Apples folgenschwere Siri-Überarbeitung liegt Berichten zufolge erneut hinter dem Zeitplan … schon wieder.
Wer seit der großen Ankündigung im Juni 2024 den Überblick behält, hat bei der „neuen Ära“ von Siri das Gefühl, dass sie dauerhaft unmittelbar bevorsteht. Zunächst war von einer Veröffentlichung im März mit iOS 26.4 die Rede, doch laut einem neuen Bericht von Mark Gurman von Bloomberg tritt Apple nun auf die Bremse.
Laut Gurman ist Apples „seit Langem geplante Aktualisierung des Siri-Sprachassistenten in den vergangenen Wochen bei den Tests auf Probleme gestoßen“, wodurch Unsicherheit über den Zeitplan für die Einführung entstanden ist.
Gurman berichtet, dass Apple nun plant, sie „auf künftige Versionen zu verteilen“. Das bedeutet, dass wir die vollständige Palette an Funktionen möglicherweise erst mit iOS 26.5 im Mai oder sogar mit iOS 27 in diesem September sehen werden. Bloomberg weist darauf hin, dass „Siri Anfragen nicht immer korrekt verarbeitet oder zu lange für die Bearbeitung von Anfragen braucht“, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.
Die Situation bleibt im Fluss, und Apples Pläne könnten sich erneut ändern.
Die neu gestaltete Siri basiert auf einer neuen Architektur namens Linwood und wird von Apples Plattform für große Sprachmodelle, Apple Foundation Models, angetrieben. Im Januar bestätigte Apple, dass Googles Gemini-Modelle dabei helfen würden, den aufgerüsteten Assistenten anzutreiben. Trotz dieser Partnerschaft berichtet Bloomberg, dass interne Versionen der Software zeitweise so langsam waren, dass Entwickler eine Verzögerung um mehrere Monate für notwendig hielten.
Weitere KI-Änderungen in iOS 27
Während die derzeitige Einführung auf Hürden stößt, arbeitet Apple weiter an einer umfassenderen KI-Überarbeitung, die für iOS 27 geplant ist.
Bloomberg berichtet, dass Apple eine stärker chatbotähnliche Version von Siri entwickelt für diese Veröffentlichung. Sie soll direkter mit Tools wie ChatGPT und Gemini konkurrieren. Das System soll auf Servern von Google laufen und ein fortschrittlicheres, speziell angepasstes Gemini-Modell verwenden.
Bei einer kürzlich abgehaltenen Versammlung mit allen Mitarbeitenden deutete Apple-CEO Tim Cook die langfristigeren KI-Ambitionen des Unternehmens an.
„Apple Silicon ermöglicht es uns, Rechenzentrumslösungen zu entwickeln, die maßgeschneidert für unsere Geräte sind“, sagte Cook. „Ich möchte sagen, dass die Arbeit, die wir künftig leisten, eine völlig neue Klasse von Produkten und Diensten ermöglichen wird.“
Bei derselben Versammlung betonte Apples Leiter der Softwareentwicklung, Craig Federighi, dass das Unternehmen nicht bereit ist, bei Nutzerdaten Kompromisse einzugehen.
„Wir halten es für äußerst wichtig, dass die Daten privat bleiben, wenn ein Modell eine Frage von Ihnen erhält“, sagte Federighi laut Bloomberg. Er fügte hinzu, dass der „Branchenstandard darin besteht, diese Daten an einen Server zu senden, wo sie protokolliert, dem Unternehmen zugänglich gemacht und zum Trainieren verwendet werden“.
Apple versucht stattdessen, die Verarbeitung entweder auf dem Gerät oder auf Servern mit besonderem Fokus auf Datenschutz zu halten.
Erscheinungsbild und Erwartungen
Die wiederholten Verzögerungen sind für Apple nicht ideal, insbesondere da die Konkurrenz bei generativer KI voranschreitet.
Noch im vergangenen Monat wollte Apple die neue Siri in diesem Frühjahr vorstellen. Vorerst können Nutzer weiterhin damit rechnen, dass iOS 26.4 im kommenden Monat erscheint. Statt der vollständigen Siri-Transformation, die Apple vor fast zwei Jahren vorgestellt hat, könnte das Update jedoch nur einen Teil der Vision umsetzen; der Rest würde in den kommenden Monaten schrittweise folgen.
Mehr über Apples wachsende KI-Vision erfahren Sie, indem Sie lesen, wie Tim Cook auf Visual Intelligence setzt, um die nächste Welle von Apple-Intelligence-Funktionen anzutreiben.

