Meta prüft 10-Milliarden-US-Dollar-Leasingvertrag für Anthropic-Computing im Zuge des KI-Umsatzschubs

Data center.

Image: Generated via Google’s Nano Banana

Jul 20, 2026
3 minute read
eWeek content and product recommendations are editorially independent. We may make money when you click on links to our partners. Learn More

Meta Platforms führt laut Reuters erste Gespräche mit Anthropic über einen möglichen Vertrag zur Anmietung von Rechenkapazitäten für künstliche Intelligenz aus den Rechenzentren von Meta. Die Vereinbarung könnte über zwei Jahre bis zu 10 Milliarden US-Dollar wert sein.

Die geplante Vereinbarung würde Anthropic Zugang zu Metas KI-Infrastruktur verschaffen und zugleich eine mögliche neue Einnahmequelle für den Mutterkonzern von Facebook eröffnen. Anthropic soll die Vereinbarung im Juni vorgeschlagen haben. 

Unter den möglichen Bedingungen würde das KI-Unternehmen laut mit den Gesprächen vertrauten Quellen, die von Reuters und The New York Times.

Eine neue Geschäftsmöglichkeit für Meta

Die Gespräche verdeutlichen einen Wandel in der Denkweise großer Technologieunternehmen über KI-Infrastruktur. Der Bau fortschrittlicher KI-Systeme erfordert enorme Rechenleistung, und Unternehmen suchen zunehmend über ihre eigenen Rechenzentren hinaus, um genügend Chips und Server zu sichern.

Für Meta könnte die Vereinbarung dazu beitragen, die Milliarden zu rechtfertigen, die das Unternehmen für KI-Infrastruktur ausgibt und zugleich seine Abhängigkeit von Werbung als primärer Einnahmequelle zu verringern.

Meta-CEO Mark Zuckerberg hat zuvor angedeutet, dass das Unternehmen überschüssige Rechenkapazitäten künftig verkaufen könnte. 

Auf der Hauptversammlung des Unternehmens im Mai sagte Zuckerberg, der Einstieg ins Cloud-Computing stehe „definitiv auf der Tagesordnung“. Außerdem erklärte er, Unternehmen würden sich „fast jede Woche“ an Meta wenden, um Zugang zu seinen KI-Modellen oder ungenutzter Rechenleistung zu kaufen, berichtete Reuters.

Laut The New York Times erwartet das Unternehmen, dass die Investitionsausgaben 2026 bis zu 145 Milliarden US-Dollar erreichen werden, wobei ein großer Teil davon auf KI-Infrastruktur entfällt.

Advertisement

Anthropics wachsender Bedarf an Rechenleistung

Der mögliche Meta-Deal spiegelt Anthropics dringenden Bedarf an mehr KI-Kapazität wider, da die Nachfrage nach seinen Claude-Modellen und Unternehmenstools wächst.

Anthropic hat bereits umfangreiche Infrastrukturvereinbarungen mit anderen Unternehmen unterzeichnet, darunter im Mai einen Vertrag mit Elon Musks SpaceX über den Zugang zu Rechenleistung aus dessen Rechenzentrum Colossus in Memphis, Tennessee. Der Bedarf des Unternehmens an zusätzlicher Kapazität zeigt, dass selbst führende KI-Entwickler Schwierigkeiten haben, genügend moderne Chips und Rechenzentrumsressourcen zu sichern, um immer leistungsfähigere Modelle zu trainieren und zu betreiben.

KI-Infrastruktur wird zu einem eigenständigen Geschäft

Sollte die Vereinbarung zwischen Meta und Anthropic zustande kommen, würde sie zeigen, dass KI-Infrastruktur auch für Unternehmen außerhalb derjenigen, die sie ursprünglich aufgebaut haben, wertvoll wird.

Traditionell investierten Unternehmen wie Meta hauptsächlich in Rechenzentren, um ihre eigenen Dienste zu unterstützen. Nun könnten dieselben Einrichtungen zu kommerziellen Vermögenswerten werden – ähnlich wie Cloud-Anbieter Rechenressourcen an externe Kunden vermieten.

Meta steht beim Eintritt in einen von etablierten Cloud-Anbietern und spezialisierten KI-Infrastrukturunternehmen dominierten Markt jedoch vor Herausforderungen. Das Unternehmen betreibt derzeit kein Rechenvermietungsgeschäft im großen Maßstab, was die Verhandlungen mit Anthropic Berichten zufolge erschwert hat.

Der Deal schafft zudem ein ungewöhnliches Verhältnis zwischen zwei KI-Konkurrenten. Meta entwickelt eigene KI-Modelle, während Anthropic Claude entwickelt. Damit könnte Meta potenziell zu einem Lieferanten eines Konkurrenten auf dem KI-Markt werden.

Advertisement

Was das für den KI-Markt bedeutet

Die mögliche Vereinbarung zeigt, dass der KI-Wettlauf zunehmend zu einem Wettbewerb um Infrastruktur und nicht nur um bessere Modelle wird.

Unternehmen mit Zugang zu Chips, Strom und großen Rechenzentren könnten einen neuen Vorteil gewinnen, während die Nachfrage nach KI weiter steigt. Für Anleger könnte der Deal ein Beleg dafür sein, dass Metas massive KI-Investitionen letztlich direkte Einnahmen generieren könnten.

Bis die Vereinbarung jedoch abgeschlossen ist, bleibt die Summe von 10 Milliarden US-Dollar lediglich eine Möglichkeit. Die Unternehmen könnten die Bedingungen ändern oder entscheiden, die Verhandlungen nicht fortzuführen.

Außerdem lesenswert: Chinas Z.AI soll Berichten zufolge sich einer Milliarde US-Dollar an jährlich wiederkehrenden Umsätzen nähern, was verdeutlicht, wie schnell KI-Unternehmen zusammen mit ihrer Nachfrage nach Recheninfrastruktur wachsen.

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

eWeek Logo

eWeek has the latest technology news and analysis, buying guides, and product reviews for IT professionals and technology buyers. The site's focus is on innovative solutions and covering in-depth technical content. eWeek stays on the cutting edge of technology news and IT trends through interviews and expert analysis. Gain insight from top innovators and thought leaders in the fields of IT, business, enterprise software, startups, and more.

Property of TechnologyAdvice. © 2026 TechnologyAdvice. All Rights Reserved

Advertiser Disclosure: Some of the products that appear on this site are from companies from which TechnologyAdvice receives compensation. This compensation may impact how and where products appear on this site including, for example, the order in which they appear. TechnologyAdvice does not include all companies or all types of products available in the marketplace.