Apple ist nun endlich bereit, uns zu zeigen, wie eine wirklich intelligente Siri aussieht.
Laut dem aktuellen Power-On-Newsletter von Bloombergs Mark Gurman ist Apple weniger als einen Monat davon entfernt, eine überarbeitete, von Googles Gemini angetriebene Siri vorzustellen. Die Ankündigung wird für die zweite Februarhälfte erwartet; die Funktionen dürften kurz darauf in der Beta von iOS 26,4 erscheinen.
Nutzer erhalten nun endlich Funktionen wie Personal Context, mit denen Siri auf Informationen aus E-Mails, Nachrichten und dem Kalender zugreifen kann, sowie eine Bildschirmerkennung, die es dem Assistenten ermöglicht, die auf dem Gerät angezeigten Inhalte zu verstehen. Das Update ermöglicht Siri außerdem, auf Grundlage von Sprachbefehlen Aktionen innerhalb von Apps auszuführen.
Hinter den Kulissen bezeichnet Apple die Technologie als Apple Foundation Models Version 10. Sie läuft mit ungefähr 1,2 Billionen Parametern auf den Servern von Apple Private Cloud Compute. Die treibende Kraft dahinter ist jedoch Googles Gemini.
Wie Apple bei Google gelandet ist
Die Partnerschaft entstand nach einem turbulenten Jahr in Apples KI-Sparte. Bloomberg berichtet, dass Führungskräfte, darunter Softwarechef Craig Federighi, Mitte 2025 ernsthaft darüber nachzudenken begannen, Apples interne KI-Modelle zugunsten externer Hilfe aufzugeben.
Erste Gespräche mit Anthropic stockten wegen der Preisvorstellungen – das KI-Start-up wollte „mehrere Milliarden US-Dollar pro Jahr“. OpenAI brachte andere Probleme mit sich: Das Unternehmen warb aktiv um Apple-Ingenieure und entwickelte mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive eigene Hardware.
Bis August 2025 nahm Apple Gemini erneut unter die Lupe und stellte fest, dass sich die Technologie dramatisch verbessert hatte. Google bot außerdem günstige finanzielle Konditionen. Ein Gerichtsurteil vom September 2025, das Apples und Googles jährliche Suchvereinbarung im Wert von 20 Milliarden US-Dollar aufrechterhielt, machte die Partnerschaft weniger riskant.
Die Unternehmen schlossen ihre Vereinbarung im November ab, wobei Google sie offiziell ankündigte Anfang dieses Monats, während Apple seinen charakteristisch zurückhaltenden Ansatz verfolgte.
Eine noch größere Siri-Überarbeitung kommt diesen Sommer
Apple beschränkt sich nicht auf iOS 26,4. Das Unternehmen plant, auf der WWDC 2026 eine vollständig neu gestaltete Siri vorzustellen, mit dem Codenamen Campos, wie aus Gurmans Bericht hervorgeht.
Diese Version wird diesen Sommer zusammen mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 als Betaversion starten, bevor sie im Herbst 2026 öffentlich veröffentlicht wird. Campos steht für das, was Bloomberg als „eine frische Architektur und Benutzeroberfläche beschreibt, die von Grund auf für das Chatbot-Zeitalter entwickelt wurde“.
Die neue Siri wird anhaltende, wechselseitige Gespräche ähnlich wie ChatGPT oder Googles eigener Gemini-Chatbot unterstützen. Sie wird auf einem noch fortschrittlicheren Modell laufen – Apple Foundation Models Version 11 –, das voraussichtlich mit Gemini 3 konkurrieren kann und deutlich leistungsfähiger sein wird als die Version von iOS 26,4.
Damit die Funktion schnell bleibt, diskutieren Apple und Google sogar darüber, diese Version direkt auf Googles eigenen Servern statt auf denen von Apple laufen zu lassen.
Führungsumbau
Nicht nur bei der Software gibt es Veränderungen. Tim Cook hat kürzlich den Hardwarechef John Ternus mit der Leitung sowohl der Teams für Industrie- als auch für Softwaredesign betraut. Cook geht zwar noch nicht in den Ruhestand, doch laut Gurman macht dieser Schritt „glasklar, dass Ternus der führende Nachfolger“ für den CEO-Posten ist.
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