Über 40 % der KI-bezogenen Datenschutzverletzungen bis 2027 durch grenzüberschreitende KI-Nutzung verursacht

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Image: NicoElNino/Adobe Stock

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Fiona Jackson
Fiona Jackson
Feb 17, 2025
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Grenzüberschreitende Datentransfers, die durch Systeme mit künstlicher Intelligenz ermöglicht werden, entwickeln sich zu einem kritischen Sicherheitsrisiko, wie ein Bericht von Gartner zeigt. Bis 2027 werden über 40 % der KI-bezogenen Datenschutzverletzungen auf die unsachgemäße grenzüberschreitende Nutzung generativer KI zurückzuführen sein – ein Hinweis auf den dringenden Bedarf an strengerer Aufsicht.

Der am 7. Feb. 2025 veröffentlichte Bericht „Predicts 2025: Privacy in the Age of AI and the Dawn of Quantum“ beleuchtet die Herausforderungen, denen sich Unternehmen im kommenden Jahrzehnt voraussichtlich stellen müssen, wenn es um die Nutzung von KI und den Schutz der Privatsphäre geht. Aufgrund unterschiedlicher regulatorischer Standards und uneinheitlicher Durchsetzung in verschiedenen Rechtsräumen haben Unternehmen Schwierigkeiten, den Zugriff auf sensible Daten zu kontrollieren.

„Unbeabsichtigte grenzüberschreitende Datentransfers erfolgen häufig aufgrund unzureichender Aufsicht, insbesondere wenn GenAI ohne klare Beschreibungen oder Ankündigungen in bestehende Produkte integriert wird“, sagte Joerg Fritsch, VP analyst bei Gartner, in einer Pressemitteilung.

„Organisationen stellen Veränderungen in den von Beschäftigten erzeugten Inhalten fest, wenn diese GenAI-Tools verwenden. Zwar können diese Tools für genehmigte Geschäftsanwendungen eingesetzt werden, doch sie bergen Sicherheitsrisiken, wenn sensible Eingaben an KI-Tools und APIs gesendet werden, die an unbekannten Standorten gehostet werden.“

Fragmentierte Regulierung und geopolitische Spannungen verschärfen die Risiken

Zwei wesentliche Faktoren verstärken diese Sicherheitsrisiken: fragmentierte Regulierung und geopolitische Spannungen.

Ohne weltweit einheitliche Best Practices für die KI-Governance müssen Unternehmen kostspielige, auf einzelne Regionen zugeschnittene Compliance-Strategien entwickeln. Diese beeinträchtigen nicht nur die Skalierbarkeit, sondern hinterlassen auch Lücken bei der Datensicherheit.

Gleichzeitig erhöhen geopolitische Konflikte die Nachfrage nach unbefugtem Zugriff auf vertrauliche Daten. Da große GenAI-Modelle von einigen wenigen globalen Technologiekonzernen kontrolliert werden, senden Organisationen möglicherweise unwissentlich Daten zur Verarbeitung über Grenzen hinweg und schaffen damit Möglichkeiten für deren Abfangen.

Gartner prognostiziert, dass bis 2028 mindestens ein Rechtsraum eine bedeutende GenAI-Plattform aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Vertraulichkeit von Daten oder der Beeinträchtigung von Inhalten verbieten wird.

Quantenverschlüsselung: eine neue Herausforderung für die KI-Sicherheit

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Neben den durch KI verursachten Datenrisiken steht ein dritter Faktor bevor – die Quantenverschlüsselung –, der die Sicherheitsherausforderungen neu definieren wird.

Zahlreiche Akteure entwickeln Algorithmen für die Postquantenkryptografie, so die Analysten von Gartner. Das U.S. National Institute of Standards and Technology hat 2024 die erste Runde der PQC-Verschlüsselungsstandards abgeschlossen. Diese fortschrittlichen Verschlüsselungsverfahren sind zwar deutlich leistungsfähiger als herkömmliche Kryptografie, verursachen jedoch auch hohe Kosten.

„Organisationen müssen umfangreiche Anstrengungen unternehmen, um alle Technologien zu erfassen, die zum Schutz auf herkömmliche kryptografische Verfahren angewiesen sind, und diese Algorithmen systematisch durch solche ersetzen, die als quantensicher gelten“, schrieben die Analysten von Gartner.

Für viele KI-getriebene Unternehmen könnte der Wechsel zu PQC unerschwinglich teuer sein und sie dadurch anfällig für Datenschutzverletzungen machen. Analysten warnen, dass bis 2034 die meisten, wenn nicht sogar alle herkömmlichen Verschlüsselungsverfahren veraltet sein werden, wodurch die KI-Sicherheit noch prekärer wird.

Die Zukunft: Risikominderung oder Datenlöschung?

Bis 2029 werden Organisationen den Großteil der personenbezogenen Daten löschen, statt eine Offenlegung zu riskieren, da sie sich möglicherweise keine Lösungen für Quantensicherheit leisten können.

Angesichts der zunehmenden Einführung von KI und der drohenden Quantenbedrohungen müssen Unternehmen jetzt handeln und stärkere Governance- und Verschlüsselungsstrategien umsetzen – andernfalls riskieren sie, abgehängt zu werden.

Fiona Jackson

Fiona Jackson is a news writer who started her journalism career at SWNS press agency, later working at MailOnline, an advertising agency, and TechnologyAdvice. Her work spans human interest and consumer tech reporting, appearing in prominent media outlets such as TechHQ, The Independent, Daily Mail, and The Sun.

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