit des Jahres“ sei. Das Unternehmen erklärte, die heftige Kritik biete „wichtige Lernerfahrungen“, während es prüfe, welchen Platz KI in künftigen Kampagnen einnehmen könne.

Verteidigung des „Schunds“

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The Sweetshop, die Produktionsfirma hinter der Werbung, wies die Kritik zurück und betonte den menschlichen Arbeitsaufwand.

CEO Melanie Bridge sagte, das Projekt habe enorme Anstrengungen erfordert, und sagte gegenüber Futurism, dass das Team sieben Wochen lang „kaum geschlafen“ und „Tausende von Einstellungen“ produziert habe. Sie fügte hinzu: „Das war kein KI-Trick. Es war ein Film.“

„Zehn Personen, fünf Wochen, Vollzeit. Blut, Schweiß, Tränen und ehrlich gesagt ein lächerliches Maß an Zureden, damit sich die Modelle benehmen und das kreative Briefing Einstellung für Einstellung umsetzen“, führte Bridge auf Instagram aus.

Trotzdem konnten diese Verteidigungen die Reaktionen kaum abmildern. Der öffentliche Konsens im Netz blieb, dass die Werbung überhastet, künstlich und emotionslos wirkte.

Der wachsende Widerstand gegen KI-gestützte Weihnachtskampagnen

McDonald’s ist bei der Erprobung von KI für saisonale Werbung keineswegs allein. Coca-Cola und andere große Marken haben in diesem Jahr ähnliche KI-gestützte Kampagnen veröffentlicht, die das Publikum ebenfalls spalteten. Ein von BBC News zitierter Bericht ergab, Cokes jüngste KI-Werbung habe 61 % positive Reaktionen hervorgerufen, während andere Marken wie Valentino heftiger Kritik ausgesetzt waren.

Während Marken darum wetteifern, mit generativen Tools zu experimentieren, deutet der Vorfall bei McDonald’s darauf hin, dass die Geduld der Verbraucher nachlassen könnte. Ob das Publikum KI-generierte Werbung letztlich akzeptiert oder sie weiterhin ablehnt, bleibt eine offene Frage.

In Hollywood stellt Leonardo DiCaprio den Platz der KI in Hollywood infrage, und argumentiert, dass selbst brillante KI von Menschen geschaffene Kunst noch immer nicht ersetzen kann.

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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