Microsofts hauseigene KI ersetzt OpenAI-Modelle in PowerPoint, Bing und OneDrive

Microsoft office.

Microsoft is replacing OpenAI image models with its own MAI technology across PowerPoint, Bing, and OneDrive. Image: Valent Lau/Unsplash

Jul 27, 2026
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Microsoft stellt fest, dass sich die Kosten für KI unter anderem dadurch senken lassen, dass weniger Technologie seines wichtigsten KI-Partners zum Einsatz kommt.

Das Unternehmen ersetzt OpenAI-Bildmodelle in verschiedenen Funktionen von PowerPoint, Bing und OneDrive durch seine hauseigene Microsoft-KI-Technologie. Microsoft zufolge hat die Umstellung einige Dienste schneller gemacht und zugleich die Kosten für die Bilderzeugung in PowerPoint um rund 85 % gesenkt.

Die Einführung ist Teil eines weitaus größeren Wandels: Mustafa Suleyman, CEO von Microsoft AI, sagt, dass die MAI-Modelle des Unternehmens bereits in mehr als der Hälfte der Microsoft-Produkte eingesetzt werden. Dadurch sinkt die Abhängigkeit von externen Modell-Entwicklern weiter.

„Es ist schneller, günstiger und qualitativ hochwertiger, und es sorgt für eine bessere Kundenbindung“, sagte Suleyman in einem Interview, laut Bloomberg.

Neue Modelle im gesamten Microsoft-Ökosystem

Microsoft teilte mit, dass der Bing Image Creator inzwischen vollständig auf dem Modell MAI-Image-2.5 läuft. Dieselbe Technologie ist in OneDrive außerdem zum Standardmodell für mehrere Funktionen zur Bildbearbeitung geworden. Dort verzeichnete das Unternehmen eine höhere Geschwindigkeit und Effizienz sowie mehr Nutzer, die KI-generierte Bilder.

Neben der Bilderzeugung hat Microsoft außerdem MAI-Voice-2-Flash vorgestellt, ein Sprachmodell für Callcenter und Sprachagenten. Das Unternehmen teilte mit, dass Kunden wie T-Mobile und easyJet die Technologie bereits über Dynamics 365 Contact Center und Azure einsetzen.

Microsoft weitet den Einsatz von MAI auch auf Aufgaben zur Texterzeugung aus. Bloomberg berichtete zuvor, dass das Unternehmen damit begonnen habe, OpenAI- und Anthropic-Modelle in Office-Anwendungen zu ersetzen. Microsoft zufolge erzielt ein in Excel eingesetztes MAI-Modell bei gängigen Aufgaben eine vergleichbare Leistung wie OpenAIs GPT-5.6 und arbeitet dabei kostengünstiger.

Suleyman wies laut Bloomberg darauf hin, dass MAI-Modelle inzwischen in mehr als der Hälfte der Microsoft-Produkte eingesetzt und in der übrigen Softwarepalette des Unternehmens getestet werden.

„Das ist ein sehr starkes Ergebnis, und wir werden den Druck weiter enorm erhöhen“, sagte Suleyman.

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Die Partnerschaft mit OpenAI besteht weiter, doch die Prioritäten ändern sich

Microsofts Kurswechsel beendet die Beziehung zu OpenAI nicht. Im Rahmen ihrer langjährigen Partnerschaft erhält Microsoft weiterhin Zugriff auf die Modelle von OpenAI. Allerdings ist Microsoft dafür verantwortlich, die für den Betrieb dieser Modelle erforderliche Recheninfrastruktur bereitzustellen, wodurch Effizienz zunehmend wichtiger wird.

Das Unternehmen hat rund 13 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert, doch die Partnerschaft ist weniger exklusiv geworden, da OpenAI auf weitere Cloud-Anbieter setzt, während Microsoft zunehmend eigene Basismodelle entwickelt.

Microsoft hat außerdem erklärt, dass Frontier-Modelle von OpenAI und Anthropic weiterhin für anspruchsvollere KI-Aufgaben eingesetzt werden. Die hauseigenen MAI-Modelle übernehmen dagegen Aufgaben, bei denen sich eine vergleichbare Leistung zu geringeren Kosten erzielen lässt.

Was das für Microsofts KI-Strategie bedeutet

Microsofts jüngster Schritt zeigt, dass es in der nächsten Phase des KI-Wettbewerbs nicht mehr nur darum geht, das leistungsfähigste Modell zu entwickeln. Ebenso wichtig ist es, KI in massivem Maßstab wirtschaftlich zu betreiben. Bei Produkten, die von Hunderten Millionen Menschen genutzt werden, können selbst kleine Effizienzgewinne zu erheblichen Einsparungen bei der Infrastruktur führen.

Für Kunden könnte der Wechsel schnellere KI-Funktionen und reaktionsschnellere Werkzeuge zur Bilderzeugung bedeuten, ohne dass sich ihre Nutzung von Microsoft-Anwendungen merklich verändert. Das Risiko besteht darin, dass Microsoft nun stärker dafür verantwortlich ist zu beweisen, dass seine eigenen Modelle bei einer größeren Bandbreite kreativer Aufgaben konstant die Qualität erreichen oder übertreffen können, die Nutzer inzwischen von OpenAI erwarten.

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Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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