Es ist allgemein bekannt, dass NVIDIA ein Eckpfeiler des KI-Booms ist. Die am 26. Februar veröffentlichten Finanzergebnisse zeigen jedoch genau, wie stark das Unternehmen davon profitiert hat. NVIDIA verzeichnete im Jahresvergleich einen Anstieg des Quartalsumsatzes um 78 % auf den Rekordwert von 39,3 Milliarden US-Dollar. Im Quartalsvergleich stieg der Umsatz von NVIDIA um 12 %.
„Wir haben die Produktion der KI-Supercomputer Blackwell im massiven Maßstab erfolgreich hochgefahren und bereits im ersten Quartal Umsätze in Milliardenhöhe erzielt“, sagte Jensen Huang, CEO und Mitgründer von NVIDIA, in einer Pressemitteilung. „Die KI entwickelt sich mit Lichtgeschwindigkeit weiter, während agentische KI und physische KI den Weg für die nächste KI-Welle ebnen, die die größten Branchen revolutionieren wird.“
Wachstum durch Rechenzentren und Blackwell-Chips
Besonders bemerkenswert war der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft: Im Quartal wurden 35,6 Milliarden US-Dollar erzielt – ein Anstieg um 16 % gegenüber dem dritten Quartal und um 93 % gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresumsatz im Rechenzentrumsgeschäft belief sich auf 130,5 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 114 % entspricht.
Für Anleger könnte der Bericht ein Zeichen dafür sein, dass der KI-Boom keinerlei Anzeichen eines Zusammenbruchs zeigt. NVIDIAs Anfang 2024 angekündigte Blackwell-GPU ermöglicht das Training großer Sprachmodelle und die Inferenz, die für generative KI erforderlich sind. Cloud-Anbieter und Supercomputing-Initiativen haben die Chips in großen Mengen gekauft.
„Die Nachfrage nach Blackwell ist erstaunlich, da Reasoning-KI ein weiteres Skalierungsgesetz hinzufügt: Mehr Rechenleistung beim Training macht Modelle intelligenter, und mehr Rechenleistung für langes Nachdenken macht die Antwort intelligenter“, sagte Huang in der Pressemitteilung.
NVIDIA prognostiziert für das erste Quartal 2025 einen Umsatz von 43,0 Milliarden US-Dollar.
Der Bedarf an generativer KI steigt mit der Nachfrage ebenfalls
Während in der Welt der generativen KI teilweise die Ansicht vertreten wird, dass sich leistungsstarke Modelle heute effizienter trainieren lassen als noch im vergangenen Jahr, rechnet Huang damit, dass die KI der nächsten Generation mehr Rechenleistung benötigen wird. Im Gespräch mit CNBC sagte er, dass „Reasoning“-Modelle, die Schritt für Schritt denken – etwa OpenAI o1 oder DeepSeek-R1 –, mehr GPUs seines Unternehmens benötigen werden.
Als chinesisches Unternehmen ist DeepSeek vom Kauf der High-End-Chips von NVIDIA ausgeschlossen. Einige US-Chips, darunter die NVIDIA H20, wurden speziell für den chinesischen Markt leistungstechnisch herabgestuft. Der Umsatzanteil von NVIDIA in China hat sich aufgrund der Exportbeschränkungen etwa halbiert, sagte Huang gegenüber CNBC.

