Meta macht den Schutz von Creatorn zu einem deutlich größeren Bestandteil seiner Facebook-Offensive. Das Unternehmen erklärt, es führe stärkere Tools ein, mit denen Creator Identitätsbetrüger erkennen, verdächtige Konten schneller melden und mit weniger Aufwand Maßnahmen ergreifen können.
Außerdem verschärft das Unternehmen die Regeln für erneut veröffentlichte Inhalte und legt mehr Gewicht auf Originalwerke.
Das Problem war bereits zu groß, um es zu ignorieren
Meta beziffert nun das Ausmaß des Problems.
Das Unternehmen erklärt, es habe 2025 mehr als 20 Millionen Konten entfernt, die sich als große Content-Creator ausgaben. Das zeigt, wie weit sich gefälschte Creator-Profile auf Facebook verbreitet hatten, bevor diese jüngsten Schutzmaßnahmen eingeführt wurden. Außerdem seien Meldungen über Identitätsmissbrauch im Zusammenhang mit großen Creatorn um 33 % zurückgegangen. Meta wertet das als Beleg dafür, dass die Maßnahmen Ergebnisse liefern und nicht nur Versprechen sind.
Damit geht Meta auch das umfassendere Problem von Nachahmern und Identitätsbetrügern an, die authentische Stimmen im Feed und in Reels verdrängen. Meta kombiniert einen stärkeren Schutz für Creator mit einem strengeren Umgang mit nicht originellen Inhalten und größeren Belohnungen für die Personen, die sie erstellt haben.
Ein Dashboard, schnelleres Handeln
Das Produkt-Update soll das Melden weniger verstreut gestalten. Meta testet Verbesserungen an seinem Tool zum Inhaltsschutz, damit Creator potenziellen Identitätsmissbrauch plattformübergreifend erkennen und Meldungen leichter von einem Ort aus einreichen können.
Das Tool schützt bereits originale Facebook-Reels, indem es Übereinstimmungen automatisch erkennt und Creatorn ermöglicht zu handeln, wenn ihre Inhalte an anderer Stelle in Metas Apps auftauchen. Die neue Funktion gegen Identitätsmissbrauch erweitert dieses System. Das Unternehmen deutet an, dass sie mithilfe des Inhaltsschutzes bald über das Professional Dashboard mehr Creatorn zur Verfügung stehen wird.
Originalwerke werden bevorzugt
Meta zieht außerdem eine Grenze zwischen den Inhalten, die auf Facebook als förderungswürdig gelten, und denen, die es nicht sind.
Inhalte, die ein Creator direkt filmt oder produziert, gelten als originell. Reels, die Material aus externen Quellen verwenden, können ebenfalls als originell gelten, wenn der Creator tatsächlich etwas Neues hinzufügt, etwa neue Informationen, Analysen oder wesentliche Verbesserungen beim Storytelling.
Reaktionsclips, zusammengeschnittene Videos, kommentierte Reposts und geringfügige Bearbeitungen wie Rahmen, Untertitel oder Geschwindigkeitsänderungen gelten dagegen als nicht originell und werden im Feed sowie in Reels wahrscheinlich weniger prominent ausgespielt.
Creator, die Material kreativ umgestalten, können für Empfehlungen und eine größere Reichweite infrage kommen. Konten, die weiterhin minderwertige Kopien veröffentlichen, müssen dagegen damit rechnen, dass ihre Inhalte weiter unten angezeigt, ihre Konten als nicht empfehlenswert markiert und ihre Monetarisierung entzogen wird.
Meta zufolge haben sich die Aufrufe und die Wiedergabezeit originaler Reels auf Facebook in der zweiten Hälfte von 2025 gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024 ungefähr verdoppelt. Auch die Verdienstmöglichkeiten für Original-Creator wachsen weiter, da Meta die Ausspielung im Feed und in Reels ausweitet.
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